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Künstler

Yulianna Avdeeva © C. Schneider
Klavier

Yulianna Avdeeva

Von der Financial Times als Künstlerin beschrieben, die "die Musik atmen lässt", steht Yulianna Avdeeva, für die 2010 mit dem Gewinn des prestigeträchtigen Internationalen Chopin-Wettbewerbs das Jahr des internationalen Durchbruchs zu ihrer heutigen Weltklasse-Karriere wurde, immer ganz im Dienst der Musik.

Von der Financial Times als Künstlerin beschrieben, die "die Musik atmen lässt", steht Yulianna Avdeeva, für die 2010 mit dem Gewinn des prestigeträchtigen Internationalen Chopin-Wettbewerbs das Jahr des internationalen Durchbruchs zu ihrer heutigen Weltklasse-Karriere wurde, immer ganz im Dienst der Musik. Mit vorzüglicher Kombination aus Klarheit, Energie und Eleganz gewinnt sie das Publikum durch überzeugende Ehrlichkeit, Bescheidenheit, Witz und feines musikalisches Urteilsvermögen.

Als gern gesehener Gast im asiatischen Raum macht Yulianna Avdeeva diese Saison ihr Debüt mit dem BBC Scottish Symphony, das sie anschließend als Solistin bei der ersten Ausgabe des Festivals BBC Proms in Japan unter der Leitung von Thomas Dausgaard begleitet. Zuletzt debütierte Avdeeva mit den Sydney and Melbourne Sinfonieorchestern und war mit New Japan Philharmonic, NHK Symphony Orchestra, sowie mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin und den Bamberger Symphonikern auf Japan-Tournee zu erleben. Yulianna Avdeeva tritt weltweit mit renommierten internationalen Orchestern auf wie der BBC Scottish Symphony, den Sydney and Melbourne Sinfonieorchestern, dem New Japan Philharmonic Orchestra oder dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin sowie den Bamberger Symphonikern. Weitere Einladungen führten sie zu den Salzburger Festspielen, zum Lucerne Festival, in die Alte Oper Frankfurt, die Elbphilharmonie Hamburg, den Boulez Saal in Berlin sowie auf Europa-Tournee mit der Academy of St Martin in the Fields, zum Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin zum London Philharmonic Orchestra und City of Birmingham Symphony Orchestra, Royal Stockholm Philharmonic, zum Finnischen Radio-Sinfonieorchester, London Philharmonic Orchestra und City of Birmingham Symphony Orchestra, Tchaikovsky Symphony Orchestra des Moskauer Rundfunks, Orchestre symphonique de Montréal, Orchestra dell'Accademia Nazionale di Santa Cecilia, sowie zum Orchestre National de Lyon.

Yulianna Avdeevas ausdrucksstarke Darbietungen der Werke von Chopin erfahren einstimmige Anerkennung und bestätigen ihre hervorragende Stellung als eine der gefragtesten Interpretinnen der Musik Chopins. Sie pflegt eine intensive Zusammenarbeit mit dem Fryderyk Chopin Institut sowie mit dem Warsaw Philharmonic Orchestra und dem Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks. Ihre dritte Soloeinspielung für das Label Mirare erschien in 2017. Mit dem Orchestra of the Eighteenth Century unter der Leitung von Frans Brüggen spielte sie beide Chopin-Klavierkonzerte ein und trug zu der Sammlung von Aufnahmen der herausragendsten Gewinner des Chopin-Wettbewerbs zwischen 1927 und 2010 bei der Deutschen Grammophon bei.

Neben ihrer solistischen Arbeit ist Yulianna Avdeeva engagierte Kammermusikerin und arbeitete mit dem Philharmonia-Quartett der Berliner Philharmoniker zusammen. Regelmäßige Europa-Tourneen mit Julia Fischer und Gidon Kremer führen sie unter anderem zum Festspielhaus Baden-Baden, in die Tonhalle Zürich, sowie zum Prinzregententheater München. Bedeutende Solo-Klavierabende fanden im Rahmen der International Piano Series in London und in der Wigmore Hall, am Internationalen Haus der Musik in Moskau, beim Rheingau Musik Festival, im Palau de la Música Catalana Barcelona, an der Liederhalle Stuttgart und Philharmonie Essen statt.

Im Alter von fünf Jahren begann Yulianna Avdeeva ihr Klavierstudium an der Gnessin Hochbegabten-Musikschule in Moskau bei Elena Ivanova und komplementierte ihre Studien später bei Vladimir Tropp und Konstantin Scherbakov. An der renommierten International Piano Academy Lake Como erhielt sie wertvolle musikalische Impulse von Bashkirov, Naboré und Fou Ts’ong. Yulianna Avdeeva ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe, darunter der Bremer Klavierwettbewerb, der Concours de Genève sowie die International Competition for Young Pianists Arthur Rubinstein in memoriam.

Photo: C. Schneider

Luka Coetzee
Violoncello

Luka Coetzee

Luka Coetzee, 2004 in Kanada geboren, hatte bereits im Kleinkindalter ihren ersten Kontakt zum Cello- und Klavierspiel. Sie wurde von Klein auf gefördert und gab ihr Solodebüt bereits mit elf Jahren mit dem Calgary Civic Symphony Orchestra als Gewinnerin des Rotary Calgary Concerto Competition.

Luka Coetzee, 2004 in Kanada geboren, hatte bereits im Kleinkindalter ihren ersten Kontakt zum Cello- und Klavierspiel. Sie wurde von Klein auf gefördert und gab ihr Solodebüt bereits mit elf Jahren mit dem Calgary Civic Symphony Orchestra als Gewinnerin des Rotary Calgary Concerto Competition. Sie ist Preisträgerin vieler nationaler und internationaler Wettbewerbe, zuletzt gewann Luka Coetzee im März 2022 den ersten Preis beim 9. Johansen International Strings Competition in Washington DC. Im Oktober 2022 wird sie mit dem National Philharmonic Orchestra im Music Center in Strathmore, Maryland, auftreten. Sie trat bereits mit bedeutenden Künstlern und Streichquartetten auf. Ihre erste CD-Einspielung bei NAXOS in Berlin machte sie mit einer Uraufführung eines neuen Arrangements von Beethovens A-Dur-Cellosonate. Derzeit absolviert sie ihr Bachelorstudium an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar bei Wolfgang Emanuel Schmidt.
Irène Duval © Béatrice Cruveiller
Violine

Irène Duval

Die französische Geigerin Irène Duval, geboren 1992, absolvierte ihr Masterstudium bei Roland Daugareil in Paris, wo sie 2012 ihr Kammermusikdiplom und im Mai 2013 ihr Geigendiplom mit Auszeichnung erwarb.

Die französische Geigerin Irène Duval, geboren 1992, absolvierte ihr Masterstudium bei Roland Daugareil in Paris, wo sie 2012 ihr Kammermusikdiplom und im Mai 2013 ihr Geigendiplom mit Auszeichnung erwarb.

Als Solistin stand sie bereits mit namenhaften Orchestern Frankreichs und Europas wie der Dresdner Philharmonie, der Vogtland Philharmonie, dem Orchestre de la Garde Républicaine oder auch dem Orchestre de Caen auf der Bühne. Regelmäßig konzertiert Irène Duval außerdem mit einem Klaviertrio gemeinsam mit dem Pianisten Pierre-Yves Hodique und dem Cellisten Aurélien Pascal und bildet ein Geigenduo mit Virgil Boutellis. Irène Duval war bisher zu Gast bei zahlreichen Festivals wie dem La Folle Journée in Nantes und Japan, dem Festival 1001 Notes, dem Osterfestival Deauville, dem Kammermusikfestival Giverny oder auch dem Festival Pablo Casals.

Zu ihren herausragenden Wettbewerbserfolgen zählen der erste Preis sowie der Publikumspreis beim Internationalen Geigenwettbewerb Avignon 2009 und 2010, sowie der erste Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen im Jahr 2011, wo sie außerdem für ihre herausragende Interpretation von Beethovens Violinkonzert geehrt wurde.

Irène Duval spielt auf einer Violine von Jean-Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1850, einem Nachbau der Sancy Stradivarius, welche ihr von einem privaten Förderer zur Verfügung gestellt wurde.

2011 nahm Irène Duval als aktive Teilnehmerin an den Geigen Meisterkursen der Kronberg Academy teil und wirkte 2015 beim Kronberg Academy Festival mit. 2016 war sie Teilnehmerin bei Chamber Music Connects the World. Von 2014 bis 2017 studierte Irène Duval an der Kronberg Academy bei Mihaela Martin. Das Studium wurde ermöglicht durch das Benno und Ursula Stork-Wersborg-Patronat.

Photo: Béatrice Cruveiller

Isabelle Faust © Felix Broede
Violine

Isabelle Faust

Isabelle Faust bannt ihr Publikum mit ihren souveränen Interpretationen. Jedem Werk nähert sie sich äußerst respektvoll und mit Verständnis für seinen musikgeschichtlichen Kontext und das historisch angemessene Instrumentarium.

Isabelle Faust bannt ihr Publikum mit ihren souveränen Interpretationen. Jedem Werk nähert sie sich äußerst respektvoll und mit Verständnis für seinen musikgeschichtlichen Kontext und das historisch angemessene Instrumentarium. Größtmögliche Werktreue ergänzt sie durch einen feinen Sinn für die Notwendigkeit, einer Komposition von der Gegenwart her zu begegnen. So gelingt es ihr, verschiedenste Werke gleichermaßen tief zu ergründen und durch die Intensität ihres Spiels einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Nachdem Isabelle Faust in sehr jungen Jahren Preisträgern des renommierten Leopold- Mozart- Wettbewerbs und des Paganini-Wettbewerbs geworden war, gastierte sie schon bald regelmäßig mit den bedeutendsten Orchestern der Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Chamber Orchestra of Europe und dem Freiburger Barockorchester.

Dabei entwickelte sich eine enge und nachhaltige Zusammenarbeit mit Dirigent*innen wie Claudio Abbado, Giovanni Antonini, Frans Brüggen, Sir John Eliot Gardiner, Bernard Haitink, Daniel Harding, Philippe Herreweghe, Andris Nelsons und Robin Ticciati.

Isabelle Fausts künstlerische Neugier schließt alle Epochen und Formen instrumentaler Partnerschaft ein. Dabei dringt sie feinsinnig zum Wesen der Werke vor, die sie interpretiert. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten sind das zum Beispiel Schuberts Oktett auf historischen Instrumenten, György Kurtágs „Kafka-Fragmente" mit Anna Prohaska oder Igor Stravinskys „L’Histoire du Soldat“ mit Dominique Horwitz. Mit großem Engagement hat sich Isabelle Faust bereits früh um die Aufführung zeitgenössischer Musik verdient gemacht, zu den zuletzt von ihr uraufgeführten Werken zählen Kompositionen von Péter Eötvös, Brett Dean und Ondřej Adámek.

Ihre zahlreichen Einspielungen wurden von der Kritik einhellig gelobt und mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem Gramophone Award und dem Choc de l'année ausgezeichnet. Die jüngsten Aufnahmen umfassen Arnold Schönbergs Violinkonzert mit Daniel Harding und dem Swedish Radio Symphony Orchestra, erschienen 2020, 2021 folgte das Tripelkonzert von Ludwig van Beethoven mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, Pablo Heras-Casado und dem Freiburger Barockorchester. Weitere vielbeachtete Einspielungen hat Isabelle Faust unter anderem von den Sonaten und Partiten für Violine solo von Johann Sebastian Bach sowie den Violinkonzerten von Ludwig van Beethoven und Alban Berg unter der Leitung von Claudio Abbado vorgelegt. Mit dem Pianisten Alexander Melnikov verbindet sie eine langjährige kammermusikalische Partnerschaft. Unter anderem erschienen gemeinsame Aufnahmen mit Sonaten für Klavier und Violine von Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven und Johannes Brahms.

Photo: Felix Broede

László Fenyő © Marco Borggreve
Violoncello

László Fenyö

Der 1975 geborene ungarische Cellist László Fenyö zählt seit dem Gewinn des Internationalen Pablo Casals Wettbewerbs 2004 in Kronberg zu der Weltelite der Cellisten.

Der 1975 geborene ungarische Cellist László Fenyö zählt seit dem Gewinn des Internationalen Pablo Casals Wettbewerbs 2004 in Kronberg zu der Weltelite der Cellisten. Er wird vom Publikum und der Fachpresse als einer der aufregendsten Künstler gefeiert, der es auf einzigartige Weise versteht, sowohl den Willen des Komponisten als auch die Musik immer im Vordergrund zu halten und das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Durch seine atemberaubende Technik und gefühlsstarke Ausdrucksfähigkeit werden seine Konzerte zu besonderen Erlebnissen, bei denen die Musik jedes Mal aufs Neue entdeckt werden kann.

In den letzten Jahren konzertierte László Fenyö auf so bedeutenden Podien wie dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London oder dem Münchener Gasteig und gastierte bei Orchestern wie dem Singapore Symphony Orchestra, Korean Symphony Orchestra, hr-Sinfonieorchester Frankfurt, Beethoven Orchester Bonn, Staatskapelle Weimar, Philharmonia Hungarica, Orquestra Metropolitana de Lisboa, Lancaster Symphony Orchestra, Shanghai Symphony Orchestra, Christchurch Philharmonic Orchestra, Bogota Philharmonic Orchestra, Sofia Philharmonic Orchestra und Sinfonietta Cracovia. Er trat mehrmals unter der Leitung von Krzysztof Penderecki auf.

In seiner ungarischen Heimat zählt László Fenyö längst zu den gefragtesten Solisten: seine Auftritte werden vom ungarischen Rundfunk live gesendet bzw. mitgeschnitten, Solorecitals und Kammermusikabende ebenso wie Konzerte mit Orchester; mit nahezu allen ungarischen Orchestern und Dirigenten hat er bereits zusammengearbeitet. Zudem wurde ihm 2005 als staatliche Auszeichnung der renommierte Franz-Liszt-Preis und 2008 der Junior-Prima-Preis verliehen.

Seine musikalische Ausbildung begann László Fenyö in Ungarn. Schon als 13jähriger wurde er Jungstudent bei László Mezö an der Franz Liszt Musikhochschule in Budapest. Seine enorme technische Brillanz, ein sicheres Stilempfinden sowie ein ungewöhnlich breites Repertoire haben ihm während seiner anschließenden Studienzeit in Lübeck bei David Geringas mehrere große Wettbewerbserfolge eingebracht, so u.a. beim Internationalen Musikwettbewerb Genf, beim Rostropowitsch Wettbewerb Paris, beim Adam Cellowettbewerb Christchurch und beim Rundfunkwettbewerb Budapest. Nach Abschluss des Studiums erweiterte Bernard Greenhouse entscheidend seinen musikalischen Horizont.

László Fenyö gibt weltweit Meisterkurse, unterrichtet seit Oktober 2009 als Dozent an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt und lehrt seit April 2012 als Professor an der Musikhochschule Karlsruhe. László Fenyö war von 1997 bis 2001 Solocellist bei der Philharmonia Hungarica und von 2001 bis 2012 im hr-Sinfonieorchester.

Folgende CD-Aufnahmen sind von László Fenyö in den letzten Jahren u.a. erschienen: Kammermusik mit dem Pianisten Oleg Polianski bei Aulos/Musikado bzw. die Cellokonzerte von J.Haydn (D-Dur) und D.Schostakowitsch (Nr. 1) mit dem hr-Sinfonieorchester und dem Dirigenten Grant Llewellyn bei dem Label hr.music.de.

László Fenyö spielt auf einem Cello von Matteo Goffriller aus dem Jahre 1695.

Photo: Marco Borggreve

Johannes Gray
Violoncello

Johannes Gray

Johannes Gray, 1997 in Frankreich geboren, erhielt Cellounterricht bei Gilda Barston am Music Institute of Chicago, bei Hans Jørgen Jensen an der Northwestern University, bei Jérôme Pernoo am CNSM in Paris und bei Frans Helmerson an der Barenboim-Said Akademie.

Johannes Gray, 1997 in Frankreich geboren, erhielt Cellounterricht bei Gilda Barston am Music Institute of Chicago, bei Hans Jørgen Jensen an der Northwestern University, bei Jérôme Pernoo am CNSM in Paris und bei Frans Helmerson an der Barenboim-Said Akademie. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei Miklos Perenyi, David Geringas, Philippe Muller, Ivan Monighetti, Jean-Guihen Queyras, Wolfgang Emanuel Schmidt, Jens Peter Maintz und Claudio Bohorquez. Er ist Preisträger des Partnerpreises des Concours européen de musique de chambre 2022 sowie des International Pablo Casals Award 2018 und Teilnehmer zahlreicher weiterer Wettbewerbe. Unter anderem erreichte er das Finale der Cedille Records „Emerging Artists“ Competition 2022 und nahm bereits 2014 am Grand Prix Emanuel Feuermann teil, wo er das Halbfinale erreichte. Konzerte führten ihn zum Les Pianissimes Festival Lyon, das Opera and Ballet Theatre of Tajikistan, das Theatre of Digital Art Dubai, das Centre de Musique de Chambre de Paris, das Festival Internacional de Música Pau Casals, den Pierre-Boulez-Saal Berlin, das SuperCello Festival in Huangshan, Shanghai und Peking uns zum Sumito Festival in Zürich.
Kiril Gerstein © Marco Borggreve
Klavier

Kirill Gerstein

Der Pianist Kirill Gerstein, 1979 im russischen Woronesch geboren, begann seine Ausbildung im Alter von drei Jahren. Von Kindheit an war Gerstein ein musikalischer „Wandler zwischen den Welten“ der Klassik und des Jazz.

Der Pianist Kirill Gerstein, 1979 im russischen Woronesch geboren, begann seine Ausbildung im Alter von drei Jahren. Von Kindheit an war Gerstein ein musikalischer „Wandler zwischen den Welten“ der Klassik und des Jazz. Er besuchte in seiner Heimatstadt eine Musikschule mit dem Schwerpunkt klassisches Klavier und beschäftigte sich gleichzeitig intensiv mit den Jazzplatten seiner Eltern. In Polen − während eines Bach-Klavierwettbewerbs, den er 10-jährig gewann − kam Gerstein zum ersten Mal mit live gespieltem Jazz in Kontakt. Im Alter von 12 Jahren lernte er beim Jazz-Festival in Sankt Petersburg Gary Burton kennen. Burton unterstützte den jungen Musiker und verhalf ihm, als jüngstem Schüler aller Zeiten, zu einem Studium am Berklee College of Music in den Vereinigten Staaten. Gerstein studierte dort drei Jahre Jazz, verlor aber die klassische Musik nicht aus dem Auge. Als ihm klar wurde, dass er dauerhaft nicht beide Musikstile mit der gleichen Intensität studieren konnte, wechselte er kurz vor dem Abschluss an die Manhattan School of Music, um sich ganz der Klassik zuzuwenden. Mit 20 Jahren schloss er sein Studium mit dem akademischen Grad Master ab. Anschließend absolvierte er Meisterkurse bei Dmitri Baschkirow in Madrid, und bei Ferenc Rados in Budapest.

Bereits als Student debütierte Gerstein im September 2000 auf einer der großen europäischen Konzertbühnen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich unter David Zinman.

Gersteins Repertoire reicht von der Klassik bis zur Moderne und schliesst auch den Jazz mit ein. In den USA spielt er regelmäßig u.a. mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Saint Paul Chamber Orchestra, dem Cleveland Orchestra sowie dem New York Philharmonic. Gemeinsame Auftritte mit den Münchner Philharmonikern, dem NDR Sinfonieorchester, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg und den Nürnberger Symphonikern. Zu den Dirigenten, die mit Kirill Gerstein seit langem musizieren, gehören u.a. Charles Dutoit und Semyon Bychkov, mit dem er 2013 bei den Wiener Philharmonikern und 2014 beim Gewandhaus Leipzig gastiert. Als Kammermusiker spielte Kirill Gerstein Aufnahmen mit Tabea Zimmermann ein, spielt im Duo mit Steven Isserlis und bildet er mit Clemens Hagen und Kolja Blacher ein festes Klaviertrio. Mit András Schiff verbindet ihn eine enge musikalische Freundschaft. An der Oper Stuttgart ist Kirill Gerstein 2014/15 Solist beim 7. Sinfoniekonzert.

2016 konzertierte Gerstein erstmals mit den Berliner Philharmonikern, nachdem er in den Jahren zuvor bereits mit den renommierten Orchestern, dem Concertgebouw, den Wiener, den Los Angeles, den New Yorker, den St. Petersburger, den Tschechischen, den Münchner und den Rotterdamer Philharmonikern, dem London und dem Chicago, Boston und dem San Francisco Symphony Orchestra, dem Leipziger Gewandhausorchester sowie den Staatskapellen Dresden und Berlin aufgetreten war. Gerstein gastiert regelmäßig beim Festival d’Aix-en-Provence, dem Lucerne und dem Verbier Festival, dem Jerusalem Chamber Music Festival und bei den Proms in London. Sein Debüt bei den Salzburger Festspielen hatte er 2008.

Er ist Preisträger des Arthur-Rubinstein-Wettbewerbs in Tel Aviv 2001 und des Gilmore Young Artist Award 2002. 2005/06 war er „Rising Star“ der New Yorker Carnegie Hall. Er erhielt den Avery Fisher Career Grant 2010. 2010 erhielt Gerstein den hochdotierten Gilmore Artist Award.

Gersteins Debütalbum mit Werken von Bach, Beethoven, Skrjabin und Gershwin/Wild wurde 2004 von OehmsClassics veröffentlicht. Nach seinem Wechsel zum Musiklabel Myrios Classics erschien 2010 eine zweite Aufnahme mit Werken von Schumann, Knussen und Liszt. Die Musikkritiker der New York Times zeichneten den Tonträger als eines der Alben des Jahres 2010 aus. Für die Aufnahme Tchaikovsky, Prokofiev: Klavierkonzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter James Gaffigan erhielt Gerstein 2015 den ECHO Klassik in der Kategorie Konzerteinspielung des Jahres.

Seit 2003 besitzt Gerstein neben der russischen auch die US-amerikanische Staatsbürgerschaft. 2007 übernahm er eine Professur an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Photo: Marco Borggreve

Frans Helmerson © Franz Hamm
Violoncello

Frans Helmerson

Der schwedische Cellist Frans Helmerson erhielt seine Ausbildung zunächst bei Guido Vecchi in Göteborg, anschließend bei Giuseppe Selmi in Rom und William Pleeth in London.

Der schwedische Cellist Frans Helmerson erhielt seine Ausbildung zunächst bei Guido Vecchi in Göteborg, anschließend bei Giuseppe Selmi in Rom und William Pleeth in London. Großen Einfluss auf seine künstlerische Entwicklung hatten außerdem Sergiu Celibidache und sein Förderer Mstislav Rostropovich. 1971 gewann er einen der renommiertesten Musikpreise für Cellisten, den Cassadó-Wettbewerb in Florenz – nur die erste von vielen weiteren Auszeichnungen. Tourneen führten ihn ins europäische Ausland und nach Japan, Russland, Südamerika, Australien, Neuseeland und in die USA.

Frans Helmerson spielt mit vielen namhaften Orchestern und erhält für seine Konzerte und Einspielungen hervorragende Kritiken. Seine Aufnahme von Dvořáks Cellokonzert (mit Neeme Järvi und dem Göteborg Symphonieorchester) wurde zur „besten auf dem heutigen Markt vorhandenen Aufnahme“ gewählt. Hochgelobt ist auch seine Aufnahme von Shostakovichs Cello-Konzert Nr. 1.

Frans Helmersons Liebe zur Kammermusik ist ein weiterer wichtiger Motor für seine musikalischen Aktivitäten. Er ist regelmäßig bei den wichtigsten europäischen Festivals zu Gast, unter anderem in Verbier, beim Pablo Casals Festival in Prades oder beim Ravinia Festival, und über viele Jahre war er künstlerischer Leiter des „Umea-Korsholm International Chamber Music Festival“. 2002 war er Mitbegründer des Michelangelo String Quartets, in dem er heute mit Mihaela Martin, Conrad Muck und Michael Barenboim spielt.

Neben seiner Karriere als Solist, Kammermusiker und auch als Dirigent unterrichtete Frans Helmerson mehrere Jahre an den Musikhochschulen in Köln und in Madrid. Seit 2011/12 ist er als Gastprofessor an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin tätig. 2016 kam eine Professur an der Barenboim-Said Akademie in Berlin hinzu. Frans Helmerson unterrichtet seit 2006 als Hauptfachlehrer in den Kronberg Academy Studiengängen. Er spielt ein Cello von Stefan-Peter Greiner.

Photo: Frans Helmerson

Klarinette

Richard Hosford

Richard Hosford kann auf eine Karriere als Solist und Kammermusiker zurückblicken und ist außerdem Solo-Klarinettist des BBC Symphony Orchestra, nachdem er mehrere Jahre lang Solo-Klarinettist beim London Philharmonic Orchestra gewesen war.

Richard Hosford kann auf eine Karriere als Solist und Kammermusiker zurückblicken und ist außerdem Solo-Klarinettist des BBC Symphony Orchestra, nachdem er mehrere Jahre lang Solo-Klarinettist beim London Philharmonic Orchestra gewesen war. Als Mitglied und Solist des Chamber Orchestra of Europe war er fast fünfundzwanzig Jahre lang auf Welttournee unter den Dirigenten Claudio Abbado, Sir Colin Davis, Michael Tilson Thomas, Oscar Schumsky, Sir Roger Norrington, Gerard Korsten und Paavo Berglund. Mit dem COE unter Alexander Schneider nahm er die Konzerte von Mozart und Copland bei ASV auf.

Sein Konzertkalender als Solist beinhaltete u.a. Aufführungen von Harrison Birtwistles "Melancolia", von Graziane Finzis Klarinettenkonzert mit dem BBC Symphony Orchestra und der Manchester Camerata oder die Uraufführung des Klarinettenkonzerts von Robin Holloway mit dem BBC Symphony Orchestra.

Richard Hosford ist ein engagierter Kammermusiker. Mit den Bläsersolisten des Chamber Orchestra of Europe hat er alle wichtigen Repertoires für Bläserensemble aufgenommen und ist mit ihnen weltweit auf Tournee gegangen. Als führendes Mitglied des Gaudier Ensembles hat er mit diesem zahlreiche Werke für Streicher und Bläser aufgenommen. Seit 1998 ist er Mitglied des Nash Ensemble, mit dem er regelmäßig auch in Rundfunk und Fernsehen auftritt. In den letzten Jahren wurden seine Aufnahmen des Copland-Konzerts, des Brahms-Trios (mit den Florestans) und des ­­Brahms-Quintetts (mit den Nashs) von der BBC Radio 3 Record Review" zur „First Choice“ gekürt. Richard Hosford unterrichtet seit 20 Jahren am Royal College of Music und gibt regelmäßig Meisterkurse an führenden Konservatorien und Musikschulen im Vereinigten Königreich.

Maciej Kułakowski © Wojciech Grzędziński
Violoncello

Maciej Kułakowski

Musik gehört zu Maciej Kułakowskis Leben, seit er sich erinnern kann. Ob mit der Bassgitarre als Straßenmusiker oder in der Schul-Bigband, ob auf dem Klavier oder als Cellist, ob improvisierend oder interpretierend – für ihn ist Musik eine nie versiegende Quelle von Inspiration, Spaß und Freude, die die Kraft hat, Menschen zusammenzubringen und die Welt vielleicht zu einem etwas besseren Ort zu machen.

“We need to be like crusaders.“

Musik gehört zu Maciej Kułakowskis Leben, seit er sich erinnern kann. Ob mit der Bassgitarre als Straßenmusiker oder in der Schul-Bigband, ob auf dem Klavier oder als Cellist, ob improvisierend oder interpretierend – für ihn ist Musik eine nie versiegende Quelle von Inspiration, Spaß und Freude, die die Kraft hat, Menschen zusammenzubringen und die Welt vielleicht zu einem etwas besseren Ort zu machen. Das Cello liebt er so sehr, weil dessen Klang so ausdrucksvoll, farbenreich und variabel ist – wie die menschliche Stimme. Dabei ist er darauf aus, mit Musikern zusammenzuarbeiten, die besser sind als er – weil man dabei am meisten lernt. Ein anderer Beruf als der des Musikers? Für ihn undenkbar. Seine Mission lautet: möglichst vielen Menschen nahebringen, wie großartig klassische Musik ist.

Maciej Kułakowski wurde 1996 in Danzig (Polen) geboren und begann mit sechs Jahren mit dem Cellospiel. Von 2009 bis 2012 war er Jungstudent bei Michael Flaksman an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim, anschließend studierte er bei Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Er nahm an Meisterkursen bei Frans Helmerson, Mischa Maisky, Truls Mørk, Gary Hoffman, Phillippe Muller, Jens Peter Maintz und Ivan Monighetti teil.

2015 gewann Maciej Kułakowski den ersten Preis und einen Sonderpreis bei der 10. Witold Lutosławski International Cello Competition in Warschau. Beim Tonali-Wettbewerb 2015 in Hamburg erspielte er sich einen zweiten Preis. 2016 wurde er beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn mit einem Stipendium sowie einem Sonderpreis der Deutsche Stiftung Musikleben ausgezeichnet. Beim renommierten Queen Elisabeth Wettbewerb in Brüssel gehörte er 2017 zu den Finalisten.

Maciej Kułakowski spielte in vielen europäischen Ländern als Kammermusiker und Solist unter Dirigenten wie Frank Brailey, Eivind Gullberg Jensen, Stéphane Denève und Marek Pijarowski. Zu seinen Kammermusikpartnern gehörten Musiker wie Alfred Brendel, Arnold Steinhardt und Charles Neidich. 2011 trat er beim Eröffnungskonzert des Krzysztof Penderecki European Centre for Music in Lusławice unter Krzysztof Penderecki auf. Beim Morningside Music Bridge in Calgary spielte er Dvořáks Cellokonzert mit dem Calgary Symphony Orchestra und wurde auch dort mit Preisen ausgezeichnet. 2010 war er mit dem Kassak Brass Ensemble federführend an der Uraufführung der ihm gewidmeten Komposition „McKulak” von Tadeusz Kassak beteiligt. Mit dem Wiłkomirski Trio nahm er eine CD mit Werken von Anton Arensky für das Label DUX auf.

Maciej Kułakowski spielt ein Cello von Charles Gaillard, Paris 1867, das ihm die Deutsche Stiftung Musikleben zur Verfügung stellt.

Als aktiver Teilnehmer nahm er an den Kronberg Academy Cello Meisterkursen 2014 und 2016 teil, wo ihm 2014 der Landgraf von Hessen Preis verliehen wurde. 2015 und 2017 wirkte er beim Kronberg Academy Festival mit. Seit Oktober 2017 studiert Maciej Kułakowski an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Das Studium wird ermöglicht durch das Ann Kathrin Linsenhoff-Patronat.

Photo: Wojciech Grzędziński

Stephen Kim © Christophe Wu
Violine

Stephen Kim

Der US-amerikanische Geiger Stephen Kim absolvierte seinen Bachelor of Music am Curtis Institute of Music, wo er bei Shmuel Ashkenasi, Joseph Silverstein und Aaron Rosand studierte.

Der US-amerikanische Geiger Stephen Kim absolvierte seinen Bachelor of Music am Curtis Institute of Music, wo er bei Shmuel Ashkenasi, Joseph Silverstein und Aaron Rosand studierte. Er erhielt dort das Joan und Irwin Jacobs Fellowship und er wurde mit dem Curtis/Milka Violin Artist Prize 2018 ausgezeichnet. Seinen Masterabschluss erhielt er an der Juilliard School bei Hyo Kang.

Zuletzt gewann er den 3. Preis bei der Queen Elisabeth Competition 2019, den 3. Preis beim Violinwettbewerb Premio Paganini 2018 und den 2. Preis bei der Sendai International Music Competition 2016. Doch bereits in seiner Jugend wurde Stephen Kim mit Preisen ausgezeichnet, etwa bei der Seoul International Violin Competition 2015 und der Menuhin Competition 2014. Als erster Geiger in der Geschichte des Aspen Music Festivals gewann er alle drei Violinwettbewerbe in den Jahren 2014, 2013 und 2011.

Als Solist ist Stephen Kim in Nordamerika, Europa und Asien mit international renommierten Orchestern aufgetreten, darunter die Philharmonique Royal de Liège, die Brüsseler Philharmoniker, das Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, das Orchester des Teatro Carlo Felice, das Curtis Chamber Orchestra und das Juilliard Orchestra. Konzerttourneen führten ihn durch Korea, Japan, Shanghai, Hongkong, Macao und Belgien. Er gab Rezitale bei der Verbier Festival Academy, in der Rezitalreihe der Stradivari-Gesellschaft und beim Kingston Kammermusik-Festival. Er stiftete außerdem einen Auftritt in Seoul für behinderte junge Musiker und gab dort Meisterkurse, um seine Leidenschaft für die Musik weiterzugeben.

Als Kammermusiker arbeitete Stephen Kim mit Jörg Widmann, Edgar Meyer, Gary Hoffman und Roberto Díaz zusammen. Er war Gast-Konzertmeister des Curtis Symphony Orchestra und tritt immer wieder in dieser Funktion mit den Sejong Soloists auf.

Stephen Kim spielt eine „Ex-Moller“ Guarnerius del Gesù von 1725, eine großzügige Leihgabe der Samsung Foundation of Culture und der Stradivari Society of Chicago.

Seit Oktober 2020 studiert er an der Kronberg Academy bei Antje Weithaas. Das Studium wird ermöglicht durch das Svea und Sven Dambeger-Patronat.

Photo: Christophe Wu

Ivan Karizna © Santiago Cañón Valencia
Violoncello

Ivan Karizna

Der Cellist Ivan Karizna wurde 1992 in eine Musikerfamilie geboren und erhielt im Alter von fünf Jahren den ersten Cellounterricht. Mit sieben Jahren wurde er in die Klasse von Vladmir Perlin aufgenommen.

Der Cellist Ivan Karizna wurde 1992 in eine Musikerfamilie geboren und erhielt im Alter von fünf Jahren den ersten Cellounterricht. Mit sieben Jahren wurde er in die Klasse von Vladmir Perlin aufgenommen. Von 2009 bis 2014 absolvierte er am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse Paris sein Studium bei Jerôme Pernoo, welches er mit Auszeichnung abschloss. Es folgte ein zweijähriges Aufbaustudium.

Ivan Karizna war dritter Preisträger beim 14. Internationalen Tchaikovsky Wettbewerb im Jahr 2011 sowie erster Preisträger beim Musikwettbewerb der Società Umanitaria in Mailand 2015 und beim Luis Sigall Wettbewerb 2016. Im Jahr 2017 gewann er den fünften Preis und den Publikumspreis beim renommierten Concours Musical Reine Elisabeth. Zudem war er der Gewinner der Young Concert Artists European Auditions. Er hatte die Möglichkeit, bereits mit zahlreichen namhaften Orchestern zu arbeiten. Hierzu zählen die Moskauer Virtuosi, das Mariinsky Theatre Symphony Orchestra, die St. Petersburger Philharmoniker, die Straßburger Philharmoniker und das Slovenian Radio Symphony Orchestra. Zudem gastierte er unter anderem beim Yuri Bashmet International Music Festival wie auch beim Festival International de Colmar. Im Jahr 2016 veröffentlichte er seine erste CD-Aufnahme beim Label Soupir.

2012 wirkte Ivan Karizna bei Chamber Music Connects the World mit, wo er mit Gidon Kremer, Yuri Bashmet und Christian Tetzlaff auftrat. 2017 und 2019 nahm Ivan Karizna am Kronberg Academy Festival teil. Im Jahr 2018 war er aktiver Teilnehmer der Kronberg Academy Cello Meisterkurse, wo ihm das Boris Pergamenschikow-Stipendium verliehen wurde. Seit Oktober 2016 studiert er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wird ermöglicht durch das Dettmer/Storch-Patronat. Seit Oktober 2020 ist Ivan Karizna Fellow der Kronberg Academy.

Photo: Santiago Cañón Valencia

Bass

Alan Keary

Der in Limerick geborene Multi-Instrumentalist, Produzent und Streicher-Enthusiast Shunya alias Alan Keary war nicht nur Studiotechniker und Arrangeur für den Produzenten Mike Bennett (The Fall, Ian Brown, Emerson Lake und Palmer), er arbeitete auch mit Größen wie Intastella, Craig Gannon (The Smiths) und Nick McCabe (The Verve) zusammen.

Der in Limerick geborene Multi-Instrumentalist, Produzent und Streicher-Enthusiast Shunya alias Alan Keary war nicht nur Studiotechniker und Arrangeur für den Produzenten Mike Bennett (The Fall, Ian Brown, Emerson Lake und Palmer), er arbeitete auch mit Größen wie Intastella, Craig Gannon (The Smiths) und Nick McCabe (The Verve) zusammen.

Alan Keary ist der Sohn von Limerick-Gitarrenlegende und Produzent Dave Keary (Van Morrison), der seine Obsession für das Spielen und Produzieren von Musik weckte. Alan Kearys Arbeit umfasst Arrangements für traditionelles Quartett, große 32-köpfige Streichorchester oder improvisierte Ensemblestücke mit Elektronik und Violine, Bratsche, Cello oder Kontrabass. Er arbeitete mit Künstlern zusammen wie dem BBC Philharmonic Orchestra, Werkha (Tru Thoughts, Brownswood Bubblers) und Josephine Oniyama (Rubyworks), Mike Bennett, Neville Staples, John Cooper Clarke, Intastella, Jah Wobble, Craig Gannon, Nick McCabe, Brand New Heavies, Werkha oder der Live-Band DJ Yoda’s & Breakfast of Champions.

Shunyas Sound ist eine Verschmelzung von Einflüssen, die von seinem frühen musikalischen Hintergrund der klassischen Violine bis zu den Klängen der elektronischen Musikszene von Manchester reichen und seine hochkarätigen Fähigkeiten als Jazzbassist ergänzen. In seinen Live-Auftritte präsentiert er Arrangements vom Solo bis hin zur fünfköpfigen Band. Alan Keary tritt als dabei als Geiger, Bassist und Sänger auf, liefert aber auch Textur und Rückgrat mit Drumcomputern, Effekten und Samples durch Ableton liefert.

Manuel Lipstein © Suxiao Yang
Violoncello

Manuel Lipstein

Der 21-jährige Cellist und Komponist Manuel Lipstein wurde schon 2011 im Alter von nur zehn Jahren Jungstudent bei Prof. Katharina Deserno an der Musikhochschule Köln, wo er von 2015 bis 2019 sein Jungstudium bei Prof. Maria Kliegel fortsetzte.

Der 21-jährige Cellist und Komponist Manuel Lipstein wurde schon 2011 im Alter von nur zehn Jahren Jungstudent bei Prof. Katharina Deserno an der Musikhochschule Köln, wo er von 2015 bis 2019 sein Jungstudium bei Prof. Maria Kliegel fortsetzte. Seit Januar 2020 erhält er zudem Kompositionsunterricht bei Prof. Gerhard Müller-Hornbach; 2020 bis 2021 erhielt er Dirigierunterricht bei Prof. Vassilis Christopoulos. Weitere Inspiration erhält er auf Meisterkursen von Musiker*innen wie Martha Argerich, Leonid Gorokhov, Wolfgang-Emanuel Schmidt und Jens-Peter-Maintz.

Seine Reisen führen ihn nicht nur quer durch Europa, sondern auch in Länder wie Japan, China und Armenien. Er bespielt renommierte Säle wie die Elbphilharmonie Hamburg, die Kölner Philharmonie, den Herkulessaal München und die Beijing Concert Hall. Besondere künstlerische Erfahrungen machte Manuel Lipstein als Solist mit Orchestern wie dem WDR-Symphonieorchester und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Als Cellist überzeugt Manuel Lipstein die internationalen Jurys: Er erhielt den Premier Grand Prix beim "Concours Flame“ in Paris, den ersten Preis und Sonderpreis beim "Concours de Violoncelle Prix Edmond Baert“ in Brüssel und wurde mit dem "WDR 3 Klassikpreis der Stadt Münster" ausgezeichnet. Außerdem ist er Preisträger bei der "Antonio Janigro Competition" in Kroatien und beim "Karl-Friedrich-Dotzauer-Wettbewerb" in Dresden. Als jüngster Teilnehmer überhaupt wurde er Finalist bei "TONALi“ in Hamburg, erhielt den dritten Preis und wurde in die TONALiSTEN-Agentur aufgenommen.

Förderungen erhält er von der Deutschen Stiftung Musikleben und von der Heinrich-Böll-Stiftung; sein Studium wird ermöglicht durch das Dr. Rainer und Christel Stoll-Stipendium.

Das Interpretieren von bestehendem Repertoire reicht dem 21-jährigen Künstler aber nicht: Die eigenen musikalischen Gedanken in Kompositionen zu verwandeln ist für Manuel Lipstein die perfekte Ergänzung zum Cellospiel. Seine Werke erklingen europaweit, unter anderem beim AchtBrücken-Festival in Köln, beim BTHVN-Festival in Bonn, und beim Aurora-Festival in Schweden; sowie als Pflichtstücke beim ERPS-Wettbewerb in Bozen. Er erhielt Landes- und Bundespreise bei "Jugend Komponiert“, wurde mehrfach im Hessischen Rundfunk ausgestrahlt und erhielt einen Kompositionsauftrag der Neuen Lausitzer Philharmonie. Seine Kompositionen sind bei den Editionen Walhall (Magdeburg) und Musica Ferrum (London) veröffentlicht.

Manuel Lipstein nahm 2018 an den Cello Meisterkursen der Kronberg Academy teil. 2022 wirkte er beim Chamber Music Connects the World mit. Seit Oktober 2019 studiert er an der Kronberg Academy in der Klasse von Frans Helmerson. Das Studium wird ermöglicht durch das Dr. Rainer und Christel Stoll-Patronat.

Photo: Suxiao Yang

Riccardo Minasi © Julien Mignot
Dirigent

Riccardo Minasi

Riccardo Minasi ist Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, Artist in Residence des Ensembles Resonanz an der Elbphilarmonie Hamburg sowie regelmäßiger Gastdirigent des Orchesters „La Scintilla“ am Opernhaus Zürich.

Riccardo Minasi ist Chefdirigent des Mozarteumorchesters Salzburg, Artist in Residence des Ensembles Resonanz an der Elbphilarmonie Hamburg sowie regelmäßiger Gastdirigent des Orchesters „La Scintilla“ am Opernhaus Zürich. Zu seinen kommenden Engagements zählen Gastdirigate bei der Staatskapelle Dresden, dem Concertgebouw Orchestra Amsterdam, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Swedish Radio Symphony Orchestra, dem Teatro Carlo Felice Genova, dem Orchestra of the Age of Enlinghtenment, dem Netherlands Chamber Orchestra, dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Scottish Chamber Orchestra, dem Orchestra della Svizzera Italiana und dem Orchestre National de Belgique.

In den letzten Jahren hat er zahlreiche Orchester und Ensembles geleitet, u.a. das Tokyo Metropolitan Orchestra, das Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt, das City of Birmingham Symphony Orchestra, die NDR Radiophilharmonie Hannover, die Academy of Ancient Music, das Konzerthausorchester Berlin, die Zürcher Philhamonia, das Orchestre National de Lyon, das Orchestre de Chambre de Lausanne, das London Chamber Orchestra, das Australian Brandenburg Orchestra, das Baseler Kammerorchester, das Concerto Köln, das Philharmonische Staatsorchester Hamburg, das Los Angeles Chamber Orchestra, das Orquestra Sinfónica Portuguesa, das Orchester “Casa da Música Porto“, das Stavanger Symfoniorkester, das Portland Baroque Orchestra, „L’Arpa Festante“, das Attersee- Akademie Orchester, „Il Complesso Barocco“, das Orquesta Barroca de Sevilla, das Recreation Orchester Graz, das Potsdamer Kammerorchester und das Helsinki Baroque Orchestra. Mit letzterem verband ihn eine dauerhafte Zusammenarbeit als „Associate Conductor“ von 2008 bis 2011.

Seine jüngsten Opernengagements führen ihn an verschiedene Häuser, darunter „Les Pêcheurs de perles“ bei den Salzburger Festspielen; „Don Giovanni“, “Die Entführung aus dem Serail“, „Orlando Paladino“, “ Il Matrimonio Segreto“, „Il Pirata“, “Il Viaggio a Reims“, “Il turco in Italia” und Ballette von Christian Spuck zu Musik von Schnittke, Schumann und Monteverdi am Opernhaus Zürich; „Iphigénie en Tauride“, “Alcina“, “Le Nozze di Figaro” und “Agrippina” an der Hamburger Staatsoper; “Carmen“ an der Opéra National de Lyon, “Rinaldo“ am Theater an der Wien sowie “Rodelinda” und “Le Nozze di Figaro“ an der Dutch National Opera.

Er hat als Solist und Konzertmeister mit einigen Orchestern zusammengearbeitet, hierzu zählen Le Concert des Nations unter Jordi Savall, l’Accademia Bizantina, Concerto Italiano, Il Giardino Armonico, Al Ayre Español, das Orchestra dell’Accademia Nazionale di S.Cecilia, und das Orquesta Sinfónica de Madrid. Auf Einladung von Kent Nagano trat er beim Knowlton Belcanto Festival (Canada) auf. Er wirkte außerdem beim Concerto Vocale und beim Ensemble 415 mit. Des Weiteren hat er mit Künstlern wie Joyce Di Donato, Plácido Domingo, Gianluca Cascioli, Juan Diego Flórez, Bryn Terfel, Veronika Eberle, Jean-Guhien Queyras, Ramón Vargas, Javier Camarena, Antoine Tamestit, Antje Weithaas, Mahan Esfahani, Albrecht Mayer, Reinhard Goebel, Alina Pogostkina, Nils Mönkemeyer, Katia und Marielle Labèque, Cecilia Bartoli, Viktoria Mullova, Jan Lisiecki, Edgar Moreau, Robert Levin, Rafał Blechacz, Gautier Capuçon, Iveta Apkalna, Christophe Coin und Philippe Jarrousky konzertiert.

Zusammen mit Maurizio Biondi hat er 2016 die kritische Ausgabe von Bellinis “Norma“ bei Bärenreiter herausgegeben. 2012 bis 2015 war er Mitbegründer und musikalischer Leiter des Ensembles „Il Pomo d’Oro“. 2004 bis 2010 hat er am Konservatorium „Vincenzo Bellini” Palermo unterrichtet. Er hat Seminare, Meisterkurse und Unterricht in Violine, Kammermusik und historischer Aufführungspraxis gegeben, u.a. an der Juilliard School of Music New York, der Longy School of Music of Cambridge (USA), der Sibelius Academy Helsinki, der Hochschule für Musik Hannover, dem Antwerp Conservatory, der Chinese Culture University of Taipei (Taiwan), dem Opernhaus Zürich, der Kùks Residence (Tschechien), der Scuola di Musica di Fiesole, dem Sydney Conservatory (Australien), beim European Union Barock Orchester (EUBO). Beim Montréal Symphony Orchestra (Canada) war er als “historical advisor” tätig.

Seine Einspielungen wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, unter denen folgende zu erwähnen sind: Album “Rosenkranz Sonaten” Biber (Finalist des Midem Classical Award Cannes als Album des Jahres 2009), “Stella di Napoli” mit Joyce Di Donato (Diapason d’Or des Jahres 2015, BBC Music magazine Award, Grammophone Choice, Grammy Award Nomination 2015), “Agrippina” mit Ann Hallenberg (International Opera Award 2016), “Partenope” mit Philippe Jaroussky und Karina Gauvin (Grammophone Magazine – Aufnahme des Monats), “Catone in Utica”, “Giovincello” und “Haydn concertos” (Echo-Klassik-Preis 2016), Haydns „Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze” mit dem Ensemble Resonanz (Diapason d’Or des Jahres 2018), Konzerte für Violoncello von C.P.E.Bach mit Jean- Guhien Queyras (Diapason d’Or des Jahres 2019).

Photo: Julien Mignot

Mihaela Martin © Marco Borggreve
Violine

Mihaela Martin

Die gebürtige Rumänin Mihaela Martin zählt zu den herausragendsten Violinvirtuosen ihrer Generation.

Die gebürtige Rumänin Mihaela Martin zählt zu den herausragendsten Violinvirtuosen ihrer Generation. Im Alter von fünf Jahren erhielt sie von ihrem Vater ihren ersten Geigenunterricht. Später studierte sie bei Stefan Gheorghiu, einem Schüler von George Enescu und David Oistrach.

Mit 19 Jahren gewann Mihaela Martin den zweiten Preis beim Tschaikowsky Wettbewerb in Moskau, worauf weitere Hauptpreise in Montreal, Sion und Brüssel folgten. Die Auszeichnung mit dem 1.Preis beim Internationalen Violinwettbewerb in Indianapolis war der Beginn ihrer internationalen Karriere. Zu den wichtigsten Orchestern, mit denen sie konzertierte, zählen das BBC Symphony, das Royal Philharmonic und das Montreal Symphony Orchestra, sowie das Mozarteumorchester Salzburg und das Gewandhausorchester Leipzig. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Kurt Masur, Nikolaus Harnoncourt, Charles Dutoit und Neeme Järvi. In der vergangenen Saison trat Mihaela Martin sowohl solistisch als auch bei Kammermusikfestivals in Italien, Norwegen, England, Frankreich, Israel, Deutschland, Griechenland, Rumänien und der Schweiz auf. Neben Daniel Austrich, Nobuko Imai und Frans Helmerson ist sie festes Mitglied des Michelangelo Streichquartetts, das sie 2003 mitbegründete.

Mihaela Martin ist Professorin an der Musikhochschule Köln und an der Haute Ecole de Musique in Genf und gibt Meisterkurse auf der ganzen Welt. Regelmäßig wird sie als Jurorin großer internationaler Wettbewerbe eingeladen, darunter Queen Elisabeth (Belgien), Indianapolis (USA), Enescu (Rumänien) und Tschaikowsky (Russland). Mihaela Martin unterrichtet seit 2013 in den Studiengängen der Kronberg Academy. Sie spielt eine Geige aus dem Jahre 1748 von J.B. Guadagnini.

Photo: Marco Borggreve

Seiji Okamoto © S.Ohsugi
Violine

Seiji Okamoto

Der Japaner Seiji Okamoto wurde 1994 geboren und begann mit drei Jahren mit dem Violinspiel. Zunächst studierte er an der Tokyo University of the Arts bei Kazuo Nakazawa, Gérard Poulet und Kazuki Sawa.

Der Japaner Seiji Okamoto wurde 1994 geboren und begann mit drei Jahren mit dem Violinspiel. Zunächst studierte er an der Tokyo University of the Arts bei Kazuo Nakazawa, Gérard Poulet und Kazuki Sawa. Weitere Impulse bekam er von Pierre Amoyal und Herwig Zack in dieser Zeit. Von 2017 bis 2019 studierte Seiji Okamoto in Berlin, wo er sein Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Antje Weithaas fortführte.

Seiji Okamoto gewann 2014 den ersten Preis und den Publikumspreis des Internationalen J. S. Bach Wettbewerbs in Leipzig und wurde damit zum ersten asiatischen Gewinner in der Kategorie Violine gekürt. 2016 wurde er mit dem zweiten Preis beim Internationalen Wienawski Violinwettbewerb in Poznan ausgezeichnet. 2021 gewann er den ersten Preis und den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerkes beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD.

Als Solist konzertierte er bereits mit Orchestern wie dem St. Petersburg State Academic Symphony Orchestra, der NFM Philharmonia Wroclawska, dem Opole Symphony Orchestra, dem Łódź Philharmonic Orchestra, dem Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, den New Japan Philharmonics, dem Nagoya Philharmonic Orchestra, dem Sendai Philharmonic Orchestra und dem Orchesterensemble Kanazawa.

Außerdem nahm er an bekannten Musikfestivals teil, darunter das Bachfest 2015, La folle journée au Japon 2015 und 2017, das Musica Mundi Festival 2017 und das Wienawski Festival.

Seiji Okamoto nahm 2017 an den Geigen Meisterkursen der Kronberg Academy teil und trat 2019 beim Kronberg Academy Festival auf. Seit Oktober 2019 studiert er dort bei Antje Weithaas. Das Studium wird ermöglicht durch die Gingko Foundation.

Photo: S. Ohsugi

Sang Hyeok Park
Violoncello

Sang Hyeok Park

Sang Hyeok Park wurde 2004 in Südkorea geboren. 2016 erhielt er Cello-Unterricht am Korea National Institute for the Gifted in Arts und studierte daraufhin an der Korean National University of Arts und an der Yewon Arts University.

Sang Hyeok Park wurde 2004 in Südkorea geboren. 2016 erhielt er Cello-Unterricht am Korea National Institute for the Gifted in Arts und studierte daraufhin an der Korean National University of Arts und an der Yewon Arts University. Er ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein. Sang Hyeok Park gewann mehrere nationale und internationale Wettbewerbe, darunter 2017 den Sonderpreis bei der „Peace Broadcasting Music Competition“, 2018 gewann er den ersten Preis bei der „Ewha & Kyungyang Newspaper Company Music Competition“ und war erstmals aktiver Teilnehmer bei den Cello Meisterkursen der Kronberg Academy. 2021 gewann er erste Preise beim Strad Musikwettbewerb und den Shinhan Music Awards. 2022 erhielt er zudem den ersten Preis bei der „Joong-Ang Music Competition” Korea und gewann den Grand Prix bei „David Popper IX International Cello Competition“ in Várpalota, Ungarn.
Thimoty Ridout © Kaupo Kikkas
Viola

Timothy Ridout

Der britische Bratschist Timothy Ridout begann sein Musikstudium bei Martin Outram an der Royal Academy of Music in London, wo er 2016 seinen Abschluss mit Auszeichnung für hervorragende Leistungen erwarb.

Der britische Bratschist Timothy Ridout begann sein Musikstudium bei Martin Outram an der Royal Academy of Music in London, wo er 2016 seinen Abschluss mit Auszeichnung für hervorragende Leistungen erwarb. Im selben Jahr wurde er als erster britischer Bratschist mit dem ersten Preis des Internationalen Lionel Tertis Violawettbewerbs ausgezeichnet. Weitere Wettbewerbserfolge konnte er mit ersten Preisen 2014 beim Internationalen Cecil Aronowitz Violawettbewerb und 2015 beim Internationalen Windsor Streicherwettbewerb verzeichnen. Hinzu kommt ein Sonderpreis beim Internationalen Max Rostal-Wettbewerb im Jahr 2015.

Neben zahlreichen Engagements mit namhaften Orchestern, wie der Rotterdamer Streicherphilharmonie und der Philharmonie Baden-Baden, führten ihn Auftritte zu internationalen Kammermusikfestivals wie dem Kissinger Sommer, der Schubertiade Hohenems und dem Next Generation Festival Bad Ragaz. Zudem besuchte er Meisterkurse bei Lawrence Power, Maxim Rysanov, Hartmud Rohde und Thomas Riebl. Von 2011 bis 2014 war er Mitglied des Celan Quartetts.

Timothy Ridout spielt auf einer Bratsche von Pergerino di Zanetto von 1565-75, welche ihm von der Beare’s International Violin Society zu Verfügung gestellt wird.

2017 und 2019 wirkte er beim Kronberg Academy Festival mit. 2018 musizierte er bei Chamber Music Connects the World an der Seite von Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Steven Isserlis and Sir András Schiff. Von 2016 bis 2019 studierte Timothy Ridout an der Kronberg Academy bei Nobuko Imai. Das Studium wurde ermöglicht durch das Lutz Raettig-Patronat.

Photo: Kaupo Kikkas

Michael Song
Violoncello

Michael Song

Michael Song, 2000 in Kanada geboren, konzertierte bereits in der Koerner Hall, der Carnegie Hall und der Harris Hall beim Aspen Music Festival sowie an Orten in Lissabon, Montreal und New York und trat an der Seite von Künstlern wie Pedja Mužijević, Martin Beaver und Charles Neidich auf.

Michael Song, 2000 in Kanada geboren, konzertierte bereits in der Koerner Hall, der Carnegie Hall und der Harris Hall beim Aspen Music Festival sowie an Orten in Lissabon, Montreal und New York und trat an der Seite von Künstlern wie Pedja Mužijević, Martin Beaver und Charles Neidich auf. Er wurde stark von der Zusammenarbeit mit Gary Hoffman geprägt. Derzeit absolviert Michael Song sein Master-Studium an der Colburn School, Los Angeles, bei Clive Greensmith. Zuvor erhielt er Unterricht bei Hans Jørgen Jensen und Andrés Díaz in Toronto, wo er durch Auszeichnungen der Temerty Foundation und der Hnatyshyn Foundation Förderung erhielt. Weiteren Einfluss auf seine künstlerische Laufbahn erhielt er durch Lynn Harrell, Wolfgang Emanuel Schmidt und Richard Aaron. Er ist neben seiner solistischen Erfahrung intensiver Kammermusiker. 2022 hatte er bereits Auftritte mit Künstlern wie Pedja Mužijević, Martin Beaver und Charles Neidich. Michael Song spielt auf einem Violoncello von Domenico Montagnana aus dem Jahr 1723 und führt einen Bogen von Jean Pierre Marie Persoit.
Axel Schlosser © Ben Knabe
Trompete

Axel Schlosser

Axel Schlosser, geboren am 18. September 1976 in Aalen, ist ein deutscher Trompeter und Komponist des Modern Jazz.

Axel Schlosser, geboren am 18. September 1976 in Aalen, ist ein deutscher Trompeter und Komponist des Modern Jazz.

Schlosser, der in Oberkochen aufwuchs, wurde sehr früh durch seinen älteren Cousin zur Musik gebracht: Dieser spielte Klarinette und Saxophon im örtlichen Musikverein sowie in einer Dixieland-Band. Daher beschäftigte sich Schlosser bereits im Kindesalter mit New Orleans Jazz und Blasmusik. Zunächst erhielt er mit sechs Jahren Unterricht auf der Blockflöte; später kam die Klarinette hinzu. Im Alter von 12 Jahren wechselte er zum Flügelhorn, auf das er sich dann konzentrierte. 1994 wurde er Mitglied des Bujazzo unter Peter Herbolzheimer, dem er bis 1998 angehörte; parallel spielte er auch in dem von Bernd Konrad geleiteten JugendJazzorchester Baden-Württemberg. Nach dem Abitur mit Musikpreis am Schiller-Gymnasium in Heidenheim an der Brenz studierte er von 1997 bis 2001 Jazz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim. Während des Studium gehörte er als Lead-Trompeter dem von Albert Mangelsdorff geleiteten Deutsch-Französischen Jazz Ensemble an.

Nach dem Studium war er zwei Jahre lang bei der Stadt München angestellt, wo er im Projekt „Musik als Hauptfach“ an einer Realschule unterrichtete. Daneben war er als Mitgründer und Mitglied des Quintetts L 14, 16 tätig, dem auch der Saxophonist Steffen Weber, der Pianist Rainer Böhm, der Bassist Arne Huber und der Schlagzeuger Lars Binder angehörten. Die ersten beiden Alben der Formation wurden jeweils mit dem Vierteljahrespreis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Seit 2002 ist er Mitglied der hr-Bigband; daneben leitet er eigene Gruppen.

Schlosser spielte weiter mit dem Sunday Night Orchestra, der Al Porcino Bigband, der Bobby Burgess Bigband Explosion, dem Summit Jazz Orchestra, der SWR-Bigband, RIAS Big Band, Orchester Hugo Strasser, Peter Herbolzheimers Rhythm Combination & Brass, der Bigband Bremen, der Ed Partyka Bigband, dem Mannheim Jazz Orchestra, dem Glenn Miller Orchestra unter Wil Salden und der Frankfurt Jazz Bigband. Auch gehörte er zu den Combos von Charly Antolini, Max Greger, Max Greger jr. Quintett, Mariette’s Motion Club, der Louis Armstrong Revival Band, den European Swing Stars, Windstärke 4 oder Band in the Box. In den letzten Jahren konzentrierte er sich verstärkt auf Komposition. Auch lehrte er an den Musikhochschulen in Frankfurt und Mainz.

Photo: Ben Knabe

Andras Schiff © Birgitta Kowsky
Klavier

Sir András Schiff

Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest bei Prof. Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort.

Sir András Schiff wurde 1953 in Budapest geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt er im Alter von fünf Jahren bei Elisabeth Vadász. Später setzte er sein Studium an der Franz-Liszt-Akademie in Budapest bei Prof. Pál Kadosa, György Kurtág und Ferenc Rados sowie bei George Malcolm in London fort.

Ein wichtiger Teil seiner Tätigkeit sind Klavierabende, und da im Besonderen die zyklischen Aufführungen der Klavierwerke von Bach, Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Chopin, Schumann und Bartók. Seit 2004 hat Sir András Schiff in mehr als 20 Städten den kompletten Zyklus sämtlicher Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven in chronologischer Reihenfolge aufgeführt. Deren Live-Mitschnitte aus der Zürcher Tonhalle auf CD (ECM) erhielten höchste Auszeichnungen. Für seine Einspielung „Geistervariationen“ mit Werken von Robert Schumann (ECM) erhielt Sir András Schiff den International Classical Music Award 2012 in der Kategorie „Solo Instrument. Recording of the year“. Seine jüngste Einspielung, die im Herbst 2017 erschien, eine Duo-CD zusammen mit seiner Frau Yuuko Shiokawa (Violine), ist Werken von J.S. Bach, F. Busoni und L. van Beethoven gewidmet.

Sir András Schiff tritt mit den meisten international bedeutenden Orchestern und Dirigenten auf. Einen Schwerpunkt setzt er auf die Aufführung der Klavierkonzerte von Bach, Mozart und Beethoven unter eigener Leitung. 1999 gründete er sein eigenes Kammerorchester, die «Cappella Andrea Barca», mit der er, wie auch mit dem Chamber Orchestra of Europe, als Dirigent und Solist eng zusammenarbeitet.

Seit früher Jugendzeit ist Sir András Schiff ein leidenschaftlicher Kammermusiker. Von 1989 bis 1998 leitete er die Musiktage Mondsee, ein Kammermusikfestival, das hohe internationale Anerkennung fand. Gemeinsam mit Heinz Holliger hatte er von 1995 bis 2013 die Künstlerische Leitung der Ittinger Pfingstkonzerte in der Kartause Ittingen, Schweiz, inne. Seit 1998 findet im Teatro Olimpico in Vicenza unter der Leitung von Sir András Schiff die Konzertreihe «Omaggio a Palladio» statt.

Sir András Schiff wurde mit mehreren internationalen Preisen ausgezeichnet. Er wurde im Juni 2006 für seinen ausserordentlichen Rang als Beethoven-Interpret durch die Wahl zum Ehrenmitglied des Beethoven-Hauses Bonn gewürdigt. Im September 2008 erhielt Sir András Schiff die Medaille der Wigmore Hall für sein dortiges 30jähriges musikalisches Wirken. Sir András Schiff ist ausserdem Träger des Robert-Schumann-Preises der Stadt Zwickau des Jahres 2011. Im Januar 2012 wurde dem Künstler die Goldene Mozart-Medaille der Internationalen Stiftung Mozarteum verliehen. Im darauf folgenden Juni erhielt er den „Orden pour le mérite für Wissenschaften und Künste“. Im selben Jahr wurde er zum Ehrenmitglied des Wiener Konzerthauses und zum „Special Supernumerary Fellow of Balliol College“ (Oxford, UK) ernannt. Sir András Schiff wurde 2012 das Grosse Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Für sein herausragendes musikalisches Schaffen erhielt er im Dezember 2013 in London mit der Goldmedaille der Royal Philharmonic Society die höchste Auszeichnung dieser Gesellschaft. Im Juli 2014 verlieh ihm die University of Leeds die Ehrendoktorwürde.

Im Frühjahr 2011 hat Sir András Schiff für Aufsehen gesorgt, als er öffentlich gegen die alarmierende politische Entwicklung in Ungarn Stellung bezog. Aus den teilweise beleidigenden Angriffen, denen er sich daraufhin von Seiten ungarischer Nationalisten ausgesetzt sah, hat Sir András Schiff die Konsequenz gezogen, in seiner Heimat keine Konzerte mehr zu geben.

Im Juni 2014 wurde er von Queen Elizabeth II für seine Verdienste für die Musik in den Adelsstand erhoben. Seit Dezember 2014 ist Sir András Schiff Ehrenbürger der Stadt Vicenza.

Im März 2017 erschien im Bärenreiter und Henschel-Verlag sein Buch „Musik kommt aus der Stille“ mit Essays und Gesprächen mit Martin Meyer.

Photo: Birgitta Kowsky

Michael Schneider © Patricia Truchsess
Dirigent

Michael Schneider

Mit einem Preis beim Internationalen ARD-Wettbewerb München begann Michael Schneider 1978 seine solistische Karriere als Blockflötist. 1979 war er Mitbegründer des bis heute bestehenden und konzertierenden Kammermusikensembles CAMERATA KÖLN.

Mit einem Preis beim Internationalen ARD-Wettbewerb München begann Michael Schneider 1978 seine solistische Karriere als Blockflötist. 1979 war er Mitbegründer des bis heute bestehenden und konzertierenden Kammermusikensembles CAMERATA KÖLN.
Seit 1988 leitet er als Dirigent sein Barockorchester „La Stagione Frankfurt”. Rund 100 CD-Aufnahmen aus den Bereichen Oper, Oratorium und Sinfonik sowie als Flötensolist dokumentieren seine Vielseitigkeit im Bereich der Historischen Interpretationspraxis.

Gastdirigate führten ihn u.a. mit der Capella Coloniensis, dem Händel Festspielorchester Halle/S. dem Israel Chamber Orchestra, den Bielefelder und Magdeburger Philharmonikern, den Bochumer Sinfonikern, dem Stuttgarter und dem Zürcher Kammerorchester zusammen, Opernproduktionen mit Werken von Händel, Hasse, Keiser, Monteverdi und Telemann leitete er u.a. an den Bühnen in Bielefeld, Magdeburg, Gießen, Osnabrück und Darmstadt sowie bei den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle/Saale.

1980 wurde Schneider als Professor an die UdK Berlin berufen; seit 1983 wirkt er an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt am Main, wo er das "Institut für Historische Interpretationspraxis" mit einem eigenen Masterstudiengang einrichtete.
Im Jahr 2000 wurde ihm der Telemann-Preis der Stadt Magdeburg für seine Verdienste um das Werk dieses Komponisten verliehen.

Photo: Patricia Truchsess

Ildikó Szabó © Zsofi Raffay
Violoncello

Ildikó Szabó

Die ungarische Cellistin Ildikó Szabó, 1993 in eine Musikerfamilie geboren, studierte von ihrem elften Lebensjahr an bei László Mező an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, während sie jeden Sommer von János Starker in Bloomington (Indiana, USA) unterrichtet wurde.

Die ungarische Cellistin Ildikó Szabó, 1993 in eine Musikerfamilie geboren, studierte von ihrem elften Lebensjahr an bei László Mező an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest, während sie jeden Sommer von János Starker in Bloomington (Indiana, USA) unterrichtet wurde. 2011 begann sie bei Jens Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin zu studieren und 2018 wurde sie Studentin von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Außerdem übernahm sie dort die Assistenz für dessen Klasse im Wintersemester 2019/20. 2014 gewann Ildikó Szabó den 2. Preis, den Publikumspreis und sieben Sonderpreise beim Internationalen Pablo Casals Cello Wettbewerb. Darüber hinaus ist sie Preisträgerin des Deutschen Musikwettbewerbs, des TONALi Grand Prix, des Internationalen Popper Wettbewerbs, des Internationalen Janigro Wettbewerbs und des Internationalen Liezen Wettbewerbs.

Als Solistin trat die Cellistin mit dem Budapest Festival Orchestra unter der Leitung von Iván Fischer auf sowie mit dem Ungarischen Rundfunkorchester, der Ungarischen Nationalphilharmonie, dem Franz Liszt Kammerorchester, dem Concerto Budapest, der Bohuslav Martinů Philharmonie, der Magdeburgische Philharmonie, und den Hamburger Symphonikern. 2019 debütierte sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und 2018 beim BBC at Hay Festival, beim Schleswig-Holstein Musik Festival und beim International Mendelssohn Festival. Frühere Festivalauftritte hatte sie beim Verbier Festival, bei den International Holland Music Sessions, beim Heidelberger Frühling, dem Krzyzowa Music Festival und dem Piatigorsky International Cello Festival in Los Angeles.

Ildikó Szabó trat in renommierten Konzertsälen wie dem Mariinsky Theater, dem Concertgebouw Amsterdam, der Elbphilharmonie, der Walt Disney Concert Hall und der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest auf. 2017 debütierte sie auf Einladung ihres Mentors Alfred Brendel beim Festival „Hommage á Brendel“ im Konzerthaus Berlin.

Ihre dritte CD hat sie der ungarischen Musik für Cello Solo gewidmet. Sie enthält Werke von Péter Eötvös und György Kurtág, sowie von Kodály, Ligeti und ihrem Großvater Csaba Szabó.

Ildikó Szabó ist Preisträgerin von Gautier Capuçons „Classe d'Excellence de Violoncelle“ an der Fondation Louis Vuitton und Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes. Sie spielt ein Antonio Sgarbi Cello (Rom 1894), das ihr großzügig von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.

Seit Oktober 2020 studiert Ildikó Szabó an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt und wird durch ein Stipendium der arteMusica-Stiftung gefördert. Das Studium wird ermöglicht durch das Christa Verhein-Patronat.

Photo: Zsofi Raffay

Christian Tetzlaff © Giorgia Bertazzi
Violine

Christian Tetzlaff

Christian Tetzlaff ist seit Jahren einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. Im Mai 2015 schrieb The Guardian nach seinem Beethoven-Violinkonzert mit dem London Symphony Orchestra unter Daniel Harding: „The greatest performance of the work I’ve ever heard“.

Christian Tetzlaff ist seit Jahren einer der gefragtesten Geiger und spannendsten Musiker der Klassikwelt. Im Mai 2015 schrieb The Guardian nach seinem Beethoven-Violinkonzert mit dem London Symphony Orchestra unter Daniel Harding: „The greatest performance of the work I’ve ever heard“.

Konzerte mit Christian Tetzlaff werden oft zu einer existenziellen Erfahrung für Interpret und Publikum gleichermaßen, altvertraute Stücke erscheinen plötzlich in völlig neuem Licht. Daneben lenkt er den Blick immer wieder auf vergessene Meisterwerke wie das Violinkonzert von Joseph Joachim, für das er sich erfolgreich stark gemacht hat, und versucht, gehaltvolle neue Werke wie das von ihm im Jahre 2013 uraufgeführte Violinkonzert von Jörg Widmann im Repertoire zu etablieren – er pflegt ein ungewöhnlich breites Repertoire und gibt rund 100 Konzerte pro Jahr.

Was den 1966 in Hamburg geborenen und inzwischen mit seiner Familie in Berlin lebenden Musiker so einzigartig macht, sind – neben seinem großen geigerischen Können – vor allem drei Dinge: Er nimmt den Notentext wörtlich, er versteht Musik als Sprache, und er liest die großen Werke als Erzählungen, die existenzielle Einsichten spiegeln. Was hier ganz selbstverständlich klingt, ist im Konzertalltag ein eher ungewöhnlicher Ansatz.

Wenn Christian Tetzlaff den Notentext so tief wie möglich zu erfüllen versucht – ohne Rücksicht auf die „Aufführungstradition“ und ohne sich die oft üblichen geigentechnischen Erleichterungen zu gönnen –, dann zeigen sich die altbekannten großen Werke oft in neuer Klarheit und Schärfe. Als Geiger versucht Tetzlaff hinter dem Werk zu verschwinden – und das macht seine Interpretationen paradoxerweise sehr individuell.

Zum Zweiten „spricht“ Christian Tetzlaff mit seiner Geige, sein Spiel umfasst, wie die menschliche Sprache, eine große Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten und ist nicht allein auf Wohlklang und virtuosen Glanz ausgerichtet.

Vor allem aber versteht er die Meisterwerke als Geschichten, die von zentralen Erfahrungen handeln. In ihrer Musik haben die Komponisten intensivste Gefühle, höchstes Glück und tiefste Krisen verarbeitet, und so begibt sich auch Christian Tetzlaff als Musiker in diese Grenzbereiche der Emotionen und der musikalischen Gestaltung. In vielen Stücken geht es um nichts Geringeres als um Leben und Tod. Das dem Publikum zu vermitteln, ist Christian Tetzlaffs Ziel.

Bezeichnenderweise hat Tetzlaff viele Jahre in Jugendorchestern gespielt, in Uwe-Martin Haiberg an der Musikhochschule Lübeck hatte er einen Lehrer, für den die musikalische Interpretation der Schlüssel zur Geigentechnik war – nicht umgekehrt.

Bereits 1994 gründete Christian Tetzlaff sein eigenes Streichquartett, und bis heute liegt ihm die Kammermusik ebenso am Herzen wie seine Arbeit als Solist mit und ohne Orchester. Jedes Jahr unternimmt er mit dem Tetzlaff Quartett mindestens eine ausgedehnte Tournee, in der Saison 2019/2020 unter anderem in die Alte Oper Frankfurt, die Elbphilharmonie Hamburg, Philharmonie Berlin, Palais des Beaux Arts Bruxelles und Wigmore Hall London.

Das Tetzlaff Quartett wurde 2015 mit dem Diapason d’or ausgezeichnet; das Trio mit seiner Schwester Tanja Tetzlaff und dem Pianisten Lars Vogt wurde für den Grammy nominiert.

Für seine CD-Aufnahmen hat Christian Tetzlaff zahlreiche Preise erhalten, zuletzt den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik 2018, den Diapason d’or im Juli 2018 und den Midem Classical Award in 2017. Mit Spannung wird im Herbst 2019 bei Ondine die neue Einspielung der Violinkonzerte von Beethoven und Sibelius mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Robin Ticciati erwartet.

Ein besonderes Anliegen sind ihm seit jeher die Solo-Sonaten und Partiten von Bach, deren Aufnahmen er 2017 zum dritten Mal veröffentlichte. The Strad Magazin lobte diese Aufnahme als „aufmerksame und lebendige Antwort auf die Schönheiten der Bach‘schen Solowerke“.

Christian Tetzlaff spielt eine Geige des deutschen Geigenbauers Peter Greiner und unterrichtet regelmäßig an der Kronberg Academy.

Photo: Giorgia Bertazzi

Kristin Goltz
Violoncello

Kristin von der Goltz

Die Cellistin Kristin von der Goltz stammt aus einer weitverzweigten Musikerfamilie. Schon früh findet sie den Weg zur Alten Musik und wird eine der führenden deutschen Interpretinnen auf dem Barockcello.

Die Cellistin Kristin von der Goltz stammt aus einer weitverzweigten Musikerfamilie. Schon früh findet sie den Weg zur Alten Musik und wird eine der führenden deutschen Interpretinnen auf dem Barockcello. Gleichzeitig spielt sie international erfolgreich modernes Cello und gründet ihr Klaviertrio „Trio Vivente“. Sie studierte bei Christoph Henkel in Freiburg und William Pleeth in London, wo sie Mitglied bei New Philharmonia London unter dem damaligen Chefdirigenten Guiseppe Sinopoli war.

Von 1991 bis 2004 war Kristin von der Goltz Mitglied im Freiburger Barockorchester, mit dem sie zahlreiche CDs veröffentlichte und weltweite Konzertreisen unternahm. 2006 wurde sie Mitglied der Berliner Barock Solisten, einem Ensemble der Berliner Philharmoniker. Von 2009 bis 2011 war sie Solocellistin des Münchner Kammerorchesters. Sie ist regelmäßig als künstlerische Leiterin zu Gast beim norwegischen Orchester Barokkanerne Norwegian Barocke.

Als Dozentin war sie beim Internationalen Bohemia Festival Prag sowie an der Orchesterakademie in Mannheim tätig. Nach Lehraufträgen in München und Regensburg ist Kristin von der Goltz heute Professorin für Barockcello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt sowie an der Hochschule für Musik und Theater München. Die Cellistin veröffentlichte beim Label Raumklang vier bestens rezensierte Solo CDs mit Sonaten von Jakob Klein, Capricen von D‘all Abaco, Sonaten von Antoine Dard sowie Sonaten von Andrea Caporale und Johann Ernst Galliard.

Dominik Wagner © Daniel Delang
Kontrabass

Dominik Wagner

Der gebürtige Wiener begann mit fünf Jahren seine musikalische Ausbildung auf dem Cello und wechselte mit zehn Jahren auf den Kontrabass.

Der gebürtige Wiener begann mit fünf Jahren seine musikalische Ausbildung auf dem Cello und wechselte mit zehn Jahren auf den Kontrabass. Von 2009 bis 2015 hatte er Unterricht an der Wiener Musikuniversität bei Josef Niederhammer und Werner Fleischmann, derzeit studiert er bei Dorin Marc an der Musikhochschule Nürnberg.

Als Solist kann Dominik Wagner auf Auftritte in Asien, Südamerika und Europa zurückblicken. Er spielte u. a. mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem WDR Sinfonieorchester, dem Münchner Kammerorchester, den Brandenburger Symphonikern, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und der Rheinischen Philharmonie Koblenz.

2017 wurde Dominik Wagner mit dem ECHO Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstler ausgezeichnet. In diesem Jahr gewann er auch die International Double Bass Solo Competition der Bradetich Foundation, wodurch er 2018 eine Solo-CD aufnehmen und Konzerte sowie ein Rezital in der Carnegie Hall spielen wird. Auszeichnungen errang er außerdem beim ARD-Musikwettbewerb, beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen, beim Internationalen Osaka Wettbewerb, beim Internationalen Golden Bass Wettbewerb und etlichen weiteren. Dominik Wagner ist Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung und Mitglied bei Mutter ’s Virtuosi.

Photo: Daniel Delang

Ella Wimbiscus
Violoncello

Ella Wimbiscus

Ella Wimbiscus, 11 Jahre alt, studiert im sechsten Jahr mit einem Merit Scholarship am Music Institute of Chicago bei ihrer Mutter Sanghui Wimbiscus und bei Hans Jensen von der Bienen School of Music der Northwestern University.

Ella Wimbiscus, 11 Jahre alt, studiert im sechsten Jahr mit einem Merit Scholarship am Music Institute of Chicago bei ihrer Mutter Sanghui Wimbiscus und bei Hans Jensen von der Bienen School of Music der Northwestern University. Sie hat an Meisterkursen mit Lawrence Lesser, Lluis Claret, Natasha Brofsky und Michel Strauss teilgenommen. Im Alter von 8 Jahren gab Ella ihr Solo-Orchesterdebüt mit der Sinfonia da Camera (Illinois) und spielte bald darauf mit der Oistrakh Symphony of Chicago als Gewinnerin des DePaul Concerto Festivals 2020. Weitere Auszeichnungen und Soloauftritte mit Orchester folgten. Zu den jüngsten Wettbewerbserfolgen gehören der Erste Preis und der Sonderpreis für außergewöhnliche junge Talente bei der International Music Competition "Grand Prize Virtuoso“ und der Gewinn des Internationalen Musikwettbewerbs von Chicago 2021. Ella erhielt ein Vollstipendium für die Teilnahme am Orford Music Festival in Orford, Quebec, 2020. Zusammen mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester, die beide Cellistinnen sind, bringt sie gerne Musik zu den Menschen.
Tabea Zimmermann © Marco Borggreve
Viola

Tabea Zimmermann

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit.

Tabea Zimmermann gehört zu den beliebtesten und renommiertesten Interpreten unserer Zeit. Mit der Verleihung des internationalen Ernst von Siemens Musikpreises 2020, den Residencies beim Royal Concertgebouw Orchestra, bei den Berliner Philharmonikern sowie in der aktuellen Saison beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, erfährt Tabea Zimmermann größte Anerkennung für ihren kompromisslosen Qualitätsanspruch und ihren unermüdlichen Enthusiasmus, mit dem sie ihr Verständnis der Werke und ihre Liebe zur Musik ihrem Publikum vermittelt. Zuhörer und musikalische Partner schätzen an ihr sowohl ihr tiefes musikalisches Verständnis und die Natürlichkeit ihres Spiels als auch ihre charismatische Persönlichkeit. Auch in der Arbeit mit Orchestern orientiert sie sich stets an ihrem kammermusikalisch geprägten Ideal, bei dem die künstlerische Integrität im Vordergrund steht.

Als Solistin arbeitet sie regelmäßig mit den weltweit bedeutendsten Orchestern wie dem Orchestre de Paris, dem London Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic Orchestra und der Tschechischen Philharmonie. Sie hat in den vergangenen Spielzeiten Residencies in Weimar, Luxemburg, Hamburg, bei den Bamberger Symphonikern, beim Helsinki Philharmonic, bei der Frankfurter Museums-Gesellschaft und beim Festival de Granada gestaltet; ihre enge Zusammenarbeit mit dem Ensemble Resonanz, bei dem sie zwei Jahre als Artist-in-Residence wirkte, setzt sie auch weiterhin fort. Seit 2022 ist sie neue Künstlerische Partnerin des Saint Paul Chamber Orchestra.

Neben der Residency beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zählt eine Tournee mit den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Kirill Petrenko mit den Stationen Salzburg, Luzern und BBC Proms, zu den Höhepunkten der Saison 2022/2023. Im Kammermusikbereich ist sie unter anderem mit Studierenden der Kronberg Academy, im Duo mit Kirill Gerstein, im Trio mit Jörg Widmann und Dénes Várjon sowie bei der von ihr gestalteten Kammermusikwoche auf Schloss Elmau erleben.

Tabea Zimmermann hat das Interesse vieler zeitgenössischer Komponisten für die Bratsche geweckt und zahlreiche neue Werke in das Konzert- und Kammermusikrepertoire eingeführt. Im April 1994 brachte sie erstmalig die ihr gewidmete Sonate für Viola solo von György Ligeti zu Gehör. Ihre Interpretation des Werkes, das sie anschließend in London, Paris, Jerusalem, Amsterdam und Japan spielte, fand euphorischen Anklang bei Publikum und Presse. Seitdem hat sie auch Heinz Holligers Recicanto für Viola und Orchester, das Bratschenkonzert Nr. 2 Über die Linie IV von Wolfgang Rihm, Monh von Georges Lentz, Notte di pasqua von Frank Michael Beyer, das Doppelkonzert von Bruno Mantovani mit Antoine Tamestit und, gemeinsam mit dem Ensemble Resonanz, Enno Poppes Filz uraufgeführt. Der Uraufführung von Michael Jarrells Bratschenkonzert beim Festival Musica Strasbourg 2017 mit dem Orchestre National des Pays de la Loire unter Pascal Rophé folgten weitere Aufführungen des Stückes mit den Wiener Symphonikern unter Ingo Metzmacher, dem Orchestre de la Suisse Romande unter Pascal Rophé und dem Konzerthausorchester Berlin unter Mario Venzago. 2020 hob sie Wolfgang Rihms Stabat Mater gemeinsam mit Christian Gerhaher beim Musikfest Berlin sowie bei der br-Konzertreihe musica viva aus der Taufe; 2022 Mauricio Sotelos Cantes antiguos del Flamenco beim Festival de Granada.

Insgesamt dokumentieren rund 50 CDs, die unter anderem bei Harmonia Mundi, EMI, Teldec und der Deutschen Grammophon erschienen sind, Tabea Zimmermanns musikalisches Schaffen. Nach dem Erfolg ihrer 2009 bei myrios classics erschienen Solo-CD mit Werken von Reger und Bach, für das sie mit einem Echo Klassik als Instrumentalistin des Jahres ausgezeichnet wurde, brachte das Label inzwischen drei weitere Alben gemeinsam mit den Pianisten Kirill Gerstein und Thomas Hoppe heraus. Das Hindemith-Jahr 2013 nahm Tabea Zimmermann als Anlass, eine hochgelobte Gesamteinspielung aller Bratschenwerke von Paul Hindemith vorzulegen. Bei Ars Musici liegt eine Aufnahme des Konzertes im Beethoven-Haus Bonn vor, bei dem sie, begleitet von Hartmut Höll, auf Beethovens eigener Bratsche spielt. Die beim Label Harmonia Mundi erschienenen hochgelobten Aufnahmen des Arcanto Quartetts mit Daniel Sepec, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras umfassen Werke von Bartók, Brahms, Ravel, Dutilleux, Debussy, Schubert und Mozart. Im Jahr 2020 veröffentlichte sie „Cantilena“ mit dem Pianisten Javier Perianes bei harmonia mundi sowie ihre zweite Solo-CD mit Werken von J.S. Bach und György Kurtág bei myrios, im Jahr 2021 erschienen Werke von Enno Poppe mit dem Ensemble Resonanz bei wergo sowie von Michael Jarrell, Brett Dean und J.S. Bach bei BIS Records.

Für ihr künstlerisches Wirken ist Tabea Zimmermann sowohl in Deutschland als auch im Ausland mehrfach ausgezeichnet worden, jüngst mit dem internationalen Ernst von Siemens Musikpreis 2020. Weiterhin wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz, dem Frankfurter Musikpreis, dem Hessischen Kulturpreis, dem Rheingau Musikpreis, dem Internationalen Preis der Accademia Musicale Chigiana in Siena, dem Paul-Hindemith-Preis der Stadt Hanau und als Künstlerin des Jahres der ICMA International Classical Music Awards 2017 geehrt. Seit 2013 ist Tabea Zimmermann Stiftungsratsmitglied der Hindemith-Stiftung. Ihre Amtszeit als Vorstandsvorsitzende des Vereins Beethoven-Haus Bonn (2013-2020) gipfelte 2020 anlässlich des Beethoven-Jubiläums in einem dreiwöchigen Festival mit der fast vollständigen Aufführung der Kammermusik von Beethoven.

Tabea Zimmermann erhielt im Alter von drei Jahren ihren ersten Bratschenunterricht, zwei Jahre später begann sie mit dem Klavierspiel. An ihre Ausbildung bei Ulrich Koch an der Musikhochschule Freiburg schloss sich ein kurzes, intensives Studium bei Sándor Végh am Mozarteum in Salzburg an. Eine Reihe von Wettbewerbserfolgen krönte ihre Ausbildung, darunter erste Preise bei den internationalen Wettbewerben in Genf 1982, in Budapest 1984 und beim Wettbewerb „Maurice Vieux" in Paris 1983. Dort erhielt sie als Preis eine Bratsche des zeitgenössischen Geigenbauers Etienne Vatelot, auf der sie seitdem spielte. 2019 wechselte sie auf ein maßgefertigtes Instrument des Geigenbauers Patrick Robin. Ab 1987 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 konzertierte sie regelmäßig mit ihrem Ehemann David Shallon. Sie lebt in Berlin und hat drei fast erwachsene Kinder. Professuren hatte Tabea Zimmermann bereits an der Musikhochschule Saarbrücken und an der Frankfurter Hochschule für Musik inne; seit Oktober 2002 ist sie Professorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“.

Photo: Marco Borggreve

hr-Sinfonieorchester © Ben Knabe
Orchester

hr-Sinfonieorchester

Das hr-Sinfonieorchester, 1929 als eines der ersten Rundfunk-Sinfonieorchester Deutschlands gegründet, meistert erfolgreich den Spagat zwischen der Traditionspflege und den Herausforderungen eines modernen Spitzenorchesters.

Das hr-Sinfonieorchester, 1929 als eines der ersten Rundfunk-Sinfonieorchester Deutschlands gegründet, meistert erfolgreich den Spagat zwischen der Traditionspflege und den Herausforderungen eines modernen Spitzenorchesters. Konzertangebote mit unterschiedlichem stilistischem Fokus, in denen große Sinfonik auf Alte Musik und Gegenwartsmusik trifft, wie zahlreiche Projekte auch für junge Konzertbesucher markieren sein aufgeschlossenes künstlerisches Profil.

Mit internationalen Gastspielen und preisgekrönten CD-Produktionen genießt das Orchester als Frankfurt Radio Symphony zugleich weltweit einen hervorragenden Ruf. Regelmäßige Konzertreisen nach Asien sind ebenso selbstverständlich wie die Präsenz auf bedeutenden europäischen Konzertpodien. Für seine hervorragenden Bläser, seine kraftvollen Streicher und seine dynamische Spielkultur berühmt, steht das hr-Sinfonieorchester mit seinem Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada heute gleichermaßen für musikalische Exzellenz wie für ein interessantes und vielseitiges Repertoire.

Bekannt geworden durch Maßstäbe setzende Einspielungen der romantischen Literatur, zählt das hr-Sinfonieorchester Frankfurt seit Jahrzehnten zu den international führenden Mahler- und Bruckner-Orchestern – eine Tradition, die vom langjährigen Chefdirigenten Eliahu Inbal über seine Nachfolger Dmitrij Kitajenko und Hugh Wolff ausstrahlte bis hin zur vielbeachteten Arbeit von Paavo Järvi, dem heutigen »Conductor Laureate« des hr-Sinfonieorchesters.

Photo: Ben Knabe

La Stagione Frankfurt © Marco Borggreve
Orchester

Barockorchester La Stagione & Friends

Das Ensemble gastierte in zahlreichen berühmten Konzertsälen und bei international renommierten Festivals, darunter Concertgebouw Amsterdam, Festival Oude Muziek Utrecht, Konzerthaus und Musikverein Wien, Alte Oper Frankfurt, Palau de la Música Barcelona, Palais des Beaux-Arts Brüssel, Würzburger Mozartfest, Scala di Milano etc.

Das Ensemble gastierte in zahlreichen berühmten Konzertsälen und bei international renommierten Festivals, darunter Concertgebouw Amsterdam, Festival Oude Muziek Utrecht, Konzerthaus und Musikverein Wien, Alte Oper Frankfurt, Palau de la Música Barcelona, Palais des Beaux-Arts Brüssel, Würzburger Mozartfest, Scala di Milano etc. Es kann auf momentan 53 CD-Produktionen zurückblicken. Das bislang letzte Großprojekt war eine Einspielung von Suiten und Divertimenti aus Telemanns Spätwerk im Juni 2021.

La Stagione Frankfurt arbeitete mit zahlreichen renommierten Sängern zusammen, wie z.B. Simone Kermes, Ana-Maria Labin, Nuria Rial und Emma Kirkby, Julia Kirchner, Georg Poplutz, Klaus Mertens, Christoph und Julian Prégardien, Markus Schäfer, Gotthold Schwarz. Es begleitete darüber hinaus Instrumentalsolisten wie Steven Isserlis, Nils Mönkemeyer, Kristin von der Goltz, Sergio Azzolini und Reinhold Friedrich. Daneben gab es Kooperationen mit Schauspielern wie Dominique Horwitz. La Stagione Frankfurt verfügt auch in den eigenen Reihen über international bekannte Solisten und Solistinnen wie Karl Kaiser (Flöte), Sabine Bauer (Cembalo) oder Michael Schneider (Blockflöte), der häufig sowohl als Dirigent als auch als Solist in einem Programm auftritt.

Photo: Marco Borggreve

Bar Avni Pallentin © Agnete Schlichtkrull
Dirigentin

Bar Avni

Bar Avni ist eine junge, gefeierte israelische Dirigentin und lebt in Deutschland. Sie ist die jüngste Preisträgerin und Stipendiatin des Internationalen Kurt-Masur-Instituts 2021, das zur Profilierung den Gewinnern Aufführungen mit der Oper Halle und Konzerte beim IMPULS-Festival in Nordrhein-Westfalen bietet.

Bar Avni ist eine junge, gefeierte israelische Dirigentin und lebt in Deutschland. Sie ist die jüngste Preisträgerin und Stipendiatin des Internationalen Kurt-Masur-Instituts 2021, das zur Profilierung den Gewinnern Aufführungen mit der Oper Halle und Konzerte beim IMPULS-Festival in Nordrhein-Westfalen bietet.

Bar Avni ist für mindestens drei Jahre die Chefdirigentin der Bayer-Philharmoniker, die erste Dirigentin in der 120-jährigen Geschichte des Orchesters. Sie dirigiert Konzerte in Leverkusen und anderen Städten in der Region Düsseldorf und Köln. Sie leitet dort sechs Programme pro Jahr, von denen einige an verschiedenen Orten wiederholt werden. Das Orchester wird von Bayer unterstützt. Ab 2021 ist Bar Avni Stipendiatin der renommierten Start Academy von Bayer-Kultur.

Ihr letztes Jahr umfasste Debüts als Dirigentin mit der Camerata Hamburg in der Elbphilharmonie, dem Orchester der Staatskapelle Halle und der Philharmonie Halbersadt im Rahmen des IMPULS Festivals sowie mit dem Israel Philharmonic in der Charles Bronfman Hall, Tel Aviv.
Nach einem Auftritt mit der Gstaad Conducting Academy des Yehudi Menuhin Festivals mit Maestro Jaap van Zweden und Professor Johannes Schläflie im Jahr 2018 wurde Avni für den Neeme Järvi-Preis nominiert und eingeladen, 2019 mit Manfred Honeck an die Academy zurückzukehren.

Ihr Debüt 2016 bei den Tiroler Festspielen Erl und der anschließende Preis beim Fitelberg-Dirigierwettbewerb Kattowitz, Polen, führten zu Konzerten mit der Sinfonia Varsovia und mehreren anderen polnischen Orchestern. Seitdem hat sie mit einer Vielzahl von Orchestern zusammengearbeitet, darunter das israelische Kammerorchester, das Juventus Symphony Orchestra, die Hamburger Symphoniker, die Magdeburger Philharmonie und mehrere andere in Deutschland und Österreich.

Bar Avni leitete die erfolgreiche Produktion der Kammeroper „Simplicius Simplicissimus“ von Karl A. Hartmann, einer gekürzten Version der Opera Fairy Queen von Henry Purcell und der deutschen Erstaufführung der chinesischen Kurzoper nach dem französischen Film „L 'Akkordeur'.

Bar Avni trat in ihrer frühen Karriere als klassische Perkussionistin in allen führenden Orchestern Israels auf und ist Schülerin von Yoav Talmi, Martin Sieghart und Ulrich Windfuhr. Anschließend war sie in der Saison 2013-14 als Assistenzdirigentin des Israel Chamber Orchestra unter Musikdirektor Yoav Talmi und in der Saison 2017-18 der Bergischen Symphoniker unter Musikdirektor Peter Kuhn tätig. Dort dirigierte und moderierte sie viele Open-Air- und Familienkonzerte mit großem Erfolg. In der Saison 2019/20 kehrte sie zurück, um mit dem Orchester aufzutreten.

Bar Avni ist in der Musikwelt über das Dirigieren hinaus aktiv. Sie wurde für das Fellowship „The Future of the Orchestral Culture“ ausgewählt, eine deutsch-amerikanisch-chinesische Zusammenarbeit, die sich regelmäßig mit prominenten Persönlichkeiten der Musikwelt trifft, um die Themen, Visionen und Einstellungen zu diskutieren, die die Welt der Orchester in Europa und Übersee prägen.

Photo: Agnete Schlichtkrull

Brannon Cho © Grittani Creative LTD
Violoncello

Brannon Cho

Der Cellist Brannon Cho, geboren in New Jersey, erhielt seinen Bachelorabschluss von der Henry and Leigh Bienen School of Music, an der er bei Hans Jørgen Jensen studierte. 2019 schloss er sein Studium bei Laurence Lesser am New England Conservatory mit dem Artist Diploma ab.

Der Cellist Brannon Cho, geboren in New Jersey, erhielt seinen Bachelorabschluss von der Henry and Leigh Bienen School of Music, an der er bei Hans Jørgen Jensen studierte. 2019 schloss er sein Studium bei Laurence Lesser am New England Conservatory mit dem Artist Diploma ab.

Brannon Cho ist erster Preisträger des renommierten Internationalen Paulo-Cellowettbewerbs 2018 und Preisträger des Queen Elisabeth Musikwettbewerbs 2017. Er gewann den zweiten Preis beim Internationalen Walter W. Naumburg Cellowettbewerb 2015 sowie den dritten Preis beim Internationalen Gaspar Cassadó Violoncellowettbewerb. 2020 wurde ihm der János Starker Foundation Award verliehen.

Brannon Cho trat als Solist mit vielen namhaften Orchestern auf, darunter das Helsinki Philharmonic Orchestra, das Minnesota Orchestra, das Tokyo Philharmonic Orchestra, die Brüsseler Philharmoniker und das Orchestre Philharmonique Royal de Liège. Hierbei durfte er mit weltbekannten Dirigenten wie Susanna Mälkki, Stéphane Denève und Christian Arming zusammenarbeiten.

Als Kammermusiker hat Brannon Cho die Bühne bereits mit Künstlern wie Christian Tetzlaff, Gidon Kremer und Joshua Bell geteilt. Zu seinen kammermusikalischen Auftritten gehören die Teilnahme am Marlboro Music Festival 2018, am Music@Menlo Festival, an der Verbier Festival Akademie und der Gstaad Festival Akademie. Darüber hinaus ist Brannon Cho Preisträger des CME International Performing Arts Grant 2015 und Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein.

Brannon Cho spielt auf einem Cello von Antonio Casini aus dem Jahr 1668 (Modena, Italien).

2012, 2014 und 2016 nahm er an den Cello Meisterkursen teil. 2016 spielte er zum Gedenken an das musikalische Schaffen Mstislav Rostropovichs bei der Verabredung mit Slava. 2016 nahm er außerdem als „Junior" an Chamber Music Connects the World teil und musizierte an der Seite von Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Steven Isserlis, Antje Weithaas und Mate Bekavac. Seit Oktober 2019 studiert er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wird ermöglicht durch das Gerhard und Dorothea Berssenbrügge-Patronat.

Photo: Grittani Creative LTD

Karolina Errera © Clara Evens
Viola

Karolina Errera

Auf der Bühne stehen und sich dem flüchtigen Moment in der Musik hingeben – dieses besondere Gefühl begleitet die Bratscherin Karolina Errera schon ein Leben lang: seit sie als Fünfjährige zum ersten Mal auf der Bühne stand bis hin zu ihrer Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, als Studentin der Kronberg Academy oder als Kammermusikpartnerin bei namhaften Festivals.

Auf der Bühne stehen und sich dem flüchtigen Moment in der Musik hingeben – dieses besondere Gefühl begleitet die Bratscherin Karolina Errera schon ein Leben lang: seit sie als Fünfjährige zum ersten Mal auf der Bühne stand bis hin zu ihrer Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern, als Studentin der Kronberg Academy oder als Kammermusikpartnerin bei namhaften Festivals.

Karolina Errera ist in einer dominikanisch-russischen Familie aufgewachsen, mit musikalischen Einflüssen aus aller Welt um sich herum. Das Musizieren war zunächst nur als Zeitvertreib nach den Schulaufgaben gedacht, hat sich aber schnell zu einer Leidenschaft entwickelt, die nicht mehr aus Karolinas Leben wegzudenken ist. Nach Abschluss ihres Studiums an der Musikschule bildete sich die Bratscherin im Rahmen ihres Bachelorstudiums an der Universität der Künste Berlin bei Wilfried Strehle weiter. Bis 2019 studierte sie bei Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, dann an der Kronberg Academy. Während ihrer Ausbildung weiß Karolina Errera die Unterstützung anderer Musikerinnen und Musiker zu schätzen, die sie auf der Suche nach ihrer eigenen musikalischen Stimme stets inspirieren. Karolina genießt es, ihre künstlerische Persönlichkeit in unterschiedlichen Formationen zu entfalten. Als Akademistin der Berliner Philharmoniker lernte sie, über sich hinauszuwachsen und Teil eines größeren Ganzen zu sein, ohne dabei sich selbst zu vergessen. In der Kammermusik fasziniert sie die Empfindlichkeit des gemeinsamen kreativen Moments und die direkte Kommunikation untereinander. Als Solistin möchte sie die Geschichten hinter den Musikstücken erzählen und dabei wieder und wieder auch mehr über sich selbst erfahren. Karolina Errera gewann zahlreiche Preise, unter anderem den bedeutenden Yuri-Bashmet- Wettbewerb und den 2. Preis beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen. Sie spielte bereits in Konzertsälen wie in Wigmore Hall London, dem Konzerthaus Berlin, Fondation Louis Vuitton oder der Berliner Philharmonie. Außerdem ist sie regelmäßig bei internationalen Festivals wie dem Verbier Festival, dem Moritzburg Festival, dem Krzyzowa Musikfestival zu Gast. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit vergisst die Bratscherin aber niemals ihr Ziel: Musik für alle zu spielen und jeden und jede einzuladen, mit ihr in die schillernde Welt der klassischen Musik einzutauchen. Die Bratsche ist dafür das perfekte Instrument, ihr Klang: „bittersweet“, schwärmt Karolina Errera.

Karolina Errera nahm 2014 am Kammermusikprojekt Chamber Music Connects The World teil und musizierte an der Seite von Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Kim Kashkashian und Steven Isserlis. 2020 war sie bei Mit Musik – Miteinander Dozentin. Seit Oktober 2019 studiert sie bei Tabea Zimmermann an der Kronberg Academy und wird durch ein Stipendium der arteMusica-Stiftung gefördert. Das Studium wird ermöglicht durch die Dr. Rolf M. Schwiete Stiftung.

Photo: Clara Evens

Amanda Forsyth © Cheryl Mazak
Violoncello

Amanda Forsyth

Die kanadische Cellistin Amanda Forsyth gilt als eine der international gefragtesten Solisten und Kammermusiker Nordamerikas.

Die kanadische Cellistin Amanda Forsyth gilt als eine der international gefragtesten Solisten und Kammermusiker Nordamerikas. Sie konzertierte mit Klangkörpern wie mit den Royal Philharmonic, Seoul Philharmonic und Israel Philharmonic Orchestra’s, dem Orchestra Radio de France, den Lissabons Gulbenkian, Toronto Symphony, Vancouver Symphony und dem Seoul Philharmonic Orchestra‘s. Bei mehreren Tourneen in Australien trat sie mit den Sydney, Perth und Adelaide Symphonies auf. Mit dem Orchester des Mariinsky Theaters unter der Leitung von Valery Gergiev trat sie mehrfach auf Tournee und in St. Petersburg auf. Ihr Debüt bei den Los Angeles Philharmonic wurde von Zubin Mehta dirigiert und in der Carnegie Hall trat sie erstmals mit dem Israel Philharmonic Orchestra auf.

Die Gewinnerin des renommierten Juno Awards ist Gründungsmitglied der Zukerman ChamberPlayers und Cellistin des Zukerman Trios. Konzerttourneen führten sie auf die großen Podien und Festivals aller fünf Kontinente, darunter das Miyazaki Festival in Japan, das Edinburgh Festival sowie Ravinia und Aspen. In der aktuellen Saison hat Amanda Forsyth Auftritte bei Chamber Music Sedona, Die 92. Straße Y in New York, bei der Detroit Chamber Music Society, dem Musikinstitut von Chicago und auf den Musikfestivals Savannah, Verbier und Tsinandalli .

Amanda Forsyth bringt regelmäßig Werke zeitgenössischer Komponisten zur Uraufführung, wie das Cellokonzerts „Electra Rising“, geschrieben von ihrem Vater Malcolm Forsyth, oder das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Avner Dormans, das für sie und ihren Ehemann Pinchas Zukerman geschrieben wurde.

Ihre zahlreichen CD-Veröffentlichungen bei den Labels Sony Classics, Naxos, Altara, Fanfare, ProArte und CBC umfassen Aufnahmen wie Schuberts „Trout“-Quintett mit den Zukerman ChamberPlayers und Yefim Bronfman sowie das Doppelkonzert von Brahms mit Pinchas Zukerman und dem National Arts Center Orchestra, das von Analekta Records veröffentlicht wurde.

Amanda Forsyth wurde in Südafrika geboren, wuchs in Kanada auf und begann im Alter von drei Jahren Cello zu spielen. Sie war Schülerin von William Pleeth in London und absolvierte später ihr Studium an der Juilliard School bei Harvey Shapiro. Ihr Violoncello stammt aus der Hand des Italieners Carlo Giuseppe Testore aus dem Jahr 1699.

Photo: Cheryl Mazak

Sara Ferrández © Clara Evens
Viola

Sara Ferrández

Sara Ferrández kam 1995 in Madrid in einer Musikerfamilie zur Welt und begann im Alter von drei Jahren, Bratsche zu spielen. Mit 13 Jahren wurde sie an die Escuela Superior de Música Reina Sofía aufgenommen. Nach Abschluss ihres Studiums dort erhielt sie das Juventudes Musicales Stipendium, um im Ausland zu studieren, sowie das Humboldt Wardwell-Stipendium. In Berlin setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Tabea Zimmermann fort.

Sara Ferrández kam 1995 in Madrid in einer Musikerfamilie zur Welt und begann im Alter von drei Jahren, Bratsche zu spielen. Mit 13 Jahren wurde sie an die Escuela Superior de Música Reina Sofía aufgenommen. Nach Abschluss ihres Studiums dort erhielt sie das Juventudes Musicales Stipendium, um im Ausland zu studieren, sowie das Humboldt Wardwell-Stipendium. In Berlin setzte sie ihr Studium an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin bei Tabea Zimmermann fort.

Mit sieben Jahren begann sie in den bekanntesten Konzertsälen Spaniens aufzutreten, wie dem Auditorio Nacional de Música in Madrid, dem Auditorio Príncipe Felipe in Oviedo und dem L'Auditori in Barcelona. Seitdem entwickelt sich ihre internationale Karriere mit Auftritten in Sälen wie der Berliner Philharmonie, der Elbphilharmonie, der Victoria Hall in Genf oder dem Großen Festspielhaus Salzburg. 2013 spielte sie als Solistin mit dem Sony Orchestra unter der Leitung von Frans Helmerson und kehrte 2014 an das Auditorio Nacional de Música in Madrid zurück.

Als leidenschaftliche Kammermusikerin wird Sara Ferrández häufig zu renommierten Festivals eingeladen, wie zum Beispiel dem Verbier Festival, dem Festival Musika-Música, dem Zagreb Chamber Music Festival oder dem Rolandseck Festival. Auch wurde sie von Anne-Sophie Mutter eingeladen, Teil ihres Ensembles "MutterVirtuosi" zu werden.

Seit Dezember 2019 ist Sara Ferrández Mitglied der Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Mitglied des West Eastern Divan Orchestra unter der Leitung von Maestro Daniel Barenboim.

Sara Ferrández spielt auf einer Bratsche von Stephan Peter Greiner aus dem Jahr 2015 und mit einem Bogen von Nicolas Léonard Tourte, der ihr von Stephan Jansen zur Verfügung gestellt wird.

2013 gab sie beim Kronberg Academy Festival ein Konzert. 2016 wirkte sie bei Chamber Music Connects the World mit, wo sie gemeinsam mit Gidon Kremer, Steven Isserlis, Christian Tetzlaff und Vilde Frang musizierte. Seit Oktober 2021 studiert sie an der Kronberg Academy bei Nobuko Imai, ermöglicht durch das Dorothea Neuhaus-Patronat.

Photo: Clara Evans

David Grottschreiber
Dirigent

David Grottschreiber

David Grottschreiber, geboren 1982 bei Hamburg, begann mit elf Jahren Posaune zu spielen. Von 2001 bis 2003 studierte er Jazzposaune an der Musikhochschule Hamburg und gehörte den Landesjugendjazzorchestern Niedersachsen und Hamburg an.

David Grottschreiber, geboren 1982 bei Hamburg, begann mit elf Jahren Posaune zu spielen. Von 2001 bis 2003 studierte er Jazzposaune an der Musikhochschule Hamburg und gehörte den Landesjugendjazzorchestern Niedersachsen und Hamburg an. Bis 2005 studierte er an der Hogeschool voor de Kunsten Rotterdam. In dieser Zeit war er Mitglied des Bundesjazzorchester unter Leitung von Peter Herbolzheimer, für das er auch Kompositionen schrieb. 2005 setzte er sein Studium in Jazzposaune und Komposition an der Musikhochschule Luzern fort und schloss 2008 mit Diplom ab.

2008 erhielt Grottschreiber den Luzerner Werkbeitrag; außerdem ist er Preisträger mehrerer internationaler Kompositionswettbewerbe, wie des BuJazzO Kompositionswettbewerbs 2010. Neben der Tätigkeit als Komponist, Arrangeur und Dozent ist David Grottschreiber als Ensembleleiter im In- und Ausland tätig, insbesondere mit dem Lucerne Jazz Orchestra. Außerdem wirkte er mit dem Sunday Night Orchestra, Jazzwerkstatt Bern, Big Band Fette Hup Hannover, Berlin Art Orchestra und dem Metropole Orkest. Er war als Kopist für Bob Brookmeyer tätig und spielte u. a. mit Ohad Talmor, Hayden Chisholm, Nils Wogram, Claudio Puntin und Oliver Leicht. Er komponierte u. a. eine Messe für Chor und Jazzorchester.

Grottschreiber unterrichtet am Institut für Jazz und Volksmusik der Hochschule Luzern Musiktheorie, Ensemblekurse Jazz und Jazz-Theorie.

Photo: David Grottschreiber

Luca Giovannini
Violoncello

Luca Giovannini

Der 2000 geborene Italiener Luca Giovannini studierte Cello bei Luca Simoncini am Konservatorium Francesco Vanezze in seiner Heimatstadt Rovigo und nahm an der Classe d’Excellence de Violoncelle bei Gauthier Capuçon teil. Weitere Erfahrungen und Impulse sammelte er durch Meisterkurse bei David Geringas, Lynn Harrell, Enrico Dindo und Marti Roussi.

Der 2000 geborene Italiener Luca Giovannini studierte Cello bei Luca Simoncini am Konservatorium Francesco Vanezze in seiner Heimatstadt Rovigo und nahm an der Classe d’Excellence de Violoncelle bei Gauthier Capuçon teil. Weitere Erfahrungen und Impulse sammelte er durch Meisterkurse bei David Geringas, Lynn Harrell, Enrico Dindo und Marti Roussi.

Seit 2011 hat er sich zahlreiche Auszeichnungen in verschiedenen nationalen und internationalen Wettbewerben erspielt, darunter der erste Preis des Johannes Brahms Wettbewerbs, der Grand Prix Salzburg, der Rising Star Berlin, der „Crescendo“ in Florence, der Città di Riccione, der Città di Forlì, der Città di Piove di Sacco, der Città di Giussano, der T.I.M. Paris, der Ibla Gran Prize Ragusa, der „Maura Giorgetti“ von der Philharmonie der Mailänder Scala, der Antonio Janigro in Kroatien, der „A. Zinetti“ Sanguinetto (VR), der Castel San Giovanni, der Grand Prix bei der International Music Competition London und der dritte Preis bei der Alice & Eleonora Schoenfeld String Competition Harbin.

Zu den Orten, an denen er aufgetreten ist, gehören das Museo Casa Barezzi Busseto, die Theaterphilharmonie in Berlin, das Mozarteum in Salzburg, die Oper in Harbin (China), das Salone dei Cinquecento in Florenz, die Villa Houck in der Schweiz, die Sala Maffeiana in Verona, die Kirche „Rotonda” in Rovigo, das Auditorium R.L. Montalcini in Riccione, die Sale Apollinee im Theater La Fenice in Venedig, die Argenta Little Rock in Arkansas, die Carnegie Hall in New York, der Saal der Fresken in Mailand und das Alighieri in Ravenna.

Luca Giovannini spielt ein Cello von Ansaldo Poggi aus dem Jahre 1927, das ihm von Mario Brunello zur Verfügung gestellt wird. Seit Oktober 2019 studiert er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wird ermöglicht durch das Angela Winkler-Patronat.

Photo: Bellesi Ginevra

Gary Hoffman © William Beaucardet
Violoncello

Gary Hoffman

Gary Hoffman wurde in Vancouver, Kanada, geboren und studierte bei Karl Fruh und János Starker.

Gary Hoffman wurde in Vancouver, Kanada, geboren und studierte bei Karl Fruh und János Starker. Bereits mit 15 Jahren gab Gary Hoffman sein Solorecital-Debut in der Londoner Wigmore Hall. Mit 22 Jahren wurde er das jüngste Fakultäts-Mitglied in der Geschichte der Indiana University School of Music. International bekannt wurde Gary Hoffman, als er 1986 als erster Amerikaner den Internationalen Rostropovich Wettbewerb Instrumentale Meisterschaft, besondere Klangschönheit und poetisches Feingefühl sind die Eigenschaften, die Gary Hoffman in seinem bemerkenswerten Spiel vereint. Internationales Ansehen erlangte er, nachdem er 1986 als erster Amerikaner den Rostropovich Cello- Wettbewerb in Paris gewonnen hatte.

Als gefragter Solist ist Gary Hoffman seit vielen Jahren mit den weltbesten Orchestern zu erleben: mit den Sinfonieorchestern in Chicago, London, Montreal, Toronto, San Francisco und Baltimore ebenso wie mit dem English, Moscow und Los Angeles Chamber Orchestra, dem Orchestre National de France, dem Orchestre de la Suisse Romande, den Netherlands und Rotterdam Philharmonics, dem Cleveland Orchestra for the Blossom Festival und dem Philadelphia Orchestra. Dabei arbeitete er mit so gefeierten Dirigenten wie André Previn, Charles Dutoit, Mstislav Rostropovich, Pinchas Zukerman, Andrew Davis, Herbert Blomstedt, Kent Nagano, Jesús López-Cobos und James Levine zusammen. Er tritt bei den wichtigsten Konzertreihen und den renommierten Musikfestivals auf, u. a. in Marlboro, Aspen, Bath, Evian, Helsinki, Verbier und Stresa, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Ravinia Festival, dem Mostly Mozart Festival, dem Festival International de Colmar und beim Festival de Toulon. Häufig spielt er als Gast mit Streichquartetten wie dem Emerson String Quartet, dem Tokyo String Quartet, dem Borromeo String Quartet, dem Brentano String Quartet oder dem Ysaÿe Quartet.

2011 wurde Gary Hoffman Maître en Résidence der Chapelle de Musique Reine Elisabeth in Brüssel. Als Gastdozent unter richtet er seit 2008 regelmäßig die Studierenden der Kronberg Academy. Er spielt das „Ex-Leonard Rose“-Violoncello von Nicolo Amati.

Photo: William Beaucardet

Steven Isserlis © Satoshi Aoyagi
Violoncello

Steven Isserlis

Der britische Cellist Steven Isserlis hat seine Erfahrungen und seine musikalischen Einfälle bereits 2012, 2014 und 2016 in Chamber Music Connects the World eingebracht.

Der britische Cellist Steven Isserlis hat seine Erfahrungen und seine musikalischen Einfälle bereits 2012, 2014 und 2016 in Chamber Music Connects the World eingebracht. Ob er nun als Kammermusiker sein Publikum begeistert, in historischen Archiven nach lange vergessenen musikalischen Kostbarkeiten stöbert, Musikbücher für Kinder schreibt oder Kinderkonzerte gibt – immer steckt er voller Ideen, die er mit Energie und Hingabe verwirklicht. Und dass (natürlich britischer) Humor sein zweiter Vorname ist, wird einem spätestens klar, wenn man seine Komponisten-Porträts für Kinder liest: „Warum Händel mit Hofklatsch hausierte“ und „Warum Beethoven mit Gulasch um sich warf“. Sein Buch „Robert Schumann’s Advice to young musicians: Revisited by Stven Isserlis“ stellte er bei den Cello Meisterkursen 2016 in Kronberg vor.

Gleichermaßen angesehen für seine makellose Technik und seine Musikalität, tritt er als Kammermusiker wie auch als Solist mit allen großen Orchestern in den großen Konzertsälen und bei allen bekannten Festivals weltweit auf. Konzerte mit Kammerorchester leitet er oft selber vom Cello aus. Sein großes Interesse an der historischen Aufführungspraxis hat dazu geführt, dass er mit vielen der auf diesem Gebiet führenden Ensembles aufgetreten ist, wie dem Orchestra of Age Enlightment und Sir Simon Rattle oder dem Philharmonia Baroque und Nicholas McGegan. Mindestens ebenso groß ist seine Leidenschaft für zeitgenössische Musik. Er hat mit Komponisten wie John Tavener, Wolfgang Rihm, Thomas Adès und György Kurtág an neuen Werken gearbeitet bzw. sie uraufgeführt. Seine Liebe zur Kammermusik und sein Wunsch, junge Musiker zu fördern führten dazu, dass er seit nunmehr 21 Jahren Künstlerischer Leiter des Internationalen Musikerseminars Prussia Cove in Cornwall ist. Darüber hinaus gibt Steven Isserlis Meisterkurse in der ganzen Welt. Außerdem ist er ein gefragter Gastautor von verschiedenen Magazinen und häufig im BBC Radio zu hören.

Steven Isserlis, Commander of the British Empire (CBE), erhielt den Schumann-Preis der Stadt Zwickau und wurde im Jahr 2013 in die Gramophone Hall of Fame aufgenommen – als einer von nur zwei Cellisten, denen diese Ehre noch zu Lebzeiten zuteilwurde. 2017 wurde ihm die Wigmore Hall Gold Medal verliehen. Die meisten seiner Konzerte spielt er auf dem Marquis de Corberon (Nelsova) Stradivarius von 1726, das ihm freundlicherweise von der Royal Academy of Music zur Verfügung gestellt wird.

Photo: Satoshi Aoyagi

Minji Kim © Ettore Causa
Violoncello

Minji Kim

Minji Kim wurde 1995 in Südkorea geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel. Bereits in jungen Jahren wurde sie erste Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und spielte 2004 ihr Rezitaldebüt in der Kumho Art Hall in Seoul, Südkorea.

Minji Kim wurde 1995 in Südkorea geboren und begann im Alter von sechs Jahren mit dem Cellospiel. Bereits in jungen Jahren wurde sie erste Preisträgerin internationaler Wettbewerbe und spielte 2004 ihr Rezitaldebüt in der Kumho Art Hall in Seoul, Südkorea.

An der Musik-Akademie Basel absolvierte Minji Kim ihren Bachelor. Nach ihrem Bachelorabschluss studierte sie an der Reina Sofía School Of Music. An beiden Standorten wurde sie von Ivan Monighetti unterrichtet und arbeitete in dieser Zeit auch an ihrem Cellospiel mit Sol Gabetta.

Sie wurde bei zahlreichen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, darunter die International Paulo Cello Competition in Helsinki, die International Cello Competition Benedetto Mazzacurati in Turin, der Grand Prix Emanuel Feuermann in Berlin und der Musikwettbewerb des Festivals Prager Frühling.

Minji Kim erhielt ein Stipendium des Kulturförderprogramme Migros Kulturprozent und Rahn Kulturfonds. Außerdem ist sie Stipendiatin der Internationalen Musikakademie in Lichtenstein. Dort nimmt sie regelmäßig an den Meisterkursen teil.

Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie weltweit mit internationalen Orchestern wie der Incheon Philharmonie, dem Suwon Philharmonic Orchestra, dem Philharmonieorchester Tokio, der Jyväskylä Sinfonia, dem Orchestre Musique des Lumières und dem Gstaad Festival Orchestra auf.

Seit Oktober 2020 studiert sie an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Das Studium wird gefördert durch das Dieter und Catrin Hofmann-Patronat.

Photo: Minji Kim

Gidon Kremer © Angie Kremer
Violine

Gidon Kremer

Als Schüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium hat Gidon Kremer selbst erlebt, welche Bedeutung der Einfluss einer großen Künstlerpersönlichkeit auf die eigene Entwicklung hat.

Als Schüler von David Oistrach am Moskauer Konservatorium hat Gidon Kremer selbst erlebt, welche Bedeutung der Einfluss einer großen Künstlerpersönlichkeit auf die eigene Entwicklung hat. Als junger Geiger gewann er unter anderem den Paganini-Wettbewerb in Genua und den Tchaikovsky-Wettbewerb in Moskau. Aber nicht seine Wettbewerbserfolge in jungen Jahren sind maßgebend für das Ansehen, das er heute genießt: In den Jahrzehnten seiner Weltkarriere hat Gidon Kremer seinen Ruf als einer der originellsten, kompromisslosesten und wahrhaftigsten Musiker unserer Zeit etabliert, der niemals aufhört, sich selbst und sein Publikum – und man könnte fast meinen die Musik selbst – herauszufordern. Die Liste seiner Auszeichnungen umfasst unter anderem den Ernst von Siemens Musikpreis, das Große Bundesverdienstkreuz, den Moskauer Triumph-Preis, den UNESCO-Musikpreis, den Preis Una vita nella musica – Artur Rubinstein, das Praemium Imperiale sowie der Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste. Er hat mit allen bedeutenden Orchestern der Alten und Neuen Welt musiziert und mit den größten Dirigenten unserer Zeit Aufnahmen gemacht, seine Interpretationen setzen bis heute Maßstäbe.

Als Künstler sieht er sich der Musik und ihrer Entwicklung gegenüber in der Verantwortung. Zugleich aber scheut er keine Anstrengung, das Leben wach, neugierig und kritisch im Blick zu behalten und als Musiker vor allem auch in Fragen der Menschlichkeit seine Stimme zu erheben. Zeitgenössischen Komponisten wie Alfred Schnittke, Arvo Pärt, Sofia Gubaidulina oder Aribert Reimann widmet er besondere Aufmerksamkeit. 1981 schuf er mit dem Kammermusikfestival in Lockenhaus (Burgenland) eine „Oase“ jenseits des Musikbetriebes. Die Leitung hat er im Jahr 2011 dem Cellisten Nicolas Altstaedt übergeben, den er 2004 als „Junior“ bei Chamber Music Connects the World erlebt hat. Um seine musikalischen Vorstellungen in einem Klangkörper lebendig werden zu lassen, gründete Gidon Kremer im Jahr 1997 das Kammerorchester Kremerata Baltica.

Seit dem Jahr 2000 ist Gidon Kremer der Kronberg Academy eng verbunden. Ob als Künstlerischer Beirat, als Lehrer, als Solist oder als Kammermusikpartner junger Musiker – kaum jemand hat so viel in Kronberg bewirkt wie er. Seit dem ersten Chamber Music Connects the World im Jahr 2000 ist er als „Senior“ dabei.

Photo: Angie Kremer

Kateryna Kasper © Andreas Kasper
Gesang

Kateryna Kasper

Stilistische Vielseitigkeit und Authentizität der Darstellung – diese beiden Begriffe charakterisieren das Wirken der ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper.

Stilistische Vielseitigkeit und Authentizität der Darstellung – diese beiden Begriffe charakterisieren das Wirken der ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper.

Seit der Spielzeit 2014/2015 ist sie Ensemblemitglied der Oper Frankfurt. Ihr Debut gab sie hier bereits 2011 mit der Stimme des WALDVOGELS in Wagners Siegfried. Seitdem übernahm sie an diesem Haus wichtige Partien aus fast allen Epochen wie ANIMA in Rappresentazione di anima e di corpo von Cavalieri, GIACINTA in LʼOrontea von Cesti, ROMILDA und TIGRANE in Händels Xerxes und Radamisto, ANGELICA in Vivaldis Orlando furioso, SUSANNA in der Hochzeit des Figaro, PAMINA in der Zauberflöte, ZERLINA in Don Giovanni von Mozart, ANTONIDA in Glinkas Iwan Sussanin, die Titelrolle von Flotows MARTHA, GRETEL von Humperdinck, NANNETTA in Verdis Falstaff, NAJADE (Ariadne auf Naxos), SOPHIE in Strauss’ Rosenkavalier und die Uraufführung von Der Goldene Drache von Péter Eötvös, der die Rolle der JUNGEN FRAU für Kateryna geschrieben hat (Co-Produktion mit dem Ensemble Modern). Doch auch die Operette ist mit Rollen wie KOMTESSE ANASTASIA (Die Csárdásfürstin von Kálmán) und VALENCIENNE in Lehárs Die Lustige Witwe vertreten.

Opernengagements führten sie zu den Festspielen in Edinburgh, Savonlinna, Bregenz, Bergen und St. Margarethen (Österreich), sowie an die Los Angeles Opera. Sie übernahm Titelpartien beim Rheingau Musikfestival und bei den Weilburger Schlossfestspielen.

In der aktuellen Saison gibt Kateryna drei Rollendebüts als ORIANA (Händels Amadigi), TITANIA (Brittens A Midsummer Night’s Dream) in Frankfurt sowie als ORASIA in Telemanns Orpheus auf einer Tournee mit dem B’Rock Orchestra und René Jacobs. Zukünftige Pläne beinhalten zudem u.a. TAMIRI (Mozarts Il re pastore) am Mozarteum Salzburg, eine Konzerttournee mit dem Weihnachtsoratorium mit dem Freiburger Barockorchester, Mahlers 4. Sinfonie und Schubert Lieder mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Als Konzert- und Liedsängerin trat sie u.a. in der Pariser Philharmonie mit dem Ensemble Pygmalion / Raphaël Pichon, mit dem London Philharmonic Orchestra / Nathalie Stutzmann und in der Moskauer Philharmonie mit dem Moskauer Kammerorchester / Federico Maria Sardelli, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe, den Telemannfesttagen Magdeburg, der Bachwoche Stuttgart, beim Heidelberger Frühling, in Grafenegg, in der Musashino Civic Cultural Hall Tokio, beim Savonlinna-Opernfestival und mit dem Philharmonischen Orchester Turku auf.

Kateryna arbeitete mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Constantinos Carydis, Sebastian Weigle, Michael Schneider, Andreas Spering, Michael Hofstetter, Helmuth Rilling und Howard Griffiths und mit Kammermusikpartnern wie dem Trio Vivente, Hilko Dumno, Dmitry Ablogin, Kristin von der Goltz.

2018 erschien Katerynas Debut-Album „O wüßt ich doch den Weg zurück …“ mit romantischen Liedern von Kinderspielen und Märchenwelten bei dem Label TYXart. Die Aufnahmen entstanden mit Hilko Dumno an dem historischen Steinway von Richard Wagner. Weitere CDs mit Kateryna Kasper werden demnächst erscheinen, darunter Webers Freischütz (ÄNNCHEN) mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von René Jacobs, Schostakowitsch- und Weinberg-Lieder mit dem Trio Vivente sowie ihr zweites Liedalbum “Ein süßes Deingedenken” mit Liedern von Fanny und Felix Mendelssohn, aufgenommen mit Dmitry Ablogin auf einem historischen Hammerflügel von 1835.

2014 gewann die Sopranistin den renommierten Internationalen Mirjam-Helin Gesangswettbewerb in Helsinki. Dem gingen Preise bei dem International Vocal Competition IVC (Holland), dem Queen Sonja International Music Competition (Oslo) und dem Trude Eipperle-Rieger-Liedpreis voraus.

Kateryna studierte bei Raisa Kolesnik an der Prokofjew Musikakademie in Donetsk, Ukraine. Anschließend setzte sie ihre Ausbildung als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) bei Edith Wiens in Nürnberg fort. Mit dem Konzertexamen schloss sie 2014 ihr Studium bei Hedwig Fassbender in Frankfurt ab, parallel zu ihrem Engagement im Opernstudio der Oper Frankfurt von 2012-2014. In Meisterkursen arbeitete sie u.a. mit Margreet Honig und Ileana Cotrubaș.

Photo: Kateryna Kasper

Shicong Li
Violoncello

Shicong Li

Shicong Lee, 2002 geboren, wurde am zentralen Musikkonservatorium in Peking von Yibing Chu unterrichtet.

Shicong Lee, 2002 geboren, wurde am zentralen Musikkonservatorium in Peking von Yibing Chu unterrichtet. Seit 2027 ist er Mitglied des National Youth Orchestra of China, mit dem er unter anderem in der Carnegie Hall New York auftrat. 2017 gewann er den ersten Preis in der Kategorie C beim Cello-Wettbewerb Luthiers Clar in Valencia. Seit 2029 studiert er bei Jérôme Pernoo am Conservatoire national Supérieur de Musique et de Danse de Paris.
Mishka Momen © Benjamin Ealovega
Klavier

Mishka Rushdie Momen

Mishka Rushdie Momen, 1992 in London geboren, studierte bei Joan Havill und Imogen Cooper an der Guildhall School of Music and Drama in London und zusätzlich bei Richard Goode.

Mishka Rushdie Momen, 1992 in London geboren, studierte bei Joan Havill und Imogen Cooper an der Guildhall School of Music and Drama in London und zusätzlich bei Richard Goode. Von Sir András Schiff wurde sie für seine Reihe „Building Bridges“ zu Konzerten in Zürich, New York, Antwerpen und mehreren deutschen und italienischen Städten eingeladen. Als begeisterte Kammermusikerin ist sie bereits mit Steven Isserlis, Midori, Krzysztof Chorzelski und Mitgliedern des Endellion und des Orion String Quartets aufgetreten. Sie gab viele Solorezitale, unter anderem in der Barbican Hall, und spielte in den meisten großen Konzerthäusern in London, außerdem in Frankreich und Deutschland sowie in New York, Prag und Mumbai. 2016 war Mishka Rushdie Momen beim Marlboro Festival und beim Krzyzowa Music Festival zu Gast und nahm am „Prussia Cove Open Chamber Music“ teil.

Bereits im Alter von 13 Jahren gewann sie den ersten Preis bei der Leschetizky Concerto Competition in New York. 2013 erhielt sie den Prix Maurice Ravel der Académie Ravel in St. Jean-de-Luz und den ersten Preis der Dudley International Piano Competition und den zweiten Preis bei der Cologne International Piano Competition verliehen.

Ihre erste CD mit einer Aufnahme von Mozarts Tripelkonzert mit dem Royal Philharmonic Orchestra wurde 2018 bei Somm Recordings veröffentlicht.

2018 nahm sie an Chamber Music Connects the World teil. Beim Kronberg Academy Festival spielte sie im Jahr 2019. Von Oktober 2018 bis Sommer 2021 studierte Mishka Rushdie Momen an der Kronberg Academy im Rahmen des Sir András Schiff Performance Programme for Young Pianists. Das Studium wurde ermöglicht durch das Henle-Patronat der Horizon Foundation.

Photo: Benjamin Ealovega

Jens-Peter Maintz © Mat Hennek
Violoncello

Jens Peter Maintz

Jens Peter Maintz genießt einen hervorragenden Ruf als vielseitiger Solist, gefragter Kammermusiker sowie als engagierter und erfolgreicher Celloprofessor.

Jens Peter Maintz genießt einen hervorragenden Ruf als vielseitiger Solist, gefragter Kammermusiker sowie als engagierter und erfolgreicher Celloprofessor. Aus Hamburg stammend, studierte er bei David Geringas und besuchte Meisterkurse bei weiteren großen Cellisten wie Heinrich Schiff, Boris Pergamenschikow, Frans Helmerson und Siegfried Palm. Darüber hinaus prägten ihn die intensiven Kammermusikstudien bei Uwe-Martin Haiberg und Walter Levin. Im Jahre 1994 gewann er den 1. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD, der bis dahin im Fach Cello 17 Jahre lang nicht vergeben worden war.

Einige Jahre sammelte er wertvolle Orchestererfahrung als Solocellist des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und bereiste auch als Mitglied des renommierten Trio Fontenay die Welt. Seit 2006, damals auf Einladung von Claudio Abbado, ist Jens Peter Maintz Solocellist des Lucerne Festival Orchesters.

Seine Solistenkarriere brachte ihn mit Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Herbert Blomstedt, Marek Janowski, Dmitry Kitajenko, Franz Welser-Möst, Reinhard Goebel und Bobby McFerrin zusammen. Er musizierte dabei u.a. mit dem Radiosinfonieorchester Berlin, dem MDR Sinfonieorchester Leipzig, dem RSO Stuttgart, dem Residenzorchester den Haag und Tokyo Symphony Orchestra. Neben dem klassischen Repertoire brachte Jens Peter Maintz auch viele Werke zeitgenössischer Komponisten, von Isang Yun bis Georg Friedrich Haas, zur Aufführung.

Seit 2004 lehrt er als Professor an der Universität der Künste Berlin, wo er eine äusserst erfolgreiche Celloklasse leitet. Viele seiner Studenten sind Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe und/oder haben führende Positionen in großen Orchestern inne. Ebenso ist Jens Peter Maintz ein überaus gefragter Kammermusiker – er ist Mitglied der renommierten Konzertreihe „Spectrum Concerts Berlin“ und musiziert mit Kammermusikpartnern wie Janine Jansen, Boris Brovtsyn, Torleif Thedéen sowie mit Hélène Grimaud, Kolja Blacher, Isabelle Faust, Antoine Tamestit oder dem Artemis, Carmina und Auryn Quartett.
Zusammen mit Wolfgang Emanuel Schmidt bildet er seit mittlerweile 25 Jahren das Cello-Duo „Cello Duello“, das auf den wichtigsten Cellofestivals weltweit konzertiert, wie z.B. beim Kronberg Festival, bei der Cello Biennale Amsterdam und dem Piatigorsky Festival Los Angeles.

Für seine bei Sony Classical erschienene CD mit Solowerken von Bach, Dutilleux und Kodaly wurde Jens Peter Maintz mit dem ECHO-Klassik ausgezeichnet. Das Label Berlin Classics veröffentlichte seine viel beachtete Aufnahme mit den Cellokonzerten von Haydn, begleitet von der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

Jens Peter Maintz spielt das „Ex-Servais“-Cello von Giovanni Grancino aus dem Jahre 1697.

Photo: Mat Hennek

Jean-Baptiste Maizières
Violoncello

Jean-Baptiste Maiziére

Jean-Baptiste Maizières, 1997 geboren, wurde u.a. von Roland Pidoux unterrichtet und studierte in der Klasse von Marc Coppey und später bei Jérôme Pernoo am Conservatoire national Supérieur de Musique et de Danse de Paris.

Jean-Baptiste Maizières, 1997 geboren, wurde u.a. von Roland Pidoux unterrichtet und studierte in der Klasse von Marc Coppey und später bei Jérôme Pernoo am Conservatoire national Supérieur de Musique et de Danse de Paris. 2019 trat er der Académie musicale Philippe Jaroussky bei, um mit Christian-Pierre La Marca zu arbeiten. Anschließend studierte er bei François Salque an der Haute École de Musique de Genève und arbeitete mit vielen großen Cellisten wie Frans Helmerson, Gary Hoffman, Daniel Müller-Schott, David Geringas, Jens-Peter Maintz, Gautier Capuçon, Sol Gabetta und Julian Steckel zusammen. Er hat an Akademien wie der Académie musicale de Villecroze, dem Schlewig Holstein Musik Festival und der Académie musicale Maurice Ravel teilgenommen, wo er mehrere Preise gewann. Im April 2015 wurde er beim Osterfestival in Aix en Provence von Renaud Capuçon ausgewählt, ein von Pierre Barthel nach dem Modell des Goffriler von Ophélie Gaillard angefertigtes Cello zu erhalten.
Anna Prohaska © Marco Borggreve
Gesang

Anna Prohaska

Mit 20 Jahren war Anna Prohaska erstmals an der Staatsoper Unter den Linden zu hören, der sie trotz ihrer internationalen Karriere weiterhin als Ensemblemitglied verbunden bleibt.

Mit 20 Jahren war Anna Prohaska erstmals an der Staatsoper Unter den Linden zu hören, der sie trotz ihrer internationalen Karriere weiterhin als Ensemblemitglied verbunden bleibt. Anna Prohaska fällt durch ihr ungemein vielfältiges Repertoire auf, von Monteverdi bis hin zu Uraufführungen, und arbeitet hier mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Philippe Jordan oder Sir Simon Rattle. Bald wurde sie auf viele weitere große Bühnen geholt, darunter die Mailänder Scala, das Bolshoi Theater, De Nationale Opera Amsterdam, das Royal Opera House Covent Garden oder die Pariser Oper.

Anna Prohaska ist seit 2008 regelmäßig zu Gast bei den Salzburger Festspielen und ist dort nach der Zerlina (Don Giovanni), Despina (Così fan tutte) und Deola in Luigi Nonos Al Gran Sole, Carico d’Amore und Susanna in Le nozze di Figaro, 2017 als Cordelia in Reimanns Lear zu hören.

Auf der Bühne der Bayerischen Staatsoper München war die Sopranistin als Blonde und Adele und 2016 in Les Indes Galantes zu erleben. 2012 widmete ihr Jörg Widmann die Partie der Inanna in seiner Oper “Babylon” (musik. Ltg.: Kent Nagano).

Auch in den wegweisenden Konzerthäusern weltweit ist sie gefragt. Konzerte führten sie zum Cleveland Orchestra, dem LA Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, zum London Symphony Orchestra, den Wiener und den Berliner Philharmonikern oder zum Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Sie sang unter Claudio Abbado, Herbert Blomstedt, Pierre Boulez, Daniel Harding, Mariss Jansons, Yannick Nézét-Séguin, Gustavo Dudamel oder Franz Welser-Möst.

Einen besonderen Stellenwert nimmt die Alte Musik für sie ein, häufig trat sie mit Nicolaus Harnoncourt und dem Concentus Musicus auf und arbeitet regelmäßig mit der Academy of Ancient Music, dem Freiburger Barockorchester oder der Akademie für Alte Musik Berlin zusammen.

In der Saison 17/18 ist Anna Prohaska wieder am Theater an der Wien in einer Neu-Inszenierung von Claus Guth (Händels Saul) sowie am Royal Opera House Covent Garden als Nannetta in Verdis Falstaff zu Gast. Auch an ihrem Berliner Stammhaus, der Staatsoper Unter den Linden, ist sie in einer Premiere zu erleben: In der Titelpartie von L’incoronazione di Poppea von Monteverdi.

Auf dem Konzertpodium ist sie als Residenzkünstlerin der Philharmonie Luxemburg wie auch mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim in Berlin und im Wiener Musikverein in den Oratorien von Debussy in einer ganz anderen Facette zu erleben.

Nachdem sie schon bei den Eröffnungskonzerten des Pierre Boulez Saals mitgewirkt hat, verwirklicht sie dort im März 2018 mit Schönbergs Pierrot Lunaire einen lang gehegten Repertoirewunsch, unter der Leitung von Zubin Mehta, am Klavier auch diesmal Daniel Barenboim.

Mit ihren thematischen Liederabenden ist Anna Prohaska gern gesehener Gast in Liedzentren wie der Schubertiade Schwarzenberg, der Wigmore Hall London, in Wien oder Berlin. 2018, zum 100-jährigen Jahrestag des Endes des 1. Weltkrieges, gibt Anna Prohaska Liederabende mit ihrem Programm „Behind the Lines“, das bereits 2014 bei der Deutschen Grammophon als Album erschienen ist.

Bei der Deutschen Grammophon brachte sie bereits zahlreiche Einspielungen heraus, für die sie mit Preisen wie dem ECHO Klassik ausgezeichnet wurde. Ihr neuestes Album Serpent & Fire: Arias for Dido and Cleopatra mit Il Giardino Armonico (alpha) stieg gleich ganz oben in den Klassik-Charts ein.

Photo: Marco Borggreve

Jérôme Pernoo © Alix Laveau
Violoncello

Jérôme Pernoo

Der in Nantes geborene Cellist Jérôme Pernoo studierte bei Germaine Fleury, Xavier Gagnepain und Philippe Muller am Pariser Konservatorium.

Der in Nantes geborene Cellist Jérôme Pernoo studierte bei Germaine Fleury, Xavier Gagnepain und Philippe Muller am Pariser Konservatorium. 1994 war er Preisträger des Tchaikovsky-Wettbewerbs in Moskau sowie des Internationalen Rostropovich Cellowettbewerbs in Paris und 1996 Gewinner des Pretoria-Wettbewerbs.

Jérôme Pernoo konzertierte mit den meisten großen französischen Sinfonieorchestern sowie mit dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Chamber Orchestra of Europe, den Wiener Symphonikern, den Brüsseler Philharmonikern, dem Orchestre National de France, dem Bayerischen Staatsorchester München, der Philharmonia Zürich, dem Swedish Radio Symphony Orchestra in Stockholm und dem National Orchestra of Spain in Madrid.

Gemeinsam mit dem Pianisten Jérôme Ducros tritt er in renommierten Konzerthäusern wie der Wigmore Hall in London, dem Théâtre des Champs-Elysées, dem Théâtre du Châtelet und dem Auditorium de Radio-France in Paris auf. Zu seinen kammermusikalischen Partnern gehören außerdem Alina Ibragimova, Renaud Capuçon, Gérard Caussé, Antoine Tamestit, Frank Braley, Nicholas Angelich, Eric Le Sage, Bertrand Chamayou, Emmanuel Pahud, Paul Meyer, Quatuoren Ebène und viele weitere.

Jérôme Pernoo ist Gründer und künstlerischer Leiter des Musikfestivals „Les vacances de Monsieur Haydn“ in La Roche Posay, das erstmals im September 2005 stattfand. 2015 gründete er das Centre de musique de chamber de Paris.

Seine Diskographie umfasst das Cellokonzert von Jacques Offenbach mit dem Ensemble Les Musiciens du Louvre unter Marc Minkowski (Deutsche Grammophon 2006) und das Cellokonzert von Guillaume Connesson mit Jean-Christope Spinosi (Deutsche Grammophon 2013). Des Weiteren nahm er mit Jérôme Ducros dessen Werke sowie Werke von Beethoven (u.a. Kreutzer-Sonate in der Bearbeitung von Czerny) auf.

Er spielt ein Barockcello und ein Violoncello piccolo, beide aus der Mailänder Schule des 18. Jahrhunderts, sowie ein modernes Cello von Franck Ravatin.

Photo: Alix Laveau

David Selig © David Selig
Klavier

David Selig

Der in Melbourne (Australien) geborene David Selig erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht und lernte später auch Cello und Schlagzeug.

Der in Melbourne (Australien) geborene David Selig erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Klavierunterricht und lernte später auch Cello und Schlagzeug. 1976 begann er sein Studium am Pariser Konservatorium bei Aldo Ciccolini. Nach weiteren Studien bei Guido Agosti und Geoffrey Parsons wurde er Preisträger der Sydney Piano Competition und beim ersten Wettbewerb für Klavierbegleitung in Den Haag. David Selig ist in vielen großen Konzerthäusern als Solist aufgetreten, unter anderem im Salle Pleyel in Paris, im Concertgebouw Amsterdam und in der Carnegie Hall New York.

Seine Liebe zur Kammermusik führte zur Zusammenarbeit mit vielen bekannten Künstlern und er begleitet Sänger wie Felicity Lott, Christianne Stotijn, Sandrine Piau, Jard van Nes, Véronique Gens, Ingrid Perruche, Nathalie Stutzmann, Elly Ameling, Teresa Berganza und François Le Roux. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören außerdem Gary Hoffman, Philippe Graffin, Marc Coppey, Régis Pasquier, Jane Peters und Noël Lee. Nach seiner Debüt-CD mit Werken von Villa-Lobos 1989 erschienen weitere Aufnahmen bei EMI, Adda, REM (mit François Le Roux), Forlane und Globe. Eine Einspielung der Werke von Mendelssohn mit Gary Hoffman erschien 2012 bei Dolce Volta.

David Selig tritt regelmäßig in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz, in den Vereinigten Staaten und im Fernen Osten auf. Er gibt regelmäßig Meisterkurse für Kammermusik und Liedbegleitung. Seit 2011 ist er Professor am Conservatoire National Supérieur in Lyon.

Photo: David Selig

Philipp Schupelius
Violoncello

Philipp Schupelius

Philipp Schupelius ist Berliner, wurde 2003 geboren und spielt seit seinem neunten Lebensjahr Cello. Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, so wurde er 2020 mit dem „Discovery Award“ der International Classical Music Awards (ICMA) ausgezeichnet.

Philipp Schupelius ist Berliner, wurde 2003 geboren und spielt seit seinem neunten Lebensjahr Cello. Er ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe, so wurde er 2020 mit dem „Discovery Award“ der International Classical Music Awards (ICMA) ausgezeichnet. Zuletzt erhielt er im Juli 2022 die Silbermedaille des Eurovision Young Musicians Contest beim Festival Radio France in Montpellier.

Trotz der Einschränkungen durch die Pandemie spielte Philipp auch 2021 zahlreiche Recitals und Konzerte. U.a. trat er als Solist mit dem Philharmonischen Orchester Heidelberg auf und im Juli 2021 als Solist und im Trio mit Daniel Hope und der Pianistin Julia Okruashvili beim Schleswig-Holstein-Musikfestival. Im Januar 2022 spielte er erstmals ein Recital in der Carnegie Hall in New York.

Bereits 2017 debütierte Philipp mit Tschaikowskys Rokoko Variationen und den Bergischen Symphonikern. Das Konzert wurde vom WDR übertragen. Seitdem spielte er solistisch in der Tonhalle Zürich, beim Festival Next Generation, im Konzerthaus Berlin, in der Philharmonie Berlin, bei den Dresdner Musikfestspielen, im KKL Luzern und beim Rheingau Musikfestival. Im Oktober 2019 war er Solist des Elgar Cellokonzertes mit der Stuttgarter Kammerphilharmonie.

Ab Oktober 2022 studiert Philipp an der Kronberg Academy in der Klasse von Wolfgang Emanuel Schmidt. Von 2018 bis 2022 wurde er am Julius-Stern-Institut der Universität der Künste Berlin bei Wolfgang Emanuel Schmidt ausgebildet, vorher war er Schüler von Ulrich Voss. 2018 erhielt er ein Stipendium der Kronberg Academy. Er war zudem Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein und der Jürgen-Ponto-Stiftung. Seit März 2020 wird Philipp von der Hoelzer v. Borckeschen Musikstiftung gefördert.

Im Rahmen von Meisterkursen erhielt er Unterricht bei Lynn Harrell, Frans Helmerson, Wolfgang Boettcher, Claudio Bohorquez, Jens-Peter Maintz, Daniel Hope, Daniel Geiss und Steven Isserlis. Im Sommer 2018 nahm er an der Menuhin String Academy in Gstaad bei Ivan Monighetti teil.

Als Preisträger des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds spielt Philipp seit Februar 2019 ein Cello mit Zettel Joseph Gagliano, Neapoli 1720.

Sao Soulez Larivière © Clara Evens
Viola

Sào Soulez Larivière

Der französisch-niederländische Bratschist Sào Soulez Larivière etabliert sich zunehmend als ein vielseitiger Musiker. Er fasziniert das Publikum mit seinem Spiel und seiner originellen Programmierung und bemüht sich, die Zugänglichkeit und das Verständnis klassischer Musik zu erweitern.

Der französisch-niederländische Bratschist Sào Soulez Larivière etabliert sich zunehmend als ein vielseitiger Musiker. Er fasziniert das Publikum mit seinem Spiel und seiner originellen Programmierung und bemüht sich, die Zugänglichkeit und das Verständnis klassischer Musik zu erweitern.

Bereits im Alter von 23 Jahren ist er einer der Hauptpreisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe, darunter der Tokio Viola Wettbewerb ‘22, Oskar Nedbal Viola Wettbewerb ‘20, Max Rostal Wettbewerb ‘19, Cecil Aronowitz Wettbewerb ‘17 und Johannes Brahms Wettbewerb ‘17. Er wurde an zahlreichen renommierten Akademien wie dem Verbier Festival, Ozawa Academy, und IMS Prussia Cove vorgestellt.

Die Kammermusik stand schon immer im Mittelpunkt seiner musikalischen Erziehung. Seine Liebe zur Musik teilt er mit seiner Schwester, der Geigerin Cosima Soulez Larivière, mit der er immer noch häufig auftritt. Sào ist auch Mitglied des Frielinghaus Ensembles, das 2020 ein hochgelobtes Album mit Sextetten von Dvořák und Tschaikowsky veröffentlichte. Als sehr gefragter Kammermusiker trat er auf verschiedenen Festivals auf, wie den Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Krzyzowa-Music Festival, und „Chamber Music Connects the World“ in Kronberg.

Als Fürsprecher der Erweiterung des Horizonts des Bratschenrepertoires, arrangiert er gerne Werke für sein Instrument und fördert zeitgenössische Musik. Die Zusammenarbeit mit renommierten Komponisten hat ihm eine beispiellose Gelegenheit geboten, tiefer in die kreative Seite der Musik einzutauchen. Insbesondere erhielt Sào den Preis für seine Interpretation des Auftragswerks sowohl beim Tokyo Wettbewerb als auch beim Max-Rostal Wettbewerb.

Geboren in Paris, begann Sào zunächst unter der Anleitung von Igor Voloshin Geige zu spielen, bevor er ein Stipendium bei Natasha Boyarsky an der Yehudi Menuhin Schule in England erhielt. Nachdem er die Bratsche beim Kammer- und Orchestermusik entdeckt hatte, beschloss er seine Zeit voll und ganz der Bratsche zu widmen.
Zusätzlich wurde seine musikalische Entwicklung durch die Zusammenarbeit mit weltberühmten Musikern wie unter anderem Jean Sulem, Boris Garlitsky und Steven Isserlis bereichert.
Er lebt derzeit in Berlin, wo er an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ bei Tabea Zimmermann seinen Bachelor of Music erwarb. Ab Herbst 2022 wird er ein Master of Music an der Kronberg Academy anstreben.

2019 wurde Sào im Auftrag der Oscar und Vera Ritter Stiftung mit dem ‚Ritter Preis‘ ausgezeichnet. Weiterhin erhielt er den Fanny Mendelssohn Förderpreis, was ihm ermöglichte, sein erstes Album ‚Impression‘ im Jahr 2021 zu realisieren.
Er wird großzügig unterstützt von der Studienstiftung des deutschen Volkes, Yehudi Menuhin "Live Music Now" e.V., sowie der Villa Musica Rheinland-Pfalz Stiftung.

Sào spielt auf einem Instrument von Fréderic Chaudière aus dem Jahr 2013.

Photo: Clara Evens

Wolfgang Emanuel Schmidt © Simon Pauly
Violoncello

Wolfgang Emanuel Schmidt

Wolfgang Emanuel Schmidt konnte schon während seines Studiums bei David Geringas und Aldo Parisot bei zahlreichen Wettbewerben auf sich aufmerksam machen: So verlieh ihm beim Internationalen Rostropovitch-Wettbewerb die Jury unter dem Vorsitz von Mstislav Rostropovitch den Grand Prix de la Ville de Paris und zusätzlich den Preis für zeitgenössische Musik.

Wolfgang Emanuel Schmidt konnte schon während seines Studiums bei David Geringas und Aldo Parisot bei zahlreichen Wettbewerben auf sich aufmerksam machen: So verlieh ihm beim Internationalen Rostropovitch-Wettbewerb die Jury unter dem Vorsitz von Mstislav Rostropovitch den Grand Prix de la Ville de Paris und zusätzlich den Preis für zeitgenössische Musik. Zudem gewann er den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs in Bonn und den 1. Preis beim International Australasian Cello Competition in Neuseeland. Er ist Preisträger des Internationalen Tschaikowsky-Wettbewerbs in Moskau sowie des International Leonrad Rose Cello Competition in den USA.

Seitdem konzertierte Wolfgang Emanuel Schmidt in Europa, Rußland und den USA als Solist mit renommiertesten Orchestern, wie u.a. dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, der Radiophilharmonie des NDR, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, der Sinfonia Varsovia, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Tokyo Symphony Orchestra, den Rundfunkorchestern von Prag und Ljubljana, den Baltimore und Houston Symphony Orchestras sowie dem Saint Paul Chamber Orchestra und der Philharmonia Prag unter Dirigenten wie Marek Janowski, Donald Runnicles, Charles Dutoit, Rafael Frühbeck de Burgos, Yutaka Sado, Hugh Wolff, Jiri Belohlavek, Vassili Sinaiski, Gerd Albrecht, Andrey Boreyko, Eivind Gullberg Jensen, Gabriel Feltz, Michael Sanderling, Nicholas Milton, Markus Poschner und Fabrice Bollon.

Ebenso ist er gern gesehener Gast u.a. bei den Ludwigsburger Schloßfestspielen, beim Rheingau-Musikfestival und beim Schleswig-Holstein Musikfestival, wo er bereits zusammen mit Christoph Eschenbach konzertierte.

Intensiv widmet sich Wolfgang Emanuel Schmidt auch der Kammermusik, wo er mit bedeutenden Künstlern wie Lang Lang, Emanuel Ax, Gil Shaham, Isabelle Faust, Nikolaj Znaider, Leonidas Kavakos, Kyoko Takezawa, Miriam Fried, Edgar Meyer und David Shifrin auftrat. Zudem war er Mitglied der Chamber Music Society of Lincoln Center in New York und bildet mit Jens Peter Maintz das Cello-Duo „Cello Duello“.

Konzerte der vergangenen Spielzeiten führten ihn in die Berliner Philharmonie, in die Alte Oper Frankfurt, in die Philharmonie am Gasteig und den Herkulessaal München, ins Kennedy Center Washington, in die Carnegie Hall sowie die Alice Tully Hall in New York, ins Theatre de Chatelet und Theatre de Champs Elysee in Paris, die Wigmore Hall London, Prags Rudolfinum sowie Tokyos Suntory Hall.

Im September 2001 erschien bei Sony Classical seine CD „French Impressions“, im September 2004 folgte ebenfalls bei Sony Classical seine in der Presse hochgelobte Einspielung der Cellokonzerte von Sergei Prokofiev sowie 2008 seine Einspielung der Cellokonzerte von Schumann und Elgar bei Sony Classical. Beim Label Capriccio erschien zudem seine Aufnahme von Blochs „Voice in the Wilderness“ mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Als Chefdirigent des von ihm gegründeten Kammerorchesters Metamorphosen Berlin nahm er in den letzten Jahren zwei in der Presse hoch gelobte CDs für Sony Classical auf mit Werken von Dvorak, Suk und Tschaikowsky.

Wolfgang Emanuel Schmidt wurde 2013 mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Diapason d’Or für seine Einspielung des Klaviertquartetts von Carl Maria von Weber (mit Isabelle Faust, Boris Faust und Alexander Melnikov) ausgezeichnet.

Wolfgang Emanuel Schmidt spielt auf einem Violoncello von Matteo Gofriller aus dem ehemaligen Besitz von Hugo Becker.

Neben seiner Konzerttätigkeit als Solist konzertiert er zunehmend auch als Dirigent. Einladungen führten ihn so zum Kammerorchester der Deutschen Oper Berlin, zur Staatskapelle St. Petersburg, zum INSO Lviv, zum Christchurch Symphony Orchestra, zur Nordwestdeutschen Philharmonie, zur Württembergischen Philharmonie oder etwa dem Südwestdeutschen Kammerorchester. Gastdirigate führten ihn in die Schweiz, nach Polen und nach Spanien.

Als Chefdirigent von Metamorphosen Berlin leitete er das Ensemble bei zahlreichen Konzerten in Deutschland, Spanien und der Schweiz, sowie bei Konzerten im Konzerthaus Berlin, wo das Ensemble mit einer eigenen Reihe ein künstlerisches Zuhause gefunden hat.

Wolfgang Emanuel Schmidt lehrt als Professor an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar, der Universität der Künste Berlin sowie an der Kronberg Academy.

Photo: Simon Pauly

Abel Selaocoe © Christina Ebenezer
Violoncello

Abel Selaocoe

Der südafrikanische Cellist Abel Selaocoe, geboren 1991, studierte Violoncello am Royal Northern College of Music in Manchester. Er bewegt sich nahtlos zwischen Genres und Stilen, arbeitet mit Weltmusikern, Jazzern und Beatboxern zusammen, gibt klassische Konzerte und Rezitals.

Der südafrikanische Cellist Abel Selaocoe, geboren 1991, studierte Violoncello am Royal Northern College of Music in Manchester. Er bewegt sich nahtlos zwischen Genres und Stilen, arbeitet mit Weltmusikern, Jazzern und Beatboxern zusammen, gibt klassische Konzerte und Rezitals.

Schon bevor er 2018 sein International Artist Diploma am Royal Northern College of Music in Manchester (UK) erwarb, war Abel Selaocoe als Solist mit Orchestern wie dem BBC Philharmonic, dem BBC National Orchestra of Wales, den Kwa-Zulu Natal Johannesburg und Cape Town Philharmonics aufgetreten. Er spielte mit Musikern unterschiedlicher Genres wie Tim Garland, Seckou Keita, Giovanni Sollima, Gwilym Simcock.

Abel Selaocoe ist begeisterter Kammermusiker. 2013 gab er sein Debüt mit dem Komponisten Colin Matthews in der Wigmore Hall. Er ist Mitbegründer des BBC Introducing Ensembles Kabantu und gründete 2016 Chesaba – ein Trio, das sich auf Musik des afrikanischen Kontinents spezialisiert hat, darunter auch Kompositionen von Selaocoe selbst. Zudem hat er Programme kuratiert, wie etwa bei den Aldeburgh & Oxford Chamber Music Festivals.

In seinem Konzertprogramm „Hae ke Kae/Where is Home?“ erweitert er die Grenzen des klassischen Cellospiels um Improvisation, Elemente afrikanischer Musik und Gesang. Das gelingt ihm gemeinsam mit dem von ihm gegründeten BANTU ENSEMBLE aus Interpreten, die sich auf Musik des afrikanischen Kontinents spezialisiert haben und so das klassische europäische Repertoire in einen lebendigen Austausch mit Musik anderer Stile und Genres sowie eigener Kompositionen Abel Selaocoes treten lassen.

Photo: Christina Ebenezer

Klavier

Fred Thomas

Der britische Pianist und Jazzmusiker Fred Thomas, der 1985 als Kind einer Musikerfamilie zur Welt kam, begann als Fünfjähriger mit dem Klavierspiel und absolvierte sein Studium in den Fächern Jazz-Piano und Komposition an der Royal Academy of Music in London.

Der britische Pianist und Jazzmusiker Fred Thomas, der 1985 als Kind einer Musikerfamilie zur Welt kam, begann als Fünfjähriger mit dem Klavierspiel und absolvierte sein Studium in den Fächern Jazz-Piano und Komposition an der Royal Academy of Music in London. Dabei entwickelte er früh ein Interesse an den verschiedensten Stilrichtungen: von der Barockmusik bis zu zeitgenössischen Werken, vom Kontrapunkt bis zur Improvisation, von der afrikanischen bis zur lateinamerikanischen Musik.

Bekannt wurde Thomas zunächst in der Jazz- und Fusionszene: etwa als Mitglied im Quintett The Magic Lantern um Jamie Doe, im F-IRE Collective, im Sextett The Beguilers oder in der Polyphonic Jazz Band. Fred Thomas sorgt aber auch mit seinen Re-Interpretationen von Werken Johann Sebastian Bachs für Aufsehen: So arrangierte er Choralvorspiele, Kantatensätze und Orchesterouvertüren des berühmten Leipziger Thomaskantors für die Trioformation und spielte sie gemeinsam mit der kasachischen Geigerin Aisha Orazbayeva und der britischen Cellistin Lucy Railton für das Label ECM auf CD ein. Dort veröffentlichte er außerdem mit der Sängerin Elina Duni und dem Gitarristen Rob Luft das Album Lost Ships.

Im Bereich klassischer Musik bildete er unter anderem ein Duo mit seinem Vater, dem Geiger Peter Thomas und realisierte mit dem Projekt „Dick Wag“ eine Wagner-Hommage mit Benoît Delbecq und Ewan Bleach. Darüber hinaus arbeitete Fred Thomas mit Brian Eno, Yo-Yo Ma, Pierre-Laurent Aimard, Jordi Savall, Elizabeth Kenny, Rachel Podger und Tamara Stefanovich zusammen.

Seine Kompositionen erschienen in den Verlagen Spartan Press und Edition Wilhelm Hansen; sie wurden u. a. am Londoner Royal Opera House, vom Phaedra Ensemble und von der Formation BitterSuite aufgeführt. Fred Thomas ist auch als Musikalischer Leiter am National Theatre und am Shakespeare’s Globe tätig; ausserdem lehrt er am Trinity Laban Conservatoire.

Photo: Phelan Burgoyne

Friedrich Thiele © René Gaens
Violoncello

Friedrich Thiele

Friedrich Thiele, 1996 geboren, gewann zahlreiche renommierte nationale und internationale Preise, wie den 2. Preis, Publikumspreis und Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019 und den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2019.

Friedrich Thiele, 1996 geboren, gewann zahlreiche renommierte nationale und internationale Preise, wie den 2. Preis, Publikumspreis und Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2019 und den Preis des Deutschen Musikwettbewerbs 2019. Erfolge beim Internationalen Instrumentalwettbewerb Markneukirchen 2019 (2. Preis, Publikumspreis, Orchesterpreis), beim Wettbewerb Ton & Erklärung in München 2017 (1. Preis), sowie beim TONALi-Wettbewerb 2015 in Hamburg (3. Preis und Publikumspreis) ebneten seinen Weg zu einer internationalen Karriere.

Friedrich Thiele absolvierte von 2016 bis 2020 bei Wolfgang Emanuel Schmidt seinen Bachelor of Music in Weimar. Zuvor wurde er fünf Jahre von Peter Bruns als Jungstudent an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig ausgebildet.

Als Solist gastierte er beim Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Orchester des Nationaltheaters Claudio Santoro in Brasília, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Münchner Rundfunkorchester, den Nürnberger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie, dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar in Caracas und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Prag. Friedrich Thiele spielte solistisch bereits in vielen großen Konzerthäusern, wie dem Mariinski-Theater Sankt Petersburg, der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle Hamburg und dem Herkulessaal und Gasteig in München.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker ist er beim Heidelberger Frühling, beim Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Molyvos International Music Festival und dem Vadim Repin and Trans-Siberian Art Festival aufgetreten. Dort spielte er u. a. mit Igor Levit, Benjamin Beilman, Volker Jacobsen, Viviane Hagner und Marc-André Hamelin.

Bereits seit 2010 wird Friedrich von der Deutschen Stiftung Musikleben gefördert und spielt ein französisches Cello aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds.

2018 war Friedrich Thiele Teilnehmer der Kronberger Cello Meisterkurse & Konzerte und wurde dort mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Seit Oktober 2020 studiert Friedrich Thiele bei Wolfgang Emanuel Schmidt an der Kronberg Academy. Sein Studium wird ermöglicht durch das Renate und Peter von Metzler-Patronat.

Photo: René Gaens

Carlos Vidal Bellester
Violoncello

Carlos Vidal Bellester

Carlos Vidal Ballester, 2004 in Valencia geboren, studiert bei Jérôme Pernoo am Conservatoire National Supérieur de Paris.

Carlos Vidal Ballester, 2004 in Valencia geboren, studiert bei Jérôme Pernoo am Conservatoire National Supérieur de Paris. Er erhielt Cellounterricht bei Iñaki Etxepare in Barcelona sowie bei Salvador Bolón, María Casado und Asier Polo in Valencia und Madrid. Im Juni 2019 schloss er sein Studium am Städtischen Konservatorium "José Iturbi" in Valencia ab. Er besuchte Meisterkurse bei Peter Bruns, Claudio Bohórquez, Danjulo Ishizaka, Gary Hoffmann, Miklos Perenyi, Xavier Gagnepain und Philippe Muller. 2019 gewann er den ersten Preis beim Dotzauer-Wettbewerb in Dresden, 2021 den zweiten Preis beim Internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb in Pörtschach (Österreich) sowie den ersten Preis beim Internationalen Cello-Wettbewerb Luthiers Clar. Der erste Preis bei Juventudes Musicales in Spanien 2022 geht einher mit zwei Konzerttourneen durch Spanien in der Saisons 23/24 und 24/25. Carlos spielt auf einem englischen Cello aus dem Jahr 1808 namens "Sweet" und einem Bogen von Charles Nicolas Bazin aus dem Jahr 1875.
Stephen Waarts © Benjamin Ealovega
Violine

Stephen Waarts

Jeder Künstler sollte seinen eigenen Klang haben, egal auf welchem Instrument er spielt, davon ist Stephen Waarts überzeugt. Eigentlich wollte sein Zwillingsbruder Geige lernen.

„My discipline comes from just loving music“

Jeder Künstler sollte seinen eigenen Klang haben, egal auf welchem Instrument er spielt, davon ist Stephen Waarts überzeugt. Eigentlich wollte sein Zwillingsbruder Geige lernen. Stephen machte mit – und weiter. Um der Musik willen zog er schon mit 15 weit von zu Hause weg, auf die andere Seite des amerikanischen Kontinents, und mit 20 weiter nach Deutschland, immerhin in die Nähe seiner holländischen Verwandten. In seinem Musikerleben fühlt sich Stephen Waarts zuhause, auch wenn es weniger glamourös ist, als mancher sich das vorstellen mag. Dazu gehört: diszipliniert sein, authentisch sein und offen für die Inspiration, die das Leben an jeder Ecke bereithält. Dabei hätte ihn auch die Mathematik sehr fasziniert. Jedenfalls hat das, was man für beides braucht: Kreativität und Intelligenz. Und vor allem einen ganz besonderen Klang.

Der Geiger niederländisch-amerikanischer Herkunft nahm sein Studium bei Li Lin am San Francisco Conservatory of Music auf und wechselte später zu Aaron Rosand an das Curtis Institute of Music, wo er seinen Bachelorgrad erwarb. Zudem wurde er in das Perlman Music Programme von Itzhak Perlman aufgenommen.

Seit seinen Wettbewerbserfolgen als Preisträger der Queen Elisabeth Competition 2015 sowie des ersten Preises beim Internationalen Yehudi Menuhin Violinwettbewerbs 2014 und des zweiten Preises des Internationalen Musikwettbewerbs Montréal 2013 ist er in den Konzertsälen weltweit gefragt und gastiert bei zahlreichen internationalen Festivals. 2017 gewann er den Avery Fisher Career Grant Award. 2019 wurde er mit dem Orchestra Award des International Classical Music Award (ICMA) ausgezeichnet.

Stephen Waarts konzertierte bereits mit dem Symphonieorchester Montréal, dem San Francisco Kammerorchester, dem Konzerthausorchester Berlin und dem hr-Sinfonieorchester unter Christoph Eschenbach sowie mit dem Orchestre National de Belgique, der Stettiner Philharmonie, der Slowakischen Philharmonie und der Kapstädter Philharmonie. Kürzlich gab er sein Debüt beim Aspen Music Festival und beim Mostly Mozart Festival in New York.

2015 und 2017 war Stephen Waarts aktiver Teilnehmer der Meisterkurse von Mihaela Martin und Christian Tetzlaff im Rahmen des Kronberg Academy Festivals. 2017 und 2019 spielte er beim Kronberg Academy Festival ein Konzert. 2018 wirkte er bei Chamber Music Connects the World mit. Seit Oktober 2016 studiert er an der Kronberg Academy bei Mihaela Martin. Das Studium wird ermöglicht durch das Bubmann/Rühland-Patronat. Seit März 2021 ist Stephen Waarts Fellow der Kronberg Academy.

Photo: Benjamin Ealovega

Jörg Widmann © Marco Borggreve
Klarinette

Jörg Widmann

Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York war der Klarinettist Jörg Widmann 16 Jahre lang selbst Professor für Klarinette an der Freiburger Musikhochschule, davon sieben Jahre auch als Professor für Komposition.

Jörg Widmann gehört zu den aufregendsten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation. Ausgebildet von Gerd Starke in München und Charles Neidich an der Juilliard School New York war der Klarinettist Jörg Widmann 16 Jahre lang selbst Professor für Klarinette an der Freiburger Musikhochschule, davon sieben Jahre auch als Professor für Komposition.

Er war regelmäßig zu Gast bei bedeutenden internationalen Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, Orchestre National de France, Tonhalle-Orchester Zürich, National Symphony Orchestra Washington, Orchestre symphonique de Montréal, National Symphony Orchestra Taiwan, Netherlands Philharmonic Orchestra und Toronto Symophony Orchestra und konzertiert mit Dirigenten wie Daniel Barenboim, Kent Nagano, Christoph Eschenbach und Christoph von Dohnanyi.

Im Rahmen der Donaueschinger Musiktage 2015 brachte er das neue Klarinettenkonzert „über“ von Mark Andre zur Uraufführung. Mehrere Klarinettenkonzerte sind ihm gewidmet und durch ihn uraufgeführt worden, unter anderem etwa die Musik für Klarinette und Orchester von Wolfgang Rihm (1999) und Cantus von Aribert Reimann (2006).

Komposition studierte Jörg Widmann bei Kay Westermann, Wilfried Hiller, Hans Werner Henze und Wolfgang Rihm. Sein Schaffen wurde vielfach ausgezeichnet, zuletzt mit dem renommierten, nur alle zwei Jahre verliehenen Stoeger Prize der New Yorker Chamber Music Society of Lincoln Center (2009). 2001 erhielt Jörg Widmann den Hindemith-Preis des Landes Schleswig-Holstein, 2004 den Schönberg-Preis des Arnold Schönberg Centers Wien, des Deutschen Symphonie-Orchesters Berlin und DeutschlandRadio Berlin, 2006 erhielt er den Kompositionspreis des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg für die bemerkenswerteste Uraufführung der Donaueschinger Musiktage sowie den Claudio-Abbado-Kompositionspreis der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker.

Dirigenten wie Daniel Barenboim, Daniel Harding, Kent Nagano, Christian Thielemann, Mariss Jansons, Valery Gergiev, Andris Nelsons und Simon Rattle bringen seine Musik regelmäßig zur Aufführung. Orchester wie die Wiener und die Berliner Philharmoniker, das New York Philharmonic, Orchestre de Paris, BBC Symphony Orchestra und viele andere haben seine Musik uraufgeführt und regelmäßig in ihrem Konzertrepertoire. Im März 2019 wurde eine Neufassung seiner Oper „Babylon“ an der Staatsoper unter den Linden uraufgeführt. Zu seinen Kammermusikpartnern gehören Künstler wie Mitsuko Uchida, Andras Schiff, Tabea Zimmermann, und das Hagen Quartett.

Seit 2017 bekleidet Widmann einen Lehrstuhl für Komposition an der Barenboim-Said Akademie Berlin. Er war Fellow des Wissenschaftskollegs zu Berlin und ist Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, der Freien Akademie der Künste Hamburg (2007) und der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz (2016), von der er 2018 mit dem Robert Schumann Preis für Dichtung und Musik ausgezeichnet wurde. Im Dezember 2018 wurde Jörg Widmann mit dem bayerischen Maximiliansorden geehrt.

Photo: Marco Borggreve

Pinchas Zuckerman © Cheryl Mazak
Violine

Pinchas Zukerman

Seit über fünf Jahrzehnten hat sich Pinchas Zukerman als einer der gefragtesten und vielseitigsten Künstler etabliert.

Seit über fünf Jahrzehnten hat sich Pinchas Zukerman als einer der gefragtesten und vielseitigsten Künstler etabliert. Über 100 CD-Veröffentlichungen mit mehr als mehr als 20 Grammy-Nominierungen und zwei Grammy Award demonstrieren seine Virtuosität, die expressive, lyrische Art seines Spiels sowie seine fantastische Musikalität. Als leidenschaftlicher Pädagoge leitete er 25 Jahre lang das »Pinchas Zukerman Performance Programm« an der Manhattan School of Music, wo er Pionierarbeit im Gebrauch von Fernlehre-Technologien im Musikbereich geleistet hat.

Am 16. Juli 2018 feierte der israelisch-amerikanische Geiger, Dirigent und Pädagoge seinen 70. Geburtstag. Pinchas Zukerman wurde 1948 in Tel Aviv geboren und erhielt seine Ausbildung in Israel, ab 1962 an der Juilliard School of Music in New York, wo er Dank eines Stipendiums der Rubinstein Foundation bei Ivan Galamian und Isaac Stern studierte.

Mit der Cellistin Jaqueline du Pré und dem Pianisten Daniel Barenboim bildete er ein berühmtes Trio, das zahlreiche hochgelobte Aufnahmen einspielte. Daneben nahm auch seine Dirigententätigkeit mehr und mehr Raum ein, von 1980-1987 leitete er das amerikanische St. Paul Chamber Orchestra. Mit seiner Ehefrau, der Cellistin Amanda Forsyth, und einigen seiner Studenten gründete er 2002 die Zukerman ChamberPlayers, mit denen er auch in Deutschland aufgetreten ist. Zudem ist Pinkas Zukerman musikalischer Direktor des National Arts Center Orchestra. Die Deutsche Grammophon veröffentlichte 2016 eine limitierte Editon der gesamten Aufnahmen für DG und Philips mit Werken u.a. von Bach, Brahms, Beethoven, Mozart, Sibelius und Mendelssohn.

Als Solist und als Dirigent leitet Pinchas Zukerman das National Arts Centre Orchestra sowie Orchester in Baltimore, San Diego, Vancouver, Nashville und das New West Symphony Orchestra. Außerdem tritt er regelmäßig zusammen mit der Camerata Salzburg sowie dem Royal Philharmonic Orchestra in Konzertsälen in Europa und den USA auf. Als Solist gibt er Konzerte zusammen mit dem San Francisco Symphony Orchestra, der Manchester Camerata, dem Prager Symphonie Orchester und mit dem Pacific Symphony Orchestra in Kalifornien und auf einer Tournee durch China.

Photo: Cheryl Mazak

Kremerata Baltica © Angie Kremer
Orchester

Kremerata Baltica

Im Sommer 1997 präsentierte der international renommierte Geiger beim Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich sein neues Projekt.

Vor zwanzig Jahren stellte Gidon Kremer die Weichen für eine musikalische Revolution. Im Sommer 1997 präsentierte der international renommierte Geiger beim Kammermusikfest Lockenhaus in Österreich sein neues Projekt. Die Geburt der Kremerata Baltica – bestehend aus 23 exzellenten Nachwuchsmusikern aus Lettland, Litauen und Estland – wurde mit großem Beifall begrüßt. Seitdem begeistert das Orchester mit seiner uneingeschränkten Freude am Spielen und seinen überaus einfallsreichen Programmen Konzertbesucher in aller Welt.

Die Kremerata Baltica entstand aus Gidon Kremers tiefem inneren Bedürfnis, seinen reichen Erfahrungsschatz mit jungen Kollegen aus dem Baltikum zu teilen. Die Probenarbeit des Ensembles, die keinen Raum für künstlerische Kompromisse lässt, ist geprägt von höchstem Qualitätsbewusstsein und kreativer Aufgeschlossenheit.

Neben Werken des gängigen Repertoires erarbeitet die Kremerata Baltica auch Uraufführungen von Komponisten wie Lera Auerbach, Leonid Desyatnikov, Giya Kancheli, Arvo Pärt, Georgs Pēlecis, Alexander Raskatov, Valentin Silvestrov, Victor Kissine, Sofia Gubaidulina und Pēteris Vasks.

Das breite Repertoire der Kremerata Baltica spiegelt sich in der Diskographie des Ensembles wider, die von sämtlichen Mozart-Violinkonzerten mit Gidon Kremer über Enescus Streichoktett und Piazzollas Tango Ballet bis zu Ersteinspielungen von Werken von Kancheli, Kissine und Pärt reicht. After Mozart, erschienen bei Nonesuch Records, gewann 2002 einen Grammy Award sowie einen ECHO Klassik, und die Alben mit Werken von George Enescu und Mieczysław Weinberg wurden für Grammys nominiert.

Die Kremerata Baltica war im Rahmen ihrer Konzerte bereits mit über 1000 Werken in 600 Städten in mehr als 50 Ländern zu Gast. Sie tritt regelmäßig bei Konzertreihen und Festivals auf, darunter auf Schloss Neuhardenberg bei Berlin, auf Schloss Elmau in Bayern und beim Kammermusikfest Lockenhaus.

Gesellschaftspolitisch engagierte sich das Ensemble unter anderem 2013 mit seinem Konzert To Russia with Love in der Berliner Philharmonie, das auf die Menschenrechtslage in Russland aufmerksam machen wollte, und mit seinem jüngsten kreativen Projekt Pictures from the East, das in Zusammenarbeit mit dem syrischen Künstler Nizar Ali Badr entstand und die verzweifelte Lage der Flüchtlinge aus den Konfliktregionen des Mittleren Ostens thematisiert.

Seit 2003 veranstaltet die Kremerata Baltica ihr eigenes Festival in Sigulda in der Lettischen Schweiz.

2016/17 feiert die Kremerata Baltica ihr 20-jähriges Bestehen und Gidon Kremers 70. Geburtstag mit neun Konzerten in den USA und einer ausgedehnten Jubiläums-Tournee durch Europa unter der Leitung von Gidon Kremer. Seit Februar 2008 ist die Kremerata Baltica Orchestra in Residence der Kronberg Academy.

Photo: Angie Kremer

Ensemble Resonanz © Tobias Schult
Orchester

Ensemble Resonanz

Mit seiner außergewöhnlichen Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit.

Mit seiner außergewöhnlichen Spielfreude und künstlerischen Qualität zählt das Ensemble Resonanz zu den führenden Kammerorchestern weltweit. Die Programmideen der Musiker:innen setzen alte und neue Musik in lebendige Zusammenhänge und sorgen für Resonanz zwischen den Werken, dem Publikum und Geschichten, die rund um die Programme entstehen.

In Hamburg bespielt das Ensemble Resonanz mit der Elbphilharmonie und dem resonanzraum St. Pauli zwei besondere und unterschiedliche Spielorte. Die Residenz an der Elbphilharmonie beinhaltet die Konzertreihe resonanzen, die in der 21. Saison für Furore sorgt. Aber auch mit Kinderkonzerten sowie im Rahmen diverser Festivals gestaltet das Ensemble die Programmatik des neuen Konzerthauses entscheidend mit und setzt Akzente für eine lebendige Präsentation klassischer und zeitgenössischer Musik.

Das 18-köpfige Streichorchester ist demokratisch organisiert und arbeitet ohne festen Dirigenten, holt sich aber immer wieder künstlerische Partner:innen an Bord. Mit dem Geiger und Dirigenten Riccardo Minasi ist ein langjähriger Freund »Principal Guest Conductor & Partner in Crime« des Ensembles – eine Zusammenarbeit, die in zahlreichen Konzerten und CD-Aufnahmen gefestigt wurde. Enge künstlerische Verbindungen ging das Ensemble zuvor mit der Bratschistin Tabea Zimmermann, der Geigerin Isabelle Faust, dem Cellisten Jean-Guihen Queyras oder dem Dirigenten Emilio Pomàrico ein. Auch die Zusammenarbeit mit Komponist:innen und die Entwicklung eines neuen Repertoires sind ein treibender Motor der künstlerischen Arbeit.

Der resonanzraum im Hochbunker auf St. Pauli, der europaweit erste Kammermusik-Club, ist die Heimat des Ensemble Resonanz. Hier laden die Musiker:innen monatlich zu der Konzertreihe urban string, die von den Ensemble-Mitgliedern gestaltet und im Dialog mit der Musik internationaler DJ- und Elektronik-Künstler:innen präsentiert wird. Auch die an die Konzerte angedockten ankerangebote, die das Publikum zu neuen Erfahrungsräumen rund um die Programme laden, finden zum großen Teil hier statt: von werkstätten über hörstunden bis zu den Philosophie-Gesprächen im bunkersalon. Der resonanzraum wurde 2017 für sein innovatives Programm zum Hamburger Musikclub des Jahres gewählt, zudem erhielt er verschiedene Architektur-Preise wie den AIT-Award oder den Publikumspreis des BDA. Die Reihe urban string wurde 2016 mit dem Innovation Award der Classical Next ausgezeichnet.

Ausgehend von Hamburg gastieren die Musiker:innen auf diversen Festivals und an den führenden Konzerthäusern weltweit und lassen von Wien bis Tokio ein begeistertes Publikum zurück.

Photo: Tobias Schult

Stuttgarter Kammerorchester © Wolfgang Schmidt Ammerbuch
Orchester

Stuttgarter Kammerorchester

Das Stuttgarter Kammerorchester wurde 1945 gegründet und nimmt seither durch seine Verbindung von Tradition und Entdeckergeist einen bedeutenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein.

Das Stuttgarter Kammerorchester wurde 1945 gegründet und nimmt seither durch seine Verbindung von Tradition und Entdeckergeist einen bedeutenden Platz in der internationalen Orchesterlandschaft ein.

Seit der Spielzeit 2013/2014 ist Matthias Foremny Chefdirigent, der das Orchesterrepertoire durch die Wiederentdeckung selten gespielter Werke aller Epochen stets erweitert. Zahlreiche international renommierte Solisten wie Renaud und Gautier Capuçon, Steven Isserlis, Nicolas Altstaedt, Anne-Sophie Mutter, Fazil Say und François Leleux konzertierten mit dem Klangkörper.

Das Kernrepertoire des Stuttgarter Kammerorchesters reicht von Bach bis in das 20. Jahrhundert und wurde vom Gründungsdirigenten Karl Münchinger etabliert. Neben Neuinterpretationen des Repertoires konzentriert sich das Orchester auch auf die historische Aufführungspraxis mit Spieltechniken vergangener Jahrhunderte sowie auf Konzertprojekte mit der Neuen Musik. Genreübergreifende Konzerte mit Jazz-Virtuosen wie dem Avishai Cohen Trio und Richard Galliano sowie die Zusammenarbeit mit Künstlern der elektronischen Musik bereichern die stilistische Bandbreite. Einen weiteren Schwerpunkt legt das Stuttgarter Kammerorchester auf Education-Arbeit und Kooperationen mit Bildungseinrichtungen. Tourneen und Gastspiele führen das Ensemble rund um den Globus, wie etwa nach Südamerika, Japan, Nepal und Indien. Für sein außergewöhnliches Engagement wurde dem Stuttgarter Kammerorchester 2008 der Europäische Kammermusikpreis der Europäischen Kulturstiftung verliehen.

Das Stuttgarter Kammerorchester wird gefördert vom Land Baden-Württemberg, der Stadt Stuttgart und der Robert Bosch GmbH.

Photo: Wolfgang Schmidt

Violine

Lara Boschkor

Lara Boschkor wurde 1999 in Tübingen geboren und begann mit dem Violinspiel im Alter von vier Jahren. Die junge Geigerin konnte bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewinnen.

Lara Boschkor wurde 1999 in Tübingen geboren und begann mit dem Violinspiel im Alter von vier Jahren. Die junge Geigerin konnte bereits zahlreiche Preise und Auszeichnungen gewinnen. Dazu zählen der erste Preis der Jeunesses International Violin Competition 2011, der zweite Preis des Internationalen Johannes Brahms Violinwettbewerbs 2012 sowie der erste Preis des Carl Flesch Violinwettbewerbs 2013. 2015 erhielt sie außerdem den ersten Preis der Johansen International String Competition. Gefördert wird das Nachwuchstalent von der Deutschen Stiftung Musikleben und der Bruno Frey Stiftung. Im Jahr 2017 erhielt sie den ersten Preis beim renommierten TONALi Musikwettbewerb.

Als Solistin konzertierte sie bereits unter anderem mit den Osaka Symphonikern, dem Armenischen Philharmonischen Orchester und dem Staatlichen Symphonieorchester Mexiko. Kammermusikalisch gastierte sie bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Musiktagen Mondsee, dem Oberstdorfer Musiksommer sowie dem Schleswig-Holstein Musikfestival.

Lara Boschkor spielt eine Violine von Carlo Antonio Testore, Mailand 1740, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.

2013 und 2017 nahm Lara Boschkor als aktive Teilnehmerin bei Ana Chumachenco und 2015 bei Donald Weilerstein an den Geigen Meisterkursen der Kronberg Academy teil, wo sie 2015 mit dem Prinz von Hessen-Preis und 2017 mit dem Ana Chumachenco Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2017 und 2019 wirkte sie beim Kronberg Academy Festival mit. Seit Oktober 2015 studiert sie an der Kronberg Academy bei Erik Schumann. Ihr Studium wird durch das Yehudi Menuhin-Patronat gefördert.

Photo: Fabian Stürtz

Jerome Ducros © Jean-Baptiste Millot
Klavier

Jérôme Ducros

Jérôme Ducros studierte Klavier bei François Thinat, Gérard Frémy und Cyril Huvé.

Jérôme Ducros studierte Klavier bei François Thinat, Gérard Frémy und Cyril Huvé. Der Gewinner der Umberto Micheli International Piano Competition ist sowohl als Komponist als auch als vielseitiger Pianist tätig. Sein breites Repertoire reicht, insbesondere durch seine eigenen Kompositionen, bis zur heutigen Musik. Darüber hinaus veröffentlichte Jérôme Ducros eine Reihe von theoretischen Werken über die musikalische Sprache und ihre Bedeutung.

Als vielgefragter Kammermusiker spielt er regelmäßig auf Konzerten und bei Aufnahmen mit Renaud und Gautier Capuçon, Philippe Jaroussky, Jérôme Pernoo und Bruno Philippe. Ducros ist als Pianist auf den größten Bühnen weltweit zu erleben, wie dem Théâtre des Champs-Elysées, der Berliner Philharmonie, dem Musikverein und Konzerthaus Wien, der Wigmore Hall und dem Barbican Centre London, dem Concertgebouw Amsterdam, der Carnegie Hall, dem Gran Teatre del Liceu Barcelona, dem Mariinsky Theater Sankt Petersburg, der Tchaikovsky Concert Hall Moskau, dem Kultur- und Kongresszentrum Luzern oder der Tokyo City Opera.

Als Solist tritt er mit Orchestern wie dem Johannesburg Philharmonic Orchestra, Orchestre National de Lyon, Orchestre de Chambre de Lausanne, Orchestre National de Lille, Ensemble Orchestral de Paris, Orchestre Français des Jeunes und dem Rotterdam Philharmonic Orchestra auf und arbeitet zusammen mit Dirigenten wie Alain Altinoglu, Paul Meyer, James Judd, Emmanuel Krivine, Marc Minkowsi und Christopher Hogwood.

Photo: Baptiste Millot

Christoph Eschenbach
Dirigent

Christoph Eschenbach

Christoph Eschenbach ist weltweit aktiv als Dirigent und Pianist, berühmt für die Breite seines Repertoires und die Tiefe seiner Interpretationen, unermüdlich als Förderer junger musikalischer Talente, Träger höchster musikalischer Ehren.

Christoph Eschenbach ist weltweit aktiv als Dirigent und Pianist, berühmt für die Breite seines Repertoires und die Tiefe seiner Interpretationen, unermüdlich als Förderer junger musikalischer Talente, Träger höchster musikalischer Ehren. Das geradezu mit Händen zu greifende Charisma des Künstlers speist sich aus biographischen und intellektuellen Quellen ebenso wie aus erlebter Geschichte. Eine rare Kombination aus persönlichem Schicksal, musikalischem Bildungsweg und der Zugehörigkeit zu einer Generation, die die Tiefen und später auch die Höhen des 20. Jahrhunderts durchlitten und durchlebt hat. Es wäre dennoch grundfalsch, in Christoph Eschenbach nur den Lordsiegelbewahrer des kulturellen Erbes zu sehen. Dafür ist seine künstlerische Neugier allzu wach, seine unverminderte Lust, weltweit auf der Bühne zu stehen und mit möglichst unterschiedlichen Orchestern zu arbeiten. Seine größte Passion bezieht sich ohnehin längst nicht mehr auf die eigene Karriere. Er möchte die Fackel weitergeben an die nächste Generation, als Mentor, der sich selbst inspirieren und mitreißen lässt von der Energie und Motivation der Jungen, die er als „hundertprozentige Künstler“ beschreibt. Zu seinen Entdeckungen zählen der Pianist Lang Lang, die Violinistin Julia Fischer oder die Cellisten Leonard Elschenbroich und Daniel Müller-Schott. Für die künftige Weltklasse engagiert er sich zudem als Künstlerischer Beirat und Dozent der Kronberg Academy, der legendären Eliteschmiede für junge Geiger, Cellisten und Bratschisten. Schließlich wird Christoph Eschenbach selbst nicht müde, zu neuen Ufern aufzubrechen – in naher Zukunft übrigens auch an die Spree. Ab September 2019 wird Eschenbach die Leitung des Konzerthausorchesters Berlin übernehmen.

Christoph Eschenbach (*20. Februar 1940 in Breslau) wuchs als Kriegswaise bei der Cousine seiner Mutter, der Pianistin Wallydore Eschenbach, in Schleswig-Holstein und Aachen auf. Der Unterricht bei ihr legte den Grundstein für einen glänzenden musikalischen Werdegang. Nach dem Studium bei Eliza Hansen (Klavier) und Wilhelm Brückner-Rüggeberg (Dirigieren) ebneten ihm erste Preise als Pianist beim ARD-Wettbewerb 1962 und dem Concours Clara Haskil 1965 auch international den Weg.

Gefördert von Mentoren wie George Szell und Herbert von Karajan, verlagerte Eschenbach seinen Fokus zunehmend auf das Dirigieren: Er war Chefdirigent und Künstlerischer Leiter des Züricher Tonhalle-Orchesters von 1982 bis 1986, Musikalischer Direktor der Houston Symphony von 1988 bis 1999, Künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals von 1999 bis 2002 sowie Musikalischer Direktor des NDR Sinfonieorchesters von 1998 bis 2004, des Philadelphia Orchestra von 2003 bis 2008 und des Orchestre de Paris von 2000 bis 2010. Von 2010 bis 2017 leitete Eschenbach das Washington National Symphony Orchestra. Als Gegengewicht zu seinen vielen festen Verpflichtungen setzt Eschenbach bewusst auf eine extensive Gastdirigenten-Tätigkeit, unter anderem bei den Wiener und Berliner Philharmonikern, dem Chicago Symphony Orchestra, der Staatskapelle Dresden, der Scala sowie dem NHK Symphony Orchestra, Tokyo.

Die beeindruckende Diskografie von Christoph Eschenbach, sowohl als Dirigent wie als Pianist, entstand im Lauf von fünf Jahrzehnten und reicht von J.S. Bach bis zu zeitgenössischer Musik. Zahlreiche Einspielungen haben mittlerweile Referenzstatus und wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet, darunter der Preis der Deutschen Schallplattenkritik oder der Grammy Award. Eine besonders fruchtbare kammermusikalische Partnerschaft verbindet Eschenbach mit dem Bariton Matthias Goerne. Live und mittlerweile auch auf CD durchmessen die beiden kongenial den Liederschatz der deutschen Romantik von Schubert bis Brahms.

Christoph Eschenbach ist Ritter der Légion d'honneur, Commandeur des Arts et des Lettres und Gewinner des Leonard Bernstein Preises. 2015 wurde er als Pianist und Dirigent mit dem Ernst-von-Siemens-Musikpreis, dem „Nobelpreis für Musik“, ausgezeichnet.

Sebastian Fritsch © René Gaens
Violoncello

Sebastian Fritsch

Sebastian Fritsch, geboren 1996 in Stuttgart, hat bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben Preise erhalten. So gewann er 2019 den renommierten Deutschen Musikwettbewerb sowie den Publikumspreis, den 1. Preis des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs und 2018 den 1. Preis des TONALi Cellowettbewerbs.

Sebastian Fritsch, geboren 1996 in Stuttgart, hat bei zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben Preise erhalten. So gewann er 2019 den renommierten Deutschen Musikwettbewerb sowie den Publikumspreis, den 1. Preis des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs und 2018 den 1. Preis des TONALi Cellowettbewerbs. Hier wurde er ebenfalls mit dem Publikumspreis, dem Mariinsky-Sonderpreis und dem Saltarello-Sonderpreis ausgezeichnet.

Er begann sein Studium 2014 bei Jean-Guihen Queyras an der Hochschule für Musik Freiburg und setzte es 2018 in Weimar in der Violoncelloklasse von Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt fort.

Wichtige musikalische Impulse erhielt der Cellist unter anderem von Wen-Sinn Yang, Jens Peter Maintz, David Geringas, Ivan Monighetti und Frans Helmerson. Darüber hinaus arbeitet er mit seiner langjährigen Lehrerin Lisa Neßling und ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein.

Als Solist trat er bereits mit Orchestern wie dem Mariinski-Theaterorchester St. Petersburg, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Konzerthausorchester Berlin und den Nürnberger Symphonikern auf, unter anderem in der Elbphilharmonie Hamburg, in der Liederhalle Stuttgart und im Konzerthaus Berlin. Er gastierte bei Festivals wie der Cello Biënnale Amsterdam, den Salzburger Festspielen und beim Schleswig-Holstein Musik Festival. Als begeisterter Kammermusiker gründete er 2010 zusammen mit der Geigerin Rosa Neßling das Stuttgarter Kammerduo. Konzerte im In- und Ausland belegen zusammen mit der Auszeichnung des Internationalen Anton Rubinstein Wettbewerbs 2019 das künstlerische Profil dieses Ensembles. Sebastian Fritsch spielt ein Cello von Thorsten Theis aus dem Jahr 2016.

2011 nahm Sebastian Fritsch als Schüler bei Mit Musik – Miteinander teil und war 2016 aktiver Teilnehmer bei den Cello Meisterkursen der Kronberg Academy. Seit Oktober 2020 studiert er an der Kronberg Academy bei Wolfgang Emanuel Schmidt. Sein Studium wird ermöglicht durch das Arpeggione-Patronat.

Photo: René Gaens

Håvard Gimse © Ilja Hendel
Klavier

Håvard Gimse

Håvard Gimse wurde 1966 in Kongsvinger (Norwegen) geboren und begann zunächst an der Hochschule der Künste Berlin bei Hans Leygraf zu studieren.

Håvard Gimse wurde 1966 in Kongsvinger (Norwegen) geboren und begann zunächst an der Hochschule der Künste Berlin bei Hans Leygraf zu studieren. Nach 1995 setzte er seine Studien bei Jiri Hlinka in seinem Heimatland fort. Zu den Preisen, die der Pianist sich erspielt hat, zählen unter anderem der Steinway Prize 1995, der Grieg Prize 1996, der Sibelius Prize 2004 und zuletzt der Norwegian Critics Prize für seine Aufführung aller Cellosonaten Beethovens mit Truls Mørk beim Bergen International Festival 2011. Seine große Affinität zu skandinavischer – insbesondere norwegischer – Musik spiegelt sich auch in seinen CD-Aufnahmen wider, die unter anderem mit dem Diapson d’Or und dem Gramophone’s Critics Choice ausgezeichnet wurden.

Der Pianist führt ein aktives Konzertleben und ist mit Orchestern wie dem Stockholm Philharmonic Orchestra, dem Oslo Philharmonic Orchestra, den Baltimore Symphony Orchestras, dem Japan Philharmonic Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester und dem Konzerthausorchester Berlin aufgetreten. Darüber hinaus ist er zu Gast bei zahlreichen Kammermusikfestivals in Bergen, Trondheim, Oslo, Risør und auf bedeutenden Bühnen wie der Wigmore Hall in London und der Carnegie Hall in New York, dem Palais des Beaux Arts in Brüssels und dem Concertgebouw in Amsterdam. Jüngst trat er mit Truls Mørk in Spanien, Italien und Deutschland auf, mit Tine Thing Helseth in der Carnegie Hall und spielte Rezitale mit Alina Pogotskina und mit Marianne Thoresen in der Wigmore Hall.

Håvard Gimse war künstlerischer Leiter des Elverum Music Festivals und ist heute Mitglied des Künstlerischen Beirats des Oslo Chamber Music Festivals. Er ist Professor am Musikkonservatorium in Oslo und gibt regelmäßig Meisterkurse in Norwegen und im Ausland.

Photo: Ilja Hendel

Vadim Gluzman © Marco Borggreve
Violine

Vadim Gluzman

Vadim Gluzmans außergewöhnliche Kunstfertigkeit besteht in der Fortsetzung der großen Geigertradition des 19. und 20. Jahrhunderts, die er mit der Frische und Dynamik der Gegenwart belebt. Zu seinem breit gefächerten Repertoire zählt insbesondere auch die zeitgenössische Musik, die er fördert und liebt.

Vadim Gluzmans außergewöhnliche Kunstfertigkeit besteht in der Fortsetzung der großen Geigertradition des 19. und 20. Jahrhunderts, die er mit der Frische und Dynamik der Gegenwart belebt. Zu seinem breit gefächerten Repertoire zählt insbesondere auch die zeitgenössische Musik, die er fördert und liebt.

Der israelische Geiger tritt regelmäßig mit bedeutenden Orchestern auf, darunter die Berliner Philharmoniker, Boston und Chicago Symphony Orchestra, London Philharmonic, Israel Philharmonic, London Symphony, Gewandhausorchester Leipzig, die Münchner Philharmoniker, San Francisco Symphony Orchestra, Minnesota Orchestra und das NHK Symphony Orchestra. Er arbeitet dabei mit führenden Dirigenten wie Neeme Järvi, Santtu-Matias Rouvali, Tugan Sokhiev, Hannu Lintuund Michail Jurowski zusammen. Er ist regelmäßiger Gast bei den Festivals Tanglewood, Grant Park, Colmar und dem North Shore Chamber Music Festival in Northbrook Illinois, das er 2011 gründete.

Zu den Höhepunkten der aktuellen Saison zählen Auftritte mit dem Chicago Symphony Orchestra, dem Orpheus Chamber Orchestra, dem NDR Elbphilharmonie Orchestra, den Stuttgarter Philharmonikern, dem KBS und dem Singapore Symphony Orchestra sowie Konzerte bei den Festivals Ravinia, Aspen, Blossom und Domaine Forget. Vadim Gluzman leitet zudem Auftritte mit dem ProMusica Chamber Orchestra in Columbus, Ohio, wo er als Creative Partner und Principal Guest Artist fungiert.

Vadim Gluzman hat Werke von Sofia Gubaidulina, Moritz Eggert, Giya Kancheli, Elena Firsova, Pēteris Vasks, Michael Daugherty und Lera Auerbach uraufgeführt. In den kommenden Spielzeiten stellt er ein neues Violinkonzert von Erkki-Sven Tüür mit der Oregon Symphony, dem hr-Sinfonieorchester und der Göteborg Symphony vor.

Zu den Auszeichnungen für seine umfangreiche Diskographie gehören der Diapason d’Or of the Year, Gramophone’s Editor’s Choice, der Choc de Classica Award des Classica Magazine und die Disc of the Month von The Strad, BBC Music Magazine und ClassicFM.

Als Distinguished Artist in Residence am Peabody Conservatory, wo er eine ausgewählte Gruppe junger Geiger unterrichtet, spielt Gluzman auf der legendären „Ex-Leopold Auer“ Stradivari von 1690, die als ständige Leihgabe von der Stradivari Society Chicago zur Verfügung gestellt wird.

Vadim Gluzman wurde 1973 in der Ukraine geboren und erhielt seinen ersten Violinunterricht im Alter von sieben Jahren. Vor seinem Umzug nach Israel im Jahr 1990, wo er bei Yair Kless studierte, lernte er in Lettland bei Roman Sne und in Russland bei Zakhar Bron. Seine Lehrer in den USA waren Arkady Fomin und an der Juilliard School die verstorbene Dorothy DeLay sowie Masao Kawasaki. Zu Beginn seiner Karriere hatte Vadim Gluzman das Glück, von Isaac Stern gefördert zu werden. 1994 erhielt er den renommierten Henryk Szeryng Foundation Career Award.

Photo: Marco Borggreve

Alban Gerhardt © Sim Canetty-Clarke
Violoncello

Alban Gerhardt

Gelobt als “ein Kantabilitätszauberer und Meister virtuoser Rasanz” (Der Tagesspiegel) hat Alban Gerhardt seit 25 Jahren eine einzigartige Wirkung auf sein Publikum weltweit durch sein hohes Maß an Musikalität, seine überwältigende Bühnenpräsenz und seine nahezu unstillbare künstlerische Neugier.

Gelobt als “ein Kantabilitätszauberer und Meister virtuoser Rasanz” (Der Tagesspiegel) hat Alban Gerhardt seit 25 Jahren eine einzigartige Wirkung auf sein Publikum weltweit durch sein hohes Maß an Musikalität, seine überwältigende Bühnenpräsenz und seine nahezu unstillbare künstlerische Neugier. Seine Gabe, bekannte Werke in neuem Licht erscheinen zu lassen und sein Appetit, neues Repertoire aus den vergangenen Jahrhunderten bis zu zeitgenössischen Werken zu entdecken, suchen ihresgleichen.
Höhepunkte der Saison 2018/19 sind die Welturaufführung des neuen Cellokonzerts von Brett Dean mit Sydney Symphony/Robertson und die Europäische Erstaufführung mit den Berliner Philharmonikern/Oramo, sowie Konzerte mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem WDR Sinfonieorchester unter Jukka-Pekka Saraste, mit dem er beide Schostakowistch-Konzerte aufnehmen wird, dem MDR Sinfonieorchester, Oslo Philharmonic und Hong Kong Philharmonic.

Alban Gerhardt wird außerdem Rezitale unter anderem in der Londoner Wigmore Hall, im Philips Collection Museum in Washington und in der Shanghai Concert Hall geben.

Zudem ruft Gerhardt gemeinsam mit der Geigerin Gergana Gergova, der Choreografin Sommer Ulrickson und dem Bildhauer Alexander Polzin ein neues Projekt ins Leben, „Love in Fragments“, das Musik, Bewegung und Sprache vereint und seine Welturaufführung in New York’s 92nd St Y erleben wird.

Mit großer Leidenschaft teilt Alban Gerhardt seine künstlerischen Entdeckungen mit Zuhörern weit über die traditionellen Konzertsäle hinaus. So unternahm er Outreach-Projekte in Europa und den USA mit Aufführungen und Workshops in Schulen und Krankenhäusern, aber auch wegweisende Auftritte im öffentlichen Raum und Einrichtungen für jugendliche Straftäter. Seine Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn mit Liveauftritten auf den Hauptverkehrsstrecken in Deutschland beweist sein Engagement, traditionelle Hörgewohnheiten und Erwartungen an klassische Musik aufzubrechen. Anfang 2017 gründete Gerhardt #Musicians4UnitedEurope (www.musicians4unitedeurope.com), eine Gruppe von international renommierten Musikern, die sich für ein vereintes und demokratisches Europa einsetzt.

Nach frühen Wettbewerbserfolgen begann die internationale Karriere Alban Gerhardts mit seinem Debüt bei den Berliner Philharmonikern unter Semyon Bychkov 1991. Seitdem hat er mit den führenden Klangkörpern weltweit musiziert, unter anderem mit dem Royal Concertgebouw Orchestra, mit London Philharmonic, sämtlichen britischen und deutschen Rundfunkorchestern, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Orchestre National de France sowie dem Cleveland, Philadelphia, Boston und Chicago Symphony Orchestra. Dabei arbeitete er mit Dirigenten wie Kurt Masur, Christoph von Dohnányi, Christian Thielemann, Christoph Eschenbach, Michael Tilson-Thomas, Esa-Pekka Salonen, Vladimir Jurowski, Kirill Petrenko und Andris Nelsons zusammen.

Alban Gerhardt ist außerdem leidenschaftlicher Kammermusiker, unter seinen regelmäßigen Partnern sind Steven Osborne, Cecile Licad, Baiba Skride und Brett Dean. Gerhardt hat mit Komponisten wie Jörg Widmann, Unsuk Chin und Matthias Pintscher zusammengearbeitet.

Alban Gerhardts CD-Einspielungen sind mehrfach ausgezeichnet worden. Seine Aufnahme von Unsuk Chins Cellokonzert bei der Deutschen Grammophon wurde mit dem BBC Music Magazine Award prämiert und für den Gramophone Award 2015 nominiert. Beim Label Hyperion Records hat er zahlreiche Aufnahmen veröffentlicht, seine neueste Aufnahme von Rostropovichs “Encores” erschien im Januar 2017. 2019 werden die kompletten Bach-Suiten veröffentlicht.

Alban Gerhardt spielt ein Cello von Matteo Gofriller aus dem Jahr 1710.

Photo: Sim Canetty-Clarke

Julia Hamos © Dovile Sermokas
Klavier

Julia Hamos

Die Pianistin Julia Hamos verbindet ihre amerikanischen und ungarischen Wurzeln mit Abenteuergeist, um die Essenz von Repertoire zu ergründen, das von Bach bis zeitgenössischen Komponisten reicht.

Die Pianistin Julia Hamos verbindet ihre amerikanischen und ungarischen Wurzeln mit Abenteuergeist, um die Essenz von Repertoire zu ergründen, das von Bach bis zeitgenössischen Komponisten reicht. Als Solistin und Kammermusikerin knüpft sie an die Tradition der ungarischen Musikausbildung an und versucht gleichzeitig, eine gemeinsame Sprache mit ihren heutigen Musikerkollegen zu finden. Instinktiver künstlerischer Ausdruck, eine nach vorne gerichtete Einstellung, eine spielerische Geschmeidigkeit am Instrument und eine unbändige Faszination für die Musik machen sie zu einer Künstlerin, die man im Auge behalten sollte.

Sie ist Absolventin der Royal Academy of Music in London, wo sie bei Christopher Elton studierte, und des Mannes College of Music in New York, wo sie bei Richard Goode in die Lehre ging. 2019 setzte sie ihr Studium an der Barenboim-Said Akademie bei Sir András Schiff fort. Im Jahr 2021 arbeitete sie mit Maestro Daniel Barenboim in einer Reihe aufgezeichneter Meisterkurse über verschiedene Beethoven Klavier- und Streichsonaten zusammen. Darüber hinaus vertiefte sie sich gemeinsam mit György Kurtágs in dessen 8 Stücke für Klavier zu zwei Händen op. 3 im Budapest Music Center.

Sie ist Gewinnerin des Sterndale Bennett Prize for Romantic Music an der Royal Academy of Music und des Fidelman Prize for Contemporary Music des Mannes School of Music und gewann den Grand Prix der International Virtuoso Competition in New York. Derzeit ist sie Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Julia Hamos ist eine international anerkannte Solistin und Kammermusikerin. Sie tritt im Pierre-Boulez-Saal in Berlin, in der Wigmore Hall London sowie in New York im Lincoln Center, in der Carnegie Hall und im Kennedy Center, in der Liszt Academy in Budapest und anderen Konzertsälen in Europa und Übersee auf.

Sie gab Rezitale und Kammermusikaufführungen beim Krzyzowa Festival in Kreisau, Polen, sowie beim Trasimeno Music Festival in Italien, beim Prussia Cove Festival in Cornwall, im Rahmen der Verbier Festival Academy, beim Four Seasons Chamber Music Festival in North Carolina, beim Kneisel Hall Festival in Maine und beim Ravinia Steans Institute in Illinois.

Mit Leidenschaft erforscht sie die Dynamik zwischen Schüler und Lehrer und unterrichtete von 2017 bis 2019 an der 92nd Street Y School of Music in New York. Neue Einsichten gewinnt sie auch durch die enge Zusammenarbeit mit anderen Kunstbereichen, zum Beispiel durch eine Kooperation mit der Martha Graham Dance Company, dem New English Ballet Theater und der Drama Division der New School.

Auf Einladung von Sir András Schiff wird Julia Hamos in der Saison 2022/23 in der europaweiten Konzertreihe „Building Bridges“ auftreten. Sie wird ferner ihr Debüt beim Spoleto Festival in Charleston, South Carolina, geben, wo sie Ligetis Klavierkonzert und ein Rezital gemeinsam mit dem Castalian Quartett spielen wird. Weitere Engagements umfassen Auftritte beim Festival Mozaic in Kalifornien, im Muziekgebouw in Amsterdam und im Konzerthaus Berlin.

Beim Kronberg Academy Festival 2021 war sie gemeinsam mit den Cellisten Anouchka Hack und Friedrich Thiele zu hören. Seit Oktober 2021 studiert sie bei Sir András Schiff an der Kronberg Academy, ermöglicht durch das Henle Patronat der Günter Henle Stiftung.

Photo: Dovile Sermokas

Faud Ibrahomov © Irina Weinrauch
Dirigent

Fuad Ibrahimov

Seit November 2014 ist Fuad Ibrahimov Dirigent des Staatlichen Symphonieorchesters von Aserbaidschan, Chefdirigent der Neuen Philharmonie München und des Baku-Kammerorchesters.

Seit November 2014 ist Fuad Ibrahimov Dirigent des Staatlichen Symphonieorchesters von Aserbaidschan, Chefdirigent der Neuen Philharmonie München und des Baku-Kammerorchesters.
Fuad Ibrahimov hat in seiner jungen Karriere als Dirigent mit Orchestern wie dem Royal Philharmonic Orchestra (England), Orchestre Symphonique de Mulhouse (Frankreich), North Czech Philharmonic, MDR Symphony Orchestra Leipzig, der Staatskapelle Halle, den Göttinger und den Nürnberger Symphonikern zusammengearbeitet. Ebenfalls stand er als Dirigent mit dem "Das kritische Orchester Berlin®" auf der Bühne, das sich aus Musikern der Berliner Philharmoniker, der Staatskapelle Berlin, der Staatskapelle Dresden, der Südwestfälischen Philharmonie (Deutschland), dem Wiener Kammerorchester und vielen anderen Orchestern zusammensetzt. 2012 übernahm er seine erste freie Opernproduktion mit dem Gürzenich Orchester an der Kölner Oper als Gastdirigent. Im Juni 2011 wurde er von Maestro Fabio Luisi zum "Pacific Music Festival" nach Japan eingeladen.

1982 in Shusha in Aserbaidschan geboren, begann Fuad Ibrahimov sein Bratschenstudium im Alter von 12 Jahren an der Musikschule der Baku Music Academy in Aserbaidschan bei Tofig Aslanov. Ab 1998 studierte er dort bei B. Mehdiyev und schrieb sich gleichzeitig an der Kölner Musikhochschule für ein Studium bei Rainer Moog ein.
In dieser Zeit erhielt Fuad Ibrahimov ein Stipendium der Stiftung Friends of Azerbaijan Culture sowie das Dr. Carl Dörcken-Werner Richard-Stipendiums. Er konzertierte in zahlreichen deutschen Städten unter der Schirmherrschaft der Yehudi Menuhin Charitable Foundation und erhielt in Frankreich den Berlioz-Preis. 1998 war er der Gewinner der VII. Republic Music Competition in Baku und wurde im Alter von 15 Jahren als Bratschist in das Staatliche Symphonieorchester Aserbaidschan unter der Leitung von Rauf Abdullayev aufgenommen, wo er bis 2002 Mitglied war.

Ab 2006 begann Ibrahimov sein Dirigierstudium an der Musikhochschule Köln bei Prof. Michael Luig und ist seit 2008 Musikdirektor des studentischen Sinfonieorchesters "Sinfonietta" mit Sitz in Köln. Im Jahr 2010 wurde ihm vom DAAD ein Sonderpreis verliehen, der an besonders talentierte ausländische Studierende vergeben wird.

Als Mitgewinner des Internationalen Dirigentenwettbewerbs von Evgeny Svetlanov in Paris im Jahr 2018 wurde Fuad Ibrahimov eingeladen, das Orchestre Philharmonique de Monte-Carlo, Sinfonia Varsovia und das Orchestre d'Auvergne beim Rostropovich Festival im April 2019 zu dirigieren.

Photo: Irina Weinrauch

Georgy Kovalev © Georgy Kovalev
Viola

Georgy Kovalev

Den deutsch-russischen Bratschisten Georgy Kovalev, geboren 1990 in Tiflis (Georgien), beschreibt die Presse schon in jungen Jahren als “einen der herausragenden Bratschisten unserer Zeit, der auf seiner Viola Klangfarben erzeugt die das Publikum in seinen Bann zieht“.

Den deutsch-russischen Bratschisten Georgy Kovalev, geboren 1990 in Tiflis (Georgien), beschreibt die Presse schon in jungen Jahren als “einen der herausragenden Bratschisten unserer Zeit, der auf seiner Viola Klangfarben erzeugt die das Publikum in seinen Bann zieht“.

Nach Studien bei Yuri Bashmet und Matthias Buchholz vervollkommnet sich der junge Bratschist bei Nobuko Imai an der Kronberg Academy. Als Solist konzertierte Georgy Kovalev mit verschiedenen Orchestern wie zum Beispiel der Kremerata Baltica, dem Münchener Kammerorchester, dem State Orchestra Novaya Rossiya, den Moscow Soloists und dem New Japan Philharmonic Orchestra.

Vielfach wurde Georgy Kovalev mit Preisen in internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. Er ist Preisträger des Internationalen Yuri Bashmet Wettbewerbs Moskau, des Internationalen Viola Wettbewerbs Tokyo und des Internationalen Johannes Brahms Wettbewerbs. Er ist gern gesehener Gast bei Festivals wie der Schubertiade, dem Verbier Festival, dem Ravinia Festival, beim Heidelberger Frühling, beim Rheingau Musik Festival und beim Kronberg Academy Festival. Er konzertierte mit Künstlern wie Gidon Kremer, Christian Tetzlaff, Steven Isserlis, Yuri Bashmet, Fazil Say, Frans Helmerson, Igor Levit, Emanuel Ax, Jörg Widmann, Viviane Hagner, Claudio Bohórquez und Lawrence Lesser.

Seine Konzerte führten ihn durch ganz Europa, Russland und Amerika und unter anderem in Konzertsäle wie der Victoria Hall Genf, dem Theatre des Champs-Elysées Paris, der Kölner Philharmonie, der Kioi Hall Tokyo, dem Prinz Regent Theater München, der Gordon Bennett Hall in Chicago und in dem großen Saal des Moskauer Konservatorium zu Gast.

Georgy spielt auf einer Viola von Simon Bernand Fendt (London 1820), die ihm von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.

Photo: Alina Cürten

Anastasia Kobekina © Julia Altukhova
Violoncello

Anastasia Kobekina

Anastasia Kobekina gilt als eine der vielversprechendsten Cellistinnen ihrer Generation und hat bereits im Alter von sechs Jahre als Solistin mit Orchester debütiert.

Anastasia Kobekina gilt als eine der vielversprechendsten Cellistinnen ihrer Generation und hat bereits im Alter von sechs Jahre als Solistin mit Orchester debütiert. Seitdem hat sie mit vielen herausragenden Orchestern wie mit den Moskauer Virtuosen, der Kremerata Baltica, dem Konzerthaus Orchester Berlin, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, den Wiener Symphonikern, dem Warschauer Sinfonieorchester unter der Leitung von Krzysztov Penderecki und dem Mariinsky Theater Orchester unter der Leitung von Valery Gergiev konzertiert.

Im Juni 2019 hat die junge Cellistin die Bronze Medaille des Tchaikovsky Wettbewerbs in St. Petersburg erhalten. Seit 2018 ist sie „New Generation Artist“ des BBC Radio, was zahlreiche Studioaufnahmen, sowie Projekte mit dem BBC Radio 3 umfasst. Ebenfalls im Jahr 2019 ist ihre Debüt-CD mit dem Berner Symphonie Orchester mit Werken von Schostakowitsch, Weinberg und ihrem Vater Vladimir Kobekin beim Label Claves erschienen.

Zu den Höhepunkten der vergangenen Saison 2019/2020 gehört die Teilnahme bei der Verbier Festival Woche auf Schloss Elmau, auch ging sie auf Tour mit dem Konzerthausorchester Berlin.

Die Cellistin begeistert sich für die Kammermusik und spielt regelmäßig zusammen mit bekannten Künstlern wie Lars Vogt, Isabelle Faust, Denis Matzuev, Fazil Say, Vladimir Spivakov, Gidon Kremer und Andras Schiff.

Im russischen Jekaterinburg geboren, erhielt Anastasia Kobekina ihren ersten Cellounterricht im Alter von vier Jahren. Nach ihrem Abschluss am Moskauer Konservatorium in der Klasse von Olga Galochkina hat sie von 2012 bis 2016 bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy studiert und war Studentin bei Jens-Peter Maintz an der Universität der Künste Berlin. Derzeit studiert sie zudem Barockvioloncello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Kristin von der Goltz.

2011, 2013 und 2015 wirkte Anastasia Kobekina beim Festival der Kronberg Academy mit. 2010 erhielt sie im Rahmen der Cello-Meisterkurse den Landgraf von Hessen-Preis, 2012 wurde ihr ebendort das zweijährige Boris Pergamenschikow-Stipendium zugesprochen. 2012 musizierte sie bei Chamber Music Connects the World. Das Studium an der Kronberg Academy wurde ermöglicht durch das Klaus-Martin Rath-Patronat.

Im Jahr 2015 gewann Anastasia Kobekina den ersten Preis beim renommierten TONALi-Musikwettbewerb, in dessen Rahmen ihr ein Leihcello von Giovanni Guadagnini aus dem Jahre 1743 zu Verfügung gestellt worden ist.

Photo: Julia Altukhova

Südafrikanische Perkussion

Dudù Kouate

Der 1963 im Senegal geborene Perkussionist und Multiinstrumentalist Dudù Kouate spielt in verschiedenen Bands und Theaterproduktionen. Seine ständige Suche nach dem Klang (Klang der Elemente) hat ihn immer wieder neue Erfahrungen mit der Weltmusik machen lassen.

Der 1963 im Senegal geborene Perkussionist und Multiinstrumentalist Dudù Kouate spielt in verschiedenen Bands und Theaterproduktionen. Seine ständige Suche nach dem Klang (Klang der Elemente) hat ihn immer wieder neue Erfahrungen mit der Weltmusik machen lassen. Als anerkannter Entwickler auf dem Gebiet der Verbesserung traditioneller Instrumente, insbesondere von Schlagzeug und Idiophonen, ist es ihm gelungen, ihre Präsenz in der Vielfalt musikalischer Kontexte zu erweitern. In Italien hat er mit dem Regisseur und Musiker Alberto Nacci den Soundtrack für den Kurzfilm „The Moving Town“ erstellt, der beim Filmfestival von Locarno präsentiert wurde.

Dudù Kouate hat mit der Gruppe Odwalla, mit der er seit Jahren auftritt, mehrere DVDs und CDs aufgenommen, darunter die neueste Produktion: „Medusa, the world of percussion and voice“. Mit dem Bergamo-Saxofonisten Guido Bombardieri hat er zudem das Album „African Thought“ aufgenommen. Kürzlich arbeitete er mit Bakan Seck und dem Jololi Label von Youssou N’Dour zusammen. Er spielt auch mit Pietro Tonolo, der als einer der besten italienischen Saxofonisten gilt. Kürzlich hat Dudù Kouate seine eigene Trio-Band mit einer israelischen Sängerin, afrikanischer Perkussion und Xalam-Melodien und einem Jazz- Saxofon gegründet.

Edward Luengo
Violoncello

Edward Luengo

Der 1995 in Miami geborene venezolanisch-amerikanische Cellist Edward Luengo stammt aus einer Piloten- und Fliegerfamilie. Zu seinen wichtigsten Lehrern gehören Maria Antonieta Salas, Aaron Merritt, Jean-Michel Fonteneau.

Der 1995 in Miami geborene venezolanisch-amerikanische Cellist Edward Luengo stammt aus einer Piloten- und Fliegerfamilie. Zu seinen wichtigsten Lehrern gehören Maria Antonieta Salas, Aaron Merritt, Jean-Michel Fonteneau. Er studierte bei Philippe Muller an der Manhattan School of Music, wo er auch ausgiebig mit Heasook Rhee und Sylvia Rosenberg arbeitete. Zudem hat er an Meisterkursen mit Natasha Brofsky, Thomas Demenga, Clive Greensmith, Steven Isserlis, Hans Jørgen Jensen, Laurence Lesser und Jérôme Pernoo teilgenommen.

Als Solist gab Edward Luengo 2016 sein Konzertdebüt mit dem Master Sinfonia Chamber Orchestra unter der Leitung von David Ramadanoff mit dem Cellokonzert von William Walton. Er war Halbfinalist beim Sphinx-Wettbewerb 2017 und 2020. Im Jahr 2019 wurde er mit dem ersten Preis des Concurso Jóvenes Intérpretes ausgezeichnet, der von der Fundación Maria Paula Alonso getragen wird, und im selben Jahr gewann er den dritten Preis der IX. Carlos Prieto International Cello Competition.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker hatte er das Glück, an der Orford Academy, dem National Arts Centre Young Artists Programme (2017), dem Domaine Forget de Charlevoix, dem Festival Ravel und Festival MusicAlp teilzunehmen. Er erhielt den Kammermusikpreis Fond Dany Pouchucq beim Festival Ravel für die Aufführung von Guillaume Lekeus unvollendetem Klavierquartett h-Moll im Jahr 2018.

Edward Luengo hatte bereits Gelegenheit, mit Künstlern wie Miguel Da Silva zusammenzuarbeiten, mit welchem er Arnold Schönbergs Verklärte Nacht zur Aufführung brachte. Zuletzt war er bei „Music from Salem“ unter der Leitung von Lili Brown mit Franz Schuberts Oktett zu hören. Er ist ferner dankbar, bereits mit Künstlern wie Emmanuelle Bertrand, Colin Carr, Walter Delahunt, Julia Lichten, Johannes Moser, Michel Strauss, Ian Swensen, Shai Wosner, und Ensembles wie dem Borromeo String Quartet, dem Danish String Quartet, dem New Orford String Quartet und dem Takács Quartet zusammengearbeitet zu haben.

2018 nahm Edward Luengo an den Cello Meisterkursen der Kronberg Academy teil. Seit Oktober 2021 studiert er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wird ermöglicht durch das Annika und Wolfgang Fink-Patronat.

Photo: Ayaka Kato

Mischa Maisky © Andrej Grilc
Violoncello

Mischa Maisky

Mischa Maisky, 1948 in Riga (Lettland) geboren, ist wohl der einzige Cellist weltweit, der sowohl bei Mstislav Rostropovich als auch bei Gregor Piatigorsky studierte. „Sein Spiel verbindet Poetik und hervorragendes Feingefühl mit viel Temperament und brillanter Technik“, pries Rostropovich seinen Schüler.

Mischa Maisky, 1948 in Riga (Lettland) geboren, ist wohl der einzige Cellist weltweit, der sowohl bei Mstislav Rostropovich als auch bei Gregor Piatigorsky studierte. „Sein Spiel verbindet Poetik und hervorragendes Feingefühl mit viel Temperament und brillanter Technik“, pries Rostropovich seinen Schüler. Inzwischen gehört er seit mehr als drei Jahrzehnten zu den großen Künstlern der Musikszene. Als Solist von Weltrang und als Künstlerpersönlichkeit abseits der Konvention verbindet sich bei ihm authentisch-expressives Cellospiel und kompromisslose Hingabe an die Musik zu einem unvergleichlichen Klangerlebnis. Nach vielen Jahren in Israel ist heute Brüssel der Lebensmittelpunkt des Künstlers. Regelmäßig spielt Mischa Maisky als Solist in allen großen internationalen Musikzentren und mit den besten Orchestern weltweit. Er hat mit allen namhaften Dirigenten von Leonard Bernstein über Carlo Maria Giulini bis hin zu Daniel Barenboim zusammengearbeitet. Eine zentrale Rolle in seinem musikalischen Schaffen nimmt die Kammermusik ein. So musiziert er u. a. gemeinsam mit Martha Argerich, Gidon Kremer, Radu Lupu, Yuri Bashmet, Maxim Vengerov und Vadim Repin. Seine mehr als 30 Einspielungen wurden mit zahlreichen Preisen bedacht. Ein besonderer Höhepunkt seiner Konzerttätigkeit war das Jahr 2000, in dem Mischa Maisky den 250. Todestag von Johann Sebastian Bach mit einem Konzertmarathon von weit über 100 Aufführungen von dessen Cello-Solosuiten würdigte, die er bereits dreimal auf CD eingespielt hat.

Photo: Andrej Grilc

Krzysztof Michalski
Violoncello

Krzysztof Michalski

Krzysztof Michalski, 2003 in Polen geboren, erhielt mit 10 Jahren seinen ersten Cellounterricht bei Henryk Zarzycki, der ihm ein Stipendium an der EAFIT-Universität in Medellin, Kolumbien, ermöglichte.

Krzysztof Michalski, 2003 in Polen geboren, erhielt mit 10 Jahren seinen ersten Cellounterricht bei Henryk Zarzycki, der ihm ein Stipendium an der EAFIT-Universität in Medellin, Kolumbien, ermöglichte. 2019-2021 war er Student an der Musica Mundi School in Belgien und wurde unterrichtet von Claire Oppert, Aleksandr Khramouchin, Vladimir Perlin und Jérôme Pernoo, bei dem er derzeit sein Studium am Conservatorie National Supérieur de Musique et de Danse de Paris bei fortsetzt. Krzysztof Michalski erhielt Preise bei mehrerern internationalen Wettbewerben, darunter die Johansen International Competition für junge Streicher in Washington D.C. und 2020 bei einem Cellowettbewerb in Brüssel. Er trat bereits mit Orchestern auf wie dem National Polish Radio Symphony Orchestra, dem Orchester der Technischen Universität Dresden oder dem Symphony Orchestra of the Academy of Music in Krakau. 2015-2017 war er Cellist des Lusławicka Orkiestra Talentów im Europäischen Musikzentrum von Krzysztof Penderecki.
Horn

Marie-Luise Neunecker

Die für ihre außergewöhnliche Virtuosität hochgelobte Hornistin Marie Luise Neunecker ist als Solistin und Kammermusikerin äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

Die für ihre außergewöhnliche Virtuosität hochgelobte Hornistin Marie Luise Neunecker ist als Solistin und Kammermusikerin äußerst gefragt und gilt als eine der profiliertesten Instrumentalistinnen der Gegenwart.

Marie-Luise Neunecker wurde 1955 geboren und studierte Horn an der Kölner Musikhochschule. Nachdem sie zu Beginn ihrer Laufbahn für ein Jahr Mitglied im Frankfurter Opernorchester war, spielte sie von 1979 bis 1981 als Solo-Hornistin bei den Bamberger Symphonikern und darauf in gleicher Position im Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks Frankfurt. In dieser Zeit gelangen ihr Erfolge bei mehreren internationalen Wettbewerben, so etwa beim Deutschen Musikwettbewerb, beim Internationalen ARD Wettbewerb und beim Concert Artists Guild Wettbewerb. 2013 wurde sie mit dem Frankfurter Musikpreis ausgezeichnet.

Neben ihren Erfolgen als Solistin, die sie mit Orchestern, wie z.B. den Radioorchestern des NDR, SWR, MDR und hr, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Wiener Philharmonikern sowie mit den Bamberger Symphonikern, zusammenführen, gilt ihre Aufmerksamkeit ebenso der Kammermusik. Zu ihren Kammermusikpartnern gehören Frank Peter Zimmermann, Christian Tetzlaff, Lars Vogt, Antje Weithaas, Silke Avenhaus, Sir András Schiff, Pierre-Laurent Aimard und Martha Argerich, sowie das Zehetmair Quartett.

Als Solistin der Uraufführung des „Hamburgischen Konzerts“ von György Ligeti hat Marie-Luise Neunecker regelrecht Musikgeschichte geschrieben. Sie hat das für sie geschriebene Werk seitdem oft aufgeführt und auch auf CD eingespielt. Auf CD liegen zahlreiche weitere beispielhafte Einspielungen der Hornistin vor, die mit Preisen wie dem ECHO Klassik und einer Grammy-Nominierung ausgezeichnet wurden.

Marie-Luise Neunecker war bis 2020 Professorin für Horn an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.

Photo: Janne Saksala

Petar Pejčić
Violoncello

Petar Pejčić

Als Preisträger und jüngster Finalist des 2. Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs weist sich Petar Pejčić als einer der vielversprechendsten Künstler seiner Generation aus. "Ein wunderbarer Musiker mit einem beeindruckenden Sinn für das Geschichtenerzählen" (Le Soir).

Als Preisträger und jüngster Finalist des 2. Internationalen Königin-Elisabeth-Wettbewerbs weist sich Petar Pejčić als einer der vielversprechendsten Künstler seiner Generation aus. "Ein wunderbarer Musiker mit einem beeindruckenden Sinn für das Geschichtenerzählen" (Le Soir).

Er wurde 2002 in eine musikalische Familie hineingeboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht mit vier Jahren. Nach den musikalischen Anfängen in Belgrad zog er 2017 nach Deutschland, um seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig bei Prof. Peter Bruns fortzusetzen.

Er ist Preisträger zahlreicher internationaler Wettbewerbe, nämlich des Pablo Casals Wettbewerbs (Zweiter Preis), des Anna Kull Wettbewerbs (Zweiter Preis) und des Felix Mendelssohn Wettbewerbs (Dritter Preis). Weitere Preise und Auszeichnungen: "ArtLink Société Générale - Most Promising Young Musician for 2018"; Alexander-Glazunov-Wettbewerb; Liezen-Wettbewerb; Heran-Wettbewerb sowie erster und Sonderpreisträger beim Serbischen Staatswettbewerb (Belgrad 2010, 2012, 2014, 2016).

Mit neun Jahren spielte Petar sein erstes Konzert in Belgrad, wonach er mehrere Konzerte und Aufführungen in Belgien, Deutschland, Frankreich, Österreich, der Schweiz, Slowenien, Russland, der USA usw. gegeben hat.

Als Solist trat er bereits mit Orchestern wie die Brüsseler Philharmoniker, die Grazer Philharmoniker, Konzerthausorchester Berlin, BKO Ljubica Marić, Orchestre Royal de Chambre de Wallonie, Orchester Stanislav Binički, Styriarte Festspiel-Orchester und vielen anderen auf.

Er war Teilnehmer an Meisterkursen bei David Geringas, Frans Helmerson, Ivan Monighetti, Josef Schwab, István Várdai, Jan Vogler, und erhielte wichtige musikalische Impulse unter anderem von Mischa Maisky und Wen-Sinn Yang.

Als Kammermusiker trat er mit namhaften Künstlern wie Friedemann Eichhorn, Pauline Sachse, Antti Siirala, Florian Uhlig und Mira Wang auf.

Die große Leidenschaft, seinen musikalischen Horizont zu erweitern, führte zu einer besonderen Zusammenarbeit mit dem Choreografen Jacopo Godani und der Dresden Frankfurt Dance Company. Die daraus entstandenen Werke - "BACH OFF!" sowie "Premonitions of a Larger Plan" - zeigen eine neue Perspektive auf die Beziehung zwischen Musikern und Tänzern.

Seit 2020 nahm er die Rolle des Botschafters der Pablo Casals Stiftung an. Er ist Stipendiat der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein, der Yehudi Menuhin - Live Music Now Stiftung, Stiftung Freunde Junger Musiker und der Dr. Hübner Stiftung. Seit 2021 erhält er das Günter Henle-Stipendium der Peter Klöckner-Stiftung in der Deutschen Stiftung Musikleben.

Als Preisträger des Martin-Stadtfeld-Preises 2021 nahm er seine erste CD mit dem Titel "Intima poetica" auf, die von der Stiftung Freunde Junger Musiker Mainz-Wiesbaden e.V. veröffentlicht wurde.

Er spielt ein Instrument von Giuseppe Guarneri (1697, Cremona).

Bruno Philippe © R. Daniel Delang
Violoncello

Bruno Philippe

Der 1993 in Frankreich geborene Cellist Bruno Philippe studierte am Conservatoire National de Région (CNR) in Perpignan und später bei Raphael Pidoux und Jérôme Pernoo am Conservatoire de Paris.

Der 1993 in Frankreich geborene Cellist Bruno Philippe studierte am Conservatoire National de Région (CNR) in Perpignan und später bei Raphael Pidoux und Jérôme Pernoo am Conservatoire de Paris. Neben seinem Cellostudium nahm er an Meisterkursen bei Gary Hoffman, Steven Isserlis, David Geringas und Pieter Wispelwey teil. In den Jahren 2010, 2014 und 2016 war er aktiver Teilnehmer der Cello Meisterkurse der Kronberg Academy.

Bruno Philippe ist regelmäßig zu Gast bei Festivals wie dem Festival Pablo Casals, der Cello Biennale Amsterdam oder dem Festival Les Vacances de Monsieur Haydn und konzertierte bereits mit großen Künstlern wie Renaud Capuçon, Gary Hoffman, Lise Berthaud und Christoph Eschenbach und mit namenhaften Orchestern wie dem hr-Sinfonieorchester. Zu seinen großen Wettbewerbserfolgen zählt der dritte Preis beim Internationalen Cellowettbewerb André Navarra in Toulouse im Jahr 2011. Zudem wurde er 2007 mit dem CNR-Kammermusikpreis ausgezeichnet und erhielt 2014 den Prix Nicolas Firmenich de Violoncelle im Rahmen des Verbier Festivals in der Schweiz. Im selben Jahr errang er beim 63. Internationalen Musikwettbewerb der ARD in München sowohl den dritten Preis als auch den Publikumspreis. 2017 war er Finalist des renommierten Concours Musical Reine Elisabeth in Brüssel. 2018 gewann er Les Victoires de la Musique Classique.

Im Jahr 2009 nahm er mit seinem früheren Lehrer, dem Cellisten Raphael Pidoux, das Duo op. 54 Nr. 1 von Jacques Offenbach auf (Integral Classic). 2015 erschien seine Aufnahme mit Werken von Brahms und Schumann, die er mit dem Pianisten Tanguy de Williencourt beim Label Evidence veröffentlichte.

2015, 2017 und 2019 wirkte Bruno Philippe am Kronberg Academy Festival mit, wo er mit dem Leyda-Ungerer Musikpreis 2015 ausgezeichnet wurde. 2016 war er Teilnehmer bei Chamber Music Connects the World. Von 2014 bis 2018 studierte Bruno Philippe an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wurde durch die Christa Verhein-Stiftung ermöglicht.

Photo: R. Daniel Delang

Umut Sağlam
Violoncello

Umut Sağlam

Der 1998 in Ankara geborene Cellist Umut Sağlam studierte ab 2016 an der Barenboim-Said Akademie in Berlin bei Frans Helmerson und Claudius Popp und setzt sein Studium bei Claudio Bohórquez an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin fort.

Der 1998 in Ankara geborene Cellist Umut Sağlam studierte ab 2016 an der Barenboim-Said Akademie in Berlin bei Frans Helmerson und Claudius Popp und setzt sein Studium bei Claudio Bohórquez an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin fort. Er gewann erste Preise in verschiedenen Cellowettbewerben, darunter der Gaetano Zinetti Musikwettbewerb in Italien und der international Cellowettbewerb „Tremplin“ in Frankreich. Umut Sağlam trat bereits als Solist mit verschiedenen Orchestern auf, wie dem Bakırköy Chamber Orchestra, dem Ankara Youth Symphony Orchestra oder dem CRR de Paris Symphony Orchestra. Seit 2017 ist er Stipendiat des Projekts „Young Musicians on World Stages“ (YMWS). 2019/20 gehörte er zu den 6 Preisträgern der „Classe d'excellence de Violoncelle“, einem Mentorenprogramm mit Gautier Capucon an der Fondation Louis Vuitton in Paris. Im Mai 2021 gewann er das Probespiel des Konzerthausorchesters Berlin und wurde für die Spielzeit 2021/2022 Mitglied der Kurt-Sanderling Akademie.
Ivan Skanavi
Violoncello

Ivan Skanavi

Ivan Skanavi wurde 1996 in Moskau geboren und begann mit sechs Jahren mit dem Cellospiel. Von 2003 bis 2012 erhielt er Unterricht bei Tamara Alekseeva und später bei Alexey Seleznev am Akademischen Musikcollege des Moskauer P. Tchaikovsky Konservatoriums. 2017 begann er sein Bachelorstudium bei Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar.

Ivan Skanavi wurde 1996 in Moskau geboren und begann mit sechs Jahren mit dem Cellospiel. Von 2003 bis 2012 erhielt er Unterricht bei Tamara Alekseeva und später bei Alexey Seleznev am Akademischen Musikcollege des Moskauer P. Tchaikovsky Konservatoriums. 2017 begann er sein Bachelorstudium bei Wolfgang Emanuel Schmidt an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. Ivan Skanavi war u.a. Semifinalist des Internationalen Tchaikovsky Wettbewerbs für junge Musiker, erreichte die 2. Runde des ARD-Wettbewerbs und erhielt u.a. beim Wettbewerb „Ton & Erklärung“ in Hannover einen Sonderpreis seine bemerkenswerte Aufführung der Cello Sonate Nr. 1 von Alfred Schnittke. Er spielte in vielen europäischen Ländern als Kammermusiker und Solist unter Dirigenten wie Anatoly Levin, Timo Handschuh, Alexander Skulski und Azim Karimov. Meisterkurse besuchte er bei David Geringas, Natalia Gutman, Claudio Bohorquez, Wolfgang Emanuel Schmidt, Xavier Phillips und Torleif Thedeen.

Kian Soltani © Nikolaj Lund
Violoncello

Kian Soltani

Kian Soltani wurde im österreichischen Bregenz in eine persische Musikerfamilie geboren. Von seinem 12. Lebensjahr an studierte er an der Musikakademie Basel bei Ivan Monighetti, wo er auch seinen Bachelorgrad erlangte.

Kian Soltani wurde im österreichischen Bregenz in eine persische Musikerfamilie geboren. Von seinem 12. Lebensjahr an studierte er an der Musikakademie Basel bei Ivan Monighetti, wo er auch seinen Bachelorgrad erlangte. Darüber hinaus nahm er an zahlreichen Meisterkursen teil und wurde unter anderem von Daniel Barenboim, Sol Gabetta, Wolfgang Boettcher, Valter Dešpalj, Frans Helmerson, Gerhard Mantel und Bernhard Greenhouse unterrichtet.

Zu seinen vielen Wettbewerbserfolgen zählen erste Preise beim Violoncellowettbewerb Antonio Janigro, beim Internationalen Karl Davidov Cello Wettbewerb und der Sieg beim renommierten Internationalen Paulo Cello Wettbewerb in Helsinki im Jahr 2013. Zudem wurde er mit dem Musikförderpreis der Opländer Stiftung ausgezeichnet und ist seit 2014 als Stipendiat der Anne-Sophie Mutter Stiftung Teil von Mutter’s Virtuosi, mit welchen er regelmäßig Konzertreisen unternimmt. 2017 erhielt er den Leonard Bernstein Award des Schleswig Holstein Musik Festivals.

Kian Soltani gastierte bereits auf einigen großen Bühnen mit Orchestern wie der Basel Sinfonietta, dem Helsinki Philharmonic Orchestra, dem Latvian National Symphony Orchestra, dem Tonhalle-Orchester Zürich oder auch dem Zagreb Philharmonic Orchestra. 2015 tourte er mit dem West Eastern Divan Orchestra, mit welchem er als Solist zusammen mit Daniel Barenboim und Guy Braunstein Beethovens Tripelkonzert aufführte. Neben seiner solistischen Tätigkeit zeigt er auch große Präsenz bei Festivals und Festspielen wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Sommets Musicaux Gstaad, dem Menuhin Festival Gstaad oder auch dem Festival Pablo Casals. 2015 wirkte er als Dozent beim Kammermusikprojekt Mit Musik – Miteinander mit und spielte zum Gedenken an das musikalische Schaffen Mstislav Rostropovichs bei der Verabredung mit Slava der Kronberg Academy.

Kian Soltani ist seit 2017 Exklusivkünstler des Labels Deutsche Grammophon und brachte Anfang 2018 sein Debütalbum „Home“ heraus.

Im Jahr 2012 nahm Kian Soltani an den Cello Meisterkursen der Kronberg Academy und 2014 an Chamber Music Connects the World teil. 2013, 2015 und 2019 wirkte er beim Kronberg Academy Festival mit, wo er 2013 mit dem Leyda Ungerer Musikpreis ausgezeichnet wurde. Von 2014 bis 2017 studierte er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wurde ermöglicht durch das Stephan Hutter-Patronat.

Photo: Nikolaj Lund

Herbert Schuch © Felix Broede
Klavier

Herbert Schuch

Der Pianist Herbert Schuch hat sich mit seinen dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen als einer der interessantesten Musiker seiner Generation einen Namen gemacht.

Der Pianist Herbert Schuch hat sich mit seinen dramaturgisch durchdachten Konzertprogrammen und CD-Aufnahmen als einer der interessantesten Musiker seiner Generation einen Namen gemacht. 2013 erhielt er den ECHO Klassik für seine Aufnahme des Klavierkonzerts von Viktor Ullmann sowie Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 gemeinsam mit dem WDR Sinfonieorchester unter der Leitung von Olari Elts. In 2014 erschien die aufsehenerregende Solo-CD „invocation“ mit Werken von Bach, Liszt, Messiaen, Murail und Ravel, die sich mit Glockenklängen auseinandersetzt. Mit diesem Programm war er in Klavierabenden u.a. bei den Salzburger Festspielen, dem Musikfest Stuttgart, der Frauenkirche Dresden und in der Philharmonie Berlin zu erleben. Anfang 2017 erschien eine Klavierduo-CD mit Gülru Ensari mit Werken von Brahms, Hindemith, Stravinsky und Özkan Manav.

Herbert Schuch arbeitete unter anderem mit Orchestern wie dem London Philharmonic Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, der Camerata Salzburg, dem Residentie Orkest Den Haag, den Bamberger Symphonikern, der Dresdner Philharmonie und den Rundfunkorchestern des hr, MDR, WDR, NDR Hannover und Danish Radio. Er ist regelmäßig Gast bei Festspielen wie dem Heidelberger Frühling, dem Kissinger Sommer, dem Rheingau Musik Festival, dem Klavier-Festival Ruhr und den Salzburger Festspielen. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit verbindet ihn mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Andrey Boreyko, Douglas Boyd, Lawrence Foster, Eivind Gullberg Jensen, Jakub Hrusa, Jun Märkl, Yannick Nézet-Séguin, Jonathan Nott, Markus Poschner, Michael Sanderling und Alexander Vedernikov.

In jüngster Zeit spielte Herbert Schuch mit dem Orchester des Mariinsky Theaters unter Valery Gergiev im Münchner Gasteig, mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin in der Berliner Philharmonie, mit der Camerata Salzburg, mit dem Orchestra della Svizzera Italiana sowie mit dem Bundesjugendorchester auf Europa-Tournee und gab seine Debüts mit dem City of Birmingham Symphony Orchestra, im Washingtoner Kennedy Center, bei den Salzburger Osterfestspielen und beim Festival Radio France Occitanie Montpellier. Außerdem konzertierte er mit den Münchner Philharmonikern, mit der Dresdner Philharmonie, den Festival Strings Luzern und mit dem Orchestra della RAI Torino. In 17/18 stehen u.a. Wiedereinladungen beim WDR Sinfonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin und sein Debut in der Elbphilharmonie auf dem Programm.

Herbert Schuch spielte als Kind 10 Jahre lang auch Geige und ist seitdem begeisterter Kammermusiker: im Sommer 2017 unternahm er gemeinsam mit Julia Fischer und Daniel Müller-Schott eine Triotournee.

Er wurde 1979 in Temeschburg (Rumänien) geboren. Nach erstem Klavierunterricht in seiner Heimatstadt übersiedelte die Familie 1988 nach Deutschland, wo er seither lebt. Seine musikalischen Studien setzte er bei Kurt Hantsch und dann bei Prof. Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum fort. In jüngster Zeit erfährt Herbert Schuch in besonderer Weise Prägung in der Begegnung und Arbeit mit Alfred Brendel. Internationales Aufsehen erregte er, als er innerhalb eines Jahres drei bedeutende Wettbewerbe in Folge gewann, den Casagrande-Wettbewerb, den London International Piano Competition und den Internationalen Beethovenwettbewerb Wien.

Herbert Schuch engagiert sich neben seiner Konzerttätigkeit in der von Lars Vogt gegründeten Organisation „Rhapsody in School“, welche sich für die Vermittlung von Klassik in Schulen einsetzt.

Photo: Felix Broede

Fazil Say © Marco Borggreve
Klavier

Fazıl Say

Mit seinem außergewöhnlichen pianistischen Vermögen berührt Fazıl Say Publikum wie Kritik seit nunmehr 25 Jahren in einer Weise, wie sie rar geworden ist.

Mit seinem außergewöhnlichen pianistischen Vermögen berührt Fazıl Say Publikum wie Kritik seit nunmehr 25 Jahren in einer Weise, wie sie rar geworden ist. Konzerte mit diesem Künstler sind andere Konzerte. Sie sind direkter, offener, aufregender, kurz gesagt: Sie treffen ins Herz. Eben das meinte wohl auch der Komponist Aribert Reimann, als er 1986 während eines Besuchs in Ankaramehr oder minder zufällig in den Genuss kam, den damals 16-Jährigen zu hören. Auf der Stelle bat er seinen Begleiter, den amerikanischen Pianisten David Levine, ins Konservatorium der türkischen Hauptstadt zu kommen, und er tat es mit den inzwischen geflügelten Worten: „Den musst Du Dir anhören, der Junge spielt wie ein Teufel.“

Seinen ersten Klavierunterricht erhielt Fazıl Say bei Mithat Fenmen, einem Pianisten, der noch bei Alfred Cortot in Paris studiert hatte. Fenmen – vielleicht ahnend, wie groß das Talent des Jungen war – bat seinen Schüler, jeden Tag erst einmal über Themen des Alltags zu improvisieren, bevor er sich mit den notwendigen klavieristischen Übungen und Studien beschäftigte. In dieser Auseinandersetzung mit freien kreativen Prozessen und Formen wur-de der Ursprung für das enorme improvisatorische Talent und die ästhetische Anschauung gelegt, die den Kern des Selbstverständnisses des Pianisten und Komponisten Fazıl Say bildet.

Als Komponist hat Fazıl Say unter anderem Auftragswerke für die Salzburger Festspiele, den WDR, das Konzerthaus Dortmund, das Schleswig-Holstein Musik Festival unddie Festspiele Mecklenburg-Vorpommern geschrieben. Sein Schaffen umfasst Kompositionen für Soloklavier und Kammermusik bis hin zu Solokonzerten und großen Orchesterwerken. Den Feinschliff als klassischer Pianist erhielt FazılSay ab 1987 bei David Levine, zunächst an der Musikhochschule „Robert Schumann“ in Düsseldorf, später dann in Berlin; vor allem seine Mozart und Schubert-Interpretationen haben hier ihren gleichsam ästhetischen Urgrund. Seine herausragende Technik ermöglichte es ihm überdies bald schon, die so genannten Schlachtrösser der Weltliteratur in staunenswerter Souveränität zu bewältigen. Und eben diese Mischung aus Feinsinn (bei Haydn, Bach und Mozart) und virtuosemGlanz in den Werken von Liszt, Mussorgsky oder Beethoven führten schließlich 1994 zum Sieg beim In-ternationalen Wettbewerb „Young Concert Artists“ in New York.

Fazıl Say spielte in der Folge mit sämtlichen renommierten amerikanischen und europäischen Orchestern und zahlrei-chen großen Dirigenten zusammen und erarbeitete sich dabei ein vielfältiges Repertoire, das von Kompositionen von Johann Sebastian Bach über die „Klassiker“ Haydn, Mozart und Beethoven sowie die Romantik bis zur zeitgenössischen Musik reicht, eingeschlossen seine eigenen Kompositionen für Klavier.

Gastspiele führten Fazıl Say seither in zahllose Länder auf allen fünf Kontinenten; die französische Zeitung „Le Figaro“ nannte ihn „ein Genie“. Dabei trat Fazıl Say immer wieder auch als Kammermusiker in Erscheinung. Mit der Geigerin Patricia Kopatchinskaja beispielsweise bildeteer jahrelangein phantastisches Duo; weitere prominente Partnerwaren bzw.sind unter anderem Maxim Vengerov, das Borusan Quartet und Nicolas Altstaedt. Fazıl SaysEinspielungen der Werke Bachs, Mozarts, Gershwins und Strawinskys bei Teldec Classics sowie Mussorgskis, Beethovens und eigener Werke bei Naïve wurden von der Plattenkritik hoch gelobt und mehrfach ausgezeichnet, darunter mit drei ECHO Klassik. 2014 erschienen seine Aufnahme mit Beethoven-Werken – das Klavierkonzert Nr. 3 mit dem hr-Sinfonieorchester unter Gianandrea Noseda sowie die Sonaten op. 111 und die Mondschein-Sonate – sowie das Album „Say plays Say“ mit ausschließlich eigenen Werken. Seit 2016 ist Fazıl Say Exklusivkünstler bei Warner Classics.

Photo: Marco Borggreve

Antoine Tamestit © Julien Mignot
Viola

Antoine Tamestit

Der Bratschist Antoine Tamestit ist international als Solist und Kammermusiker auf höchstem musikalischen Niveau etabliert.

Der Bratschist Antoine Tamestit ist international als Solist und Kammermusiker auf höchstem musikalischen Niveau etabliert. Vielbeachtet sind seine tiefgründige und natürliche Musikalität, sein außergewöhnliches technisches Können und die vielgerühmte Schönheit seines farbenreichen und ausdrucksstarken Bratschentons.

Als Solist gastiert Antoine Tamestit bei den führenden Orchestern der Welt, darunter das Gewandhausorchester, Chamber Orchestra of Europe, London Symphony Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Orchestre de Paris, New Japan Philharmonic und Tonhalle-Orchester Zürich. Zu den namhaften Dirigenten, mit denen er zusammenarbeitet, zählen Sir John Eliot Gardiner, Valery Gergiev, Daniel Harding, Paavo Järvi, Marek Janowski, Louis Langrée, Marc Minkowski, Sir Antonio Pappano und Franz Welser-Möst. 2008 debütierte er unter der Leitung von Riccardo Muti beim Lucerne Festival mit den Wiener Philharmonikern.

Gemeinsam mit Frank Peter Zimmermann und Christian Poltéra gründete Antoine Tamestit das „Trio Zimmermann“. Neben den Tourneen, die das Trio regelmäßig durch Europa führen, widmen sich die drei Musiker den Meisterwerken der Literatur für Streichtrio auch im Rahmen einer regen Aufnahmetätigkeit. Mit Jörg Widmann und Francesco Piemontesi ist Antoine Tamestit ebenfalls in Triokonzerten zu hören. Darüber hinaus teilt er seine Leidenschaft für die Kammermusik mit Musikern wie Leif Ove Andsnes, Nicholas Angelich, Pierre-Laurent Aimard, Emmanuel Ax, Gautier und Renaud Capuçon, Leonidas Kavakos, Gidon Kremer, Emmanuel Pahud, Christian Tetzlaff, Cédric Tiberghien und Streichquartetten wie dem Quatuor Ebène sowie dem Belcea Quartet. Seiner starken Affinität zum Gesang folgend, verbindet ihn auch eine enge Zusammenarbeit mit Sängerinnen wie Anne Sofie von Otter, Sandrine Piau und Christianne Stotijn.

Antoine Tamestits breitgefächertes Repertoire reicht von der Barockzeit bis in die Gegenwart. Die Musik Johann Sebastian Bachs, dessen Cellosuiten er für die Bratsche arrangierte und auf CD einspielte, nimmt einen besonderen Stellenwert ein. Seine Auseinandersetzung mit der Zeitgenössischen Musik spiegelt sich in zahlreichen Uraufführungen und Aufnahmen neuer Werke wider. Jörg Widmann schrieb sein Viola Concerto für Antoine Tamestit. Es wurde 2015 mit Paavo Järvi in Paris uraufgeführt, die anschließenden Erstaufführungen in München und Stockholm dirigierte Daniel Harding. Weitere Werke, die er zur Uraufführung brachte, sind Bruno Mantovanis für Tabea Zimmermann und ihn komponiertes Concerto pour deux altos et orchestre sowie Olga Neuwirths für ihn geschriebenes Violakonzert Remnants of songs ... An Amphigory, das u. a. in Berlin, Tokio, Paris und Wien erklang. Im Februar 2018 spielte Antoine Tamestit die Uraufführung von Thierry Escaichs Konzert für Viola und Orchester La Nuit des Chants, mit dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Stéphane Denève.

In der Spielzeit 2018/2019 zeigt er seine musikalische Vielseitigkeit unter anderem als Gastsolist beim NDR-Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von François-Xavier Roth und auf Tournee mit dem Orchestre de Paris unter Daniel Harding sowie als Artist in Residence beim SWR-Symphonieorchester. Dort gestaltet er Konzerte mit großem Symphonieorchester u.a. mit Teodor Currentzis, Play & Conduct-Formate sowie Kammermusikkonzerte. Mit einem Bach-Rezital gemeinsam mit dem Cembalisten Masato Suzuki ist er in verschiedenen Städten mit einer Auswahl aus Bachs Suiten und seinen Sonaten für Viola und Cembalo zu hören.

Antoine Tamestit spielt Rezitals in so renommierten Sälen wie dem Amsterdamer Concertgebouw, dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel, der Kölner Philharmonie, der Londoner Wigmore Hall, der Carnegie Hall und dem Lincoln Center in New York, dem Stockholmer Konserthuset, der Mariinsky Concert Hall in St. Petersburg und dem Wiener Musikverein. Insbesondere mit Solorezitals ist er ein gern gesehener Gast auf den großen Konzertpodien der Welt.

Konzerteinladungen führen ihn zu bedeutenden Festivals, unter anderem nach Aix-en-Provence, zum Musikfest Berlin, Edinburgh Festival, Jerusalem Festival, Lucerne Festival, New York Mostly Mozart Festival, Salzburger Festspiele und Verbier Festival.

Seit 2013 ist er gemeinsam mit Nobuko Imai künstlerischer Leiter des Viola Space Festivals in Tokyo. Programmatisch widmet sich dieses einzigartige Festival der ganzen Bandbreite des Viola-Repertoires durch die Jahrhunderte, darüber hinaus bildet die Nachwuchsförderung, insbesondere die fortdauernde künstlerische Betreuung junger Bratschisten, einen wesentlichen Schwerpunkt.

Zahlreiche Aufnahmen aus Antoine Tamestits Diskografie wurden mit Preisen ausgezeichnet und von der internationalen Fachpresse mit großem Lob gewürdigt. Seine Einspielung „Bel Canto“ mit Cédric Tiberghien im Februar 2017 bildete den Anfang einer engen Zusammenarbeit mit dem Label harmonia mundi. Im Februar 2018 erschien dort seine Aufnahme von Widmanns Viola Concerto mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Daniel Harding.

Antoine Tamestit wurde 1979 in Paris geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung bei Jean Sulem, Jesse Levine und Tabea Zimmermann. Er erregte internationale Aufmerksamkeit, als er in kurzer Folge eine Reihe bedeutender Wettbewerbe gewann, darunter der Primrose International Viola Competition (Chicago, 2001) sowie der Internationale Musikwettbewerb der ARD in München. Darüber hinaus war er BBC New Generation Artist, Laureat des Borletti-Buitoni Trust Awards, wurde bei den „Victoires de la Musique“ zur „Révélation Instrumentale de l’Année“ ernannt und mit dem Förderpreis des Deutschlandfunks sowie dem Crédit Suisse Young Artist Award ausgezeichnet.

Es ist Antoine Tamestit ein wichtiges Anliegen, seine Leidenschaft für die Viola und die Musik in weltweit stattfindenden Meisterkursen an künftige Musikergenerationen weiterzugeben. Von 2007 bis 2016 lehrte er als Professor, zunächst an der Kölner Musikhochschule und dann am Pariser Conservatoire. Er spielt eine Viola von Antonio Stradivari aus dem Jahr 1672, die ihm von der Habisreutinger-Stiftung zur Verfügung gestellt wird.

Photo: Julien Mignot

Jean-Guihen Queyras © François Sechet
Violoncello

Jean-Guihen Queyras

Neugier und Vielfalt prägen das künstlerische Wirken von Jean-Guihen Queyras. Auf der Bühne und bei Aufnahmen erlebt man einen Künstler, der sich mit ganzer Leidenschaft der Musik widmet, sich dabei aber vollkommen unprätentiös und demütig den Werken gegenüber verhält, um das Wesen der Musik unverfälscht und klar wiederzugeben.

Neugier und Vielfalt prägen das künstlerische Wirken von Jean-Guihen Queyras. Auf der Bühne und bei Aufnahmen erlebt man einen Künstler, der sich mit ganzer Leidenschaft der Musik widmet, sich dabei aber vollkommen unprätentiös und demütig den Werken gegenüber verhält, um das Wesen der Musik unverfälscht und klar wiederzugeben. Wenn die drei Komponenten – die innere Motivation von Komponisten, Interpret und Publikum – auf derselben Wellenlänge liegen, entsteht ein gelungenes Konzert. Diese Ethik der Interpretation lernte Jean-Guihen Queyras bei Pierre Boulez, mit dem ihn eine lange Zusammenarbeit verband. Mit diesem Ansatz geht Jean-Guihen Queyras in jede Aufführung, stets mit makelloser Technik und klarem, verbindlichem Ton, um sich ganz der Musik hinzugeben.

So nimmt er sich mit gleicher Intensität sowohl Alter Musik – wie z.B. mit dem Freiburger Barockorchester, der Akademie für Alte Musik Berlin und dem Concerto Köln – als auch zeitgenössischer Werke an. U.a. hat er Kompositionen von Ivan Fedele, Gilbert Amy, Bruno Mantovani, Michael Jarrell, Johannes-Maria Staud und Thomas Larcher zur Uraufführung gebracht. Im November 2014 spielte er das Cellokonzert von Peter Eötvös anlässich dessen 70. Geburtstags unter der Leitung des Komponisten ein. Jean-Guihen Queyras war Gründungsmitglied des Arcanto Quartetts; mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov bildet er ein festes Trio. Überdies sind Alexander Melnikov und Alexandre Tharaud seine Klavierpartner. Darüberhinaus erarbeitete er zusammen mit den Zarb-Spezialitisten Bijan und Keyvan Chemirani ein mediterranes Programm. Diese Vielfältigkeit hat viele Konzerthäuser, Festivals und Orchester dazu bewegt, Jean-Guihen Queyras als Artist-in-Residence einzuladen, wie das Concertgebouw Amsterdam, Festival d’Aix-en-Provence, Vredenburg Utrecht, De Bijloke Gent und Wigmore Hall London.

Jean-Guihen Queyras ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern wie dem Philadelphia Orchestra, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Mahler Chamber Orchestra, Orchestre de Paris, London Symphony Orchestra sowie am Leipziger Gewandhaus und an der Tonhalle Zürich. Er arbeitet mit Dirigenten wie Iván Fischer, Philippe Herreweghe, Yannick Nézet-Séguin, François-Xavier Roth, Sir John Eliot Gardiner und Sir Roger Norrington. Die Diskographie von Jean-Guihen Queyras ist beeindruckend: Seine Aufnahmen der Cellokonzerte von Edward Elgar, Antonín Dvořák, Philippe Schoeller und Gilbert Amy wurden von der Fachkritik begeistert aufgenommen. Im Rahmen eines Schumann-Projektes sind 3 Alben entstanden, die u.a. das Cellokonzert mit dem Freiburger Barockorchester unter der Leitung von Pablo Heras-Casado sowie sämtliche Klaviertrios, die Jean-Guihen Queyras zusammen mit Isabelle Faust und Alexander Melnikov eingespielt hat, beinhalten. Auf seinem Album mit dem Titel „THRACE - Sunday Morning Sessions“ kreuzen sich, unter Mitwirkung der Chemirani-Brüder und Sokratis Sinopoulos, zeitgenösisische Werke, Improvisationen und traditionelle Musik des Mittelmeerraums. 2018 erschienen Aufnahmen mit Werken von Carl Philipp Emanuel Bach und Antonio Vivaldi. Jean-Guihen Queyras nimmt exklusiv für Harmonia Mundi auf.

Zu den Höhepunkten in der Saison 2018/19 gehören u.a. eine Nordamerika-Tour, Performances von “Mitten wir im Leben sind” mit Anne Teresa de Keersmaeker sowie Konzerte mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem Atlas Ensemble, dem Orchestra of the Eighteenth Century, und dem Detroit Symphony Orchestra.

Jean-Guihen Queyras ist Professor an der Musikhochschule Freiburg und künstlerischer Leiter des Festivals „Rencontres Musicales de Haute-Provence“ in Forcalquier. Er spielt ein Cello von Gioffredo Cappa von 1696, das ihm die Mécénat Musical Société Générale zur Verfügung stellt.

Photo: François Sechet

Ella van Poucke © Sarah Wijzenbeek
Violoncello

Ella van Poucke

Ella van Poucke wurde 1994 in Amsterdam geboren. Die 28-jährige holländische Cellistin, Gewinnerin des Premio Chigiana 2017 und des Grachtenfestival-Preises, gehört zu den führenden Cellistinnen ihrer Generation.

Ella van Poucke wurde 1994 in Amsterdam geboren. Die 28-jährige holländische Cellistin, Gewinnerin des Premio Chigiana 2017 und des Grachtenfestival-Preises, gehört zu den führenden Cellistinnen ihrer Generation. Sie gewann den ersten Preis der International Isang Yun Cello Competition 2015, den Leopoldinum Award 2015, den Prix Nicolas Firmenich 2013, den Elisabeth Everts Award 2014 und den Prix Academie Maurice Ravel 2012. 2012 war sie „Dutch Musician of the Year“, außerdem gewann sie 2008 einen ersten Preis der Princess Christina Competition und erhielt einen Sonderpreis des Grand Prix Emanuel Feuermann 2014.

Nachdem sie im Alter von zehn Jahren ihr Debüt im Concertgebouw gegeben hatte, trat sie in den großen Konzertsälen der Niederlande, Europas, der USA und Asiens auf. Als Solistin spielte Ella van Poucke bereits mit dem Netherlands Philharmonic Orchestra, dem hr-Sinfonieorchester, den Brüsseler Philharmonikern, den Rotterdam Philharmonic Strings, dem Orchestre della Toscana, dem Varsovia Chamber Orchestra, dem Polish Chamber Orchestra, dem Leopoldinum Chamber Orchestra, der Jungen Sinfonie Berlin, der Hamburger Camerata, dem Tongyeong Festival Orchestra und arbeitete mit Künstlern wie Michael Sanderling, Christoph Eschenbach und weiteren.

Im November 2012 brachte sie bei der International Cello Biennale in Amsterdam ein Cellokonzert zur Uraufführung, das der finnische Komponist Uljas Pulkkis für sie geschrieben hatte. Im September 2013 spielte sie beim Kronberg Academy Festival dasselbe Werk erstmals in Deutschland, gemeinsam mit Musikern des hr-Sinfonieorchesters Frankfurt.

Ella van Poucke ist regelmäßig im holländischen Radio und Fernsehen zu Gast und spielte für ARTE TV in Deutschland und Frankreich. Auch in Rolando Villazóns Sendung „Stars von Morgen“ war sie zu Gast.

Als leidenschaftliche Kammermusikerin trat Ella van Poucke bereits mit vielen renommierten Musikern auf, darunter András Schiff, Gary Hoffman, Nobuko Imai, Tabea Zimmermann, Christian Tetzlaff, Viviane Hagner, Lawrence Power, Gidon Kremer, Colin Carr, Matthias Schorn, Pavel Vernikov, Andreas Reiner, Vilde Frang, Simone Lamsma, Christiaan Bor, Philippe Graffin, das Prazak Quartett, das Schumann Quartett und weitere. Sie spielt regelmäßig in Rezitalen mit dem Pianisten Jean-Claude Vanden Eynden und mit ihrem Bruder Nicolas van Poucke.

Ella van Poucke war bei vielen internationalen Festivals zu Gast, darunter die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, das West Cork Chamber Music Festival, Music@Menlo, Krzyzowa Music, das Chigiana International Festival, das Kaposfest in Ungarn, das Internationaal Kamermuziek Festival Utrecht, das Grachten Festival Amsterdam, das Kronberg Academy Festival, die Cello Biennale Amsterdam, sowie 2009, 2013 und 2014 die Verbier Festival Academy. Ella van Poucke ist reguläres Mitglied der Amsterdam Chamber Music Society und künstlerische Leiterin des Chamber Music Festival Amsterdam, das sie gemeinsam mit ihrem Bruder Nicolas 2010 gegründet hatte. Als holländischer „Rising Star“ wurde Ella van Poucke in der Saison 2013/14 eingeladen, zwei „Carte Blanche“-Konzerte im Concertgebouw Amsterdam zu geben.

Highlights ihrer jüngsten Engagements beinhalten Soloauftritte mit dem National Youth Orchestra of the Netherlands, beim Maggio Musicale Fiorentino, mit dem Symfonie Orchestra of Vlaanderen und mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Im August 2018 war sie „Artist in Residence“ des Grachtenfestivals in Amsterdam. Ein größeres Projekt ist die Aufführung aller Werke für Violoncello und Klavier von Beethoven im Concertgebouw zusammen mit ihrem Bruder Nicolas.

In eine Musikerfamilie geboren, begann Ella van Poucke mit sechs Jahren mit dem Cellospiel. Mit zehn wurde sie im Koninklijk Conservatorium in Den Haag aufgenommen und studierte später am Amsterdamer Konservatorium bei Godfried Hoogeveen. Meisterkurse bei András Schiff, Miklós Perényi, Daniel Barenboim, Christoph Eschenbach, Yuri Bashmet, Steven Isserlis, Menahem Pressler, Laurence Lesser, Anner Bijlsma, Bernard Greenhouse, Mischa Maisky, dem Emerson Quartet und anderen ergänzten ihre Ausbildung. Von 2009 bis 2016 studierte sie bei Frans Helmerson an der Kronberg Academy. Das Studium wurde ermöglicht durch das von Opel/Schaefer-Patronat. Seit Herbst 2016 ist Ella van Poucke „Artist in Residence“ der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Brüssel, wo sie bei Gary Hoffman studiert.

Ella van Poucke spielt ein Rombouts-Cello, eine großzügige Leihgabe eines anonymen Wohltäters.

Photo: Sarah Wijzenbeek

Shai Wosner © Marco Borggreve
Klavier

Shai Wosner

Der Pianist Shai Wosner hat ein sehr breites Reper- toire: Von Mozart, Beethoven und Schubert über Ligeti bis hin zur heutigen Musik – alles spielt er mit einem hohen Maß an Virtuosität und intellektueller Neugier, für das ihn Publikum und Kritiker schätzen.

Der Pianist Shai Wosner hat ein sehr breites Reper- toire: Von Mozart, Beethoven und Schubert über Ligeti bis hin zur heutigen Musik – alles spielt er mit einem hohen Maß an Virtuosität und intellektueller Neugier, für das ihn Publikum und Kritiker schätzen. Shai Wosner erhielt den Martin E. Segal Award des Lincoln Centers, einen Avery Fisher Career Grant und einen Borletti-Buitoni Trust Award. Als New Generation Artist war er bei der BBC zu Gast, und als Konzertsolist in Nordamerika trat Shai Wosner unter anderem in den großen Orchestern von Atlanta, Baltimore, Berkeley, Chicago, Cleveland, Dallas, Indianapolis, Los Angeles, Milwaukee, Philadelphia, Pittsburgh, Ottawa, San Francisco und Toronto auf. Außerdem gastierte er beispielsweise bei der Staatskapelle Berlin und bei den Wiener Philharmonikern. Als Kammermusiker arbeitete er etwa mit Martha Argerich, Martin Fröst, Lynn Harrell, Dietrich Henschel, Ralph Kirshbaum, Jennifer Koh und Cho-Liang Lin zusammen.

Der in Israel geborene Shai Wosner genoss bereits in jungen Jahren eine breite musikalische Ausbildung und studierte Klavier bei Opher Brayer und Emanuel Krasovsky sowie Komposition, Theorie und Improvisation bei André Hajdu. Später studierte er an der Juilliard School bei Emanuel Ax. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in New York.

Photo: Marco Borggreve

Alexander Warenberg © Marco Borggreve
Violoncello

Alexander Warenberg

Alexander Warenberg, geboren 1998 in Voorburg (Niederlande), stammt aus einer Musikerfamilie und begann im Alter von fünf Jahren Cello zu spielen. Von seinem achten Lebensjahr an wurde er an der Sweelinck-Akademie für Hochbegabte am Konservatorium in Amsterdam von Prof. Monique Bartels unterrichtet.

Alexander Warenberg, geboren 1998 in Voorburg (Niederlande), stammt aus einer Musikerfamilie und begann im Alter von fünf Jahren Cello zu spielen. Von seinem achten Lebensjahr an wurde er an der Sweelinck-Akademie für Hochbegabte am Konservatorium in Amsterdam von Prof. Monique Bartels unterrichtet. In den Jahren 2016 bis 2018 studierte er bei Frans Helmerson an der Barenboim-Said Akademie in Berlin.

Alexander Warenberg hat bereits große Erfolge bei internationalen Wettbewerben erzielt. Bei der National Cello Competition im Rahmen der Cello Biënnale Amsterdam erhielt er 2016 sowohl den 1. Preis als auch den Publikumspreis. Weitere erste Preise erspielte er beim Britten Concours in den Niederlanden 2011, beim internationalen Violoncellowettbewerb Antonio Janigro 2012 in Kroatien sowie 2016 beim Prinses Christina Concours in den Niederlanden.

Als Solist und Kammermusiker tritt Alexander Warenberg auf internationalen Bühnen und Festivals mit namhaften Orchestern auf. Er konzertierte bereits mehrmals im Concertgebouw in Amsterdam, beim Grachtenfestival in Amsterdam, beim Festival Next Generation Bad Ragaz in der Schweiz und nahm 2017 an der Verbier Festival Academy teil. Engagements als Kammermusiker brachten ihn mit Menahem Pressler, Denis Kozhukhin, Gil Sharon, Paolo Giacometti und Lucas Jussen zusammen auf die Bühne. Er ist Stipendiat der VandenEnde Foundation und der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein.

Alexander Warenberg spielt ein Cello von Jean Baptiste Vuillaume von 1845, das ihm von der Dutch Musical Instruments Foundation zur Verfügung gestellt wird.

2014, 2016 und 2018 nahm Alexander Warenberg als aktiver Meisterschüler an den Cello Meisterkursen der Kronberg Academy teil. Seit 2019 studiert er an der Kronberg Academy bei Frans Helmerson. Das Studium wird ermöglicht durch das Elisabeth und Dieter Feddersen-Patronat.

Photo: Marco Borggreve

Fagott

Matthew Wilkie

Matthew Wilkie stieß 1986 als Solofagottist zum Chamber Orchestra of Europe. Mit ihm spielte er als Solist und wirkte an vielen Aufnahmen mit, unter anderem spielte er Mozarts Fagott-Konzert und das Duett-Concertino von Richard Strauss ein.

Matthew Wilkie stieß 1986 als Solofagottist zum Chamber Orchestra of Europe. Mit ihm spielte er als Solist und wirkte an vielen Aufnahmen mit, unter anderem spielte er Mozarts Fagott-Konzert und das Duett-Concertino von Richard Strauss ein. Als Mitglied des COE Bläser-Solisten nahm Matthew Wilkie die kompletten Bläser-Serenaden und Divertimenti Mozarts bei „Teldec Classics“ auf sowie die sechs Triosonaten von Jan Dismas Celenka bei „Claves“. Beim Label „Melba“ spielte er Solowerke von Bach und Telemann ein.

Der Gewinner des Concours de Genève gastierte als Solist bei vielen weiteren Orchestern in Deutschland. Als gefragter Instrumentalpädagoge gibt er Meisterklassen auf der ganzen Welt. Im Jahr 2000 zog es Matthew Wilkie nach Australien zum Sidney Symphony Orchestra, er kehrte aber regelmäßig für seine Auftritte mit dem COE nach Europa zurück.

Die Stelle des Solofagotts im COE wird unterstützt von The Rupert Hughes Will Trust, in Gedenken des späten Rupert Hughes.

Arne Zeller
Violoncello

Arne Zeller

Arne, 2006 geboren, begann das Cellospiel im Alter von sechs Lebensjahren. Er wurde zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr an der Hochschule für Musik Mainz von Danile Geiss unterrichtet und wechselte dann als Jungstudent an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in die Klasse von Professor Peter Bruns.

Arne, 2006 geboren, begann das Cellospiel im Alter von sechs Lebensjahren. Er wurde zwischen dem 11. und 14. Lebensjahr an der Hochschule für Musik Mainz von Danile Geiss unterrichtet und wechselte dann als Jungstudent an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in die Klasse von Professor Peter Bruns.

Beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ erhielt Arne mehrfach erste Bundespreise; erstmals mit 12 Jahren und erneut 2022 in der Kategorie Cello solo, 2021 auch im Duo mit Klavier.

2021 und 2022 wurde Arne außerdem mit jeweils einem ersten Preis für Cello solo und verschiedenen Sonderpreisen beim „Mendelssohnwettbewerb FrankfurtRheinMain“ ausgezeichnet.

Auf internationaler Ebene erhielt Arne einen dritten Preis und den Spezialpreis beim Internationalen Dotzauer Wettbewerb für junge Cellisten in Dresden 2019. Als jüngster Teilnehmer seiner Altersgruppe gewann er 2020 den ersten Preis beim Internationalen Anna Kull Wettbewerb in Graz. Während der folgenden Pandemiejahre war er Preisträger verschiedener internationaler Onlinewettbewerbe, zuletzt erhielt er den ersten Preis seiner Altersgruppe und einen kategorieübergreifenden Sonderpreis bei der internationalen Gustav-Mahler Cello Competition 2022.

2021 wurde Arne mit dem Förderpreis der Stadt Baden-Baden im Rahmen der Carl-Flesch-Akademie ausgezeichnet und 2022 an gleicher Stelle mit dem „Werner Stiefel Preis“, verbunden mit einem Konzert mit der Baden-Badener Philharmonie. Außerdem erhielt er 2022 den „Lichtenberger Musikpreis“ für Nachwuchsmusiker von der Musikstiftung Herfried Apel.

Arne hat auch großes Interesse an Kammermusik und Orchesterspiel: Er nahm 2021 beim Kammermusikkurs „Mit Musik miteinander“ an der Kronberg Academy teil und wurde 2021 und 2022 für das Kammermusikprojekt „Musique à Flaine“ in Frankreich ausgewählt. Darüber hinaus engagierte er sich von 2020-2022 in verschiedenen Kammermusikprojekten der „Young Academy“ an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst Frankfurt. Mit 13 Jahren wurde er Mitglied des Bundesjugendorchesters Deutschland.

Arne debütierte im Alter von 13 Jahren mit den Rokokovariationen von Tschaikowsky und hatte seit 2021 verschiedene solistische Auftritte mit den LGT Young Soloists, unter anderem in der Tonhalle Zürich, dem Casino Bern und 2022 auf dem Eröffnungskonzert des Festivals „Heidelberger Frühling“.

Im Juli 2022 trat er mit der Philharmonie Baden-Baden mit dem Cellokonzert von E.W. Korngold unter der Leitung von Pavel Baleff auf. Als Sonderpreisträger des Mendelssohnwettbewerbs FrankfurtRheinMain 2022 wird er im Frühjahr 2023 als Solist mit dem hr-Sinfonieorchester auftreten.

Regelmäßige Solovorspiele, wie z.B. im Konzerthaus Berlin, dem Rathaus in Vaduz oder im Goethehaus Frankfurt ergänzen die Bühnenerfahrung, zuletzt auf persönliche Einladung von Jan Vogler in einem Konzert mit den 6 Bachsuiten im Rahmen der Reihe „Meisterschüler-Meister“ der Stiftung Schloß Neuhardenberg. Auftritte als Mitglied des Bundesjugendorchesters erfolgten unter bedeutenden Dirigenten auf den Bühnen der Berliner Philharmonie, dem Festspielhaus Baden-Baden oder der La Seine Musicale, Paris.

2020 wurde Arne Stipendiat der Internationalen Musikakademie Liechtenstein, wo er seitdem regelmäßig an den Cellointensivwochen teilnimmt. Zudem wird er seit 2019 von der „Deutschen Stiftung Musikleben“ als Stipendiat unterstützt und seit 2020 als Akademist von der internationalen Musikakademie Berlin gefördert.

Arne erhielt zusätzliche musikalische Impulse durch Meisterkurse mit Prof. Christoph Richter, Prof. Peter Bruns, Prof. Ivan Monighetti und von Prof. Jens Peter Maintz.

Als Preisträger des 29. Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds 2022 spielt er ein französisches Cello von Georges Chanot I. von 1840 aus Bundesbesitz. Zudem wird ihm seit Kurzem das Charles Maucotel „ex-Tortelier“ (1850) als großzügige Leihgabe von Jebsen&Jessen und der Stretton Society zur Verfügung gestellt.

Bridges-Kammerorchester © Salar Baygan
Kammerorchester

Bridges-Kammerorchester

Das transkulturelle Bridges-Kammerorchester vereint freiberufliche Musiker*innen und ihre Instrumente aus verschiedensten Regionen des europäischen, asiatischen und amerikanischen Kontinents.

Das transkulturelle Bridges-Kammerorchester vereint freiberufliche Musiker*innen und ihre Instrumente aus verschiedensten Regionen des europäischen, asiatischen und amerikanischen Kontinents. Die Orchestermitglieder sind Expert*innen für europäische Klassik, klassische arabische wie persische Musik, Jazz, osteuropäische Folklore und zeitgenössische Musik. In Co-kreativen Prozessen komponieren und arrangieren die Orchestermitglieder einen Großteil ihres Repertoires selbst. Damit prägt das Bridges-Kammerorchester einen Musikstil, der die Diversität der in Deutschland lebenden Gesellschaft hörbar macht und gehört zu den Pionieren der transkulturellen Gegenwartsmusik.

In Co-kreativen Prozessen komponieren und arrangieren die Orchestermitglieder einen Großteil ihres Repertoires selbst. So entwickelt das Orchester Gegenwartsmusik, die Mehrfachidentitäten hörbar macht und zeigt, wie die Vielfalt unterschiedlicher Kulturen zusammenwachsen kann, ohne einzelne Identitäten aufzugeben. Dadurch prägt es einen Musikstil, der die Diversität der in Deutschland lebenden Gesellschaft hörbar macht und ist Pionier einer neuen, transkulturellen Klangsprache.

Mit „The Power of  the  Arts“ erhielt das Bridges-Kammerorchester 2019 als bundesweites Leuchtturmprojekt für gelebte Diversität und Integration auf Augenhöhe einen der höchst-dotieren Kulturförderpreise Deutschlands. Für sein Debut-Album „Identigration“, das in Ko-Produktion mit hr2-kultur erschienen ist, erhielt das Kammerorchester den Preis der deutschen Schallplattenkritik 2/2021 in der Kategorie Grenzgänge. Die Preisverleihung verdeutlicht die Relevanz dieser Klangsprache und zeichnet die künstlerische Arbeit bereits mit dem ersten Album aus. Im September 2022 wurde das Bridges-Kammerorchester zum „Orchestra in Residence“ der Kronberg Academy ernannt.

Das Bridges-Kammerorchester und dessen Mitglieder werden deutschland- und europaweit als Expert*innen für die Entwicklung eines progressiven, transkulturellen Musikstils sowie für transkulturelle Musikvermittlung angefragt.

Neben Eigenkompositionen der Orchestermitglieder vergibt das Bridges-Kammerorchester auch Kompositionsaufträge an Komponistinnen und Komponisten unterschiedlichster Stilrichtungen. Bisherige Gastkomponist*innen waren u.a.: Majid Derakhshani, Jonas Krischke, Kioomars Musayyebi, Daniel Osorio, Khadicha Zeynalova.

Das Bridges-Kammerorchester arbeitet mit wechselnden Gastdirigentinnen und -dirigenten zusammen, u.a. mit: Bar Avni, Leo Hussein, Nicholas Kok, Gregor A. Mayrhofer, Corinna Niemeyer, Eva Pons, Harish Shankar, Nabil Shehata, Martin Wettges, Yalda Zamani.

Photo: Salar Baygan

Chamber Orchestra of Europe / COE © Julia Wesely
Orchester

Chamber Orchestra of Europe

Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich damals im European Community Youth Orchestra (heute: EUYO) kennengelernt hatten. Heute umfasst die Kernbesetzung rund 60 Mitglieder die von den Musiker selbst ausgewählt werden: sie vereint Solisten und Stimmführer namhafter Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren.

Das Chamber Orchestra of Europe (COE) wurde im Jahr 1981 von einer Gruppe junger Musikerinnen und Musiker gegründet, die sich damals im European Community Youth Orchestra (heute: EUYO) kennengelernt hatten. Heute umfasst die Kernbesetzung rund 60 Mitglieder die von den Musiker selbst ausgewählt werden: sie vereint Solisten und Stimmführer namhafter Klangkörper, renommierte Kammermusiker und Musikprofessoren.

Von Beginn an prägte die Kooperation mit bedeutenden Dirigenten und Solisten das Profil. In den ersten Jahren war vor allem Claudio Abbado ein wichtiger Mentor: Er präsentierte mit dem COE auch szenische Werke wie Rossinis Il viaggio a Reims und Il barbiere di Siviglia oder Mozarts Figaro und Don Giovanni. Mit Aufführungen und vor allem der Einspielung aller Beethoven Sinfonien sowie durch Opernproduktionen bei den Salzburger Festspielen, den Wiener Festwochen und der Styriarte setzte auch Nikolaus Harnoncourt wesentliche Akzente.

Heute arbeitet das Orchester eng mit Bernard Haitink, Sir András Schiff und Yannick Nézet-Séguin zusammen, die alle drei zu den Ehrenmitgliedern des Orchesters zählen. In der Saison 2020/21 stehen Auftritte mit einigen der weltweit berühmtesten Solisten und Dirigenten sowie Piotr Anderszewski, Lisa Batiashvili, Janine Jansen, Sir Antonio Pappano, Jean-Yves Thibaudet, Robin Ticciati und Yuja Wang auf dem Programm.

Das COE ist regelmäßig in den prominentesten Festspielen und Konzerthäusern Europas zu Gast. Dazu zählen unter anderem die Philharmonie in Paris, Köln und Luxemburg, das Concertgebouw in Amsterdam und die Alte Oper in Frankfurt. Diese und weitere führende europäischen Veranstaltungsorte bilden die Basis für die ausgedehnten Tourneeaktivitäten des Orchesters mit gelegentlichen Konzerten in dem Nahost und den Vereinigten Staaten. Ab 2022 wird das COE das erste Orchestra in Residence im neuen Casals Forum der Kronberg Academy.

Mehr als 250 Werke hat das Chamber Orchestra of Europe aufgenommen; seine CDs wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichten sowie zwei «Grammys» und drei «Record of the Year»-Awards von Gramophone. Im November erschien hingegen das neue Album des COE, eine Schubert Box, mit bislang unveröffentlichten Aufnahmen aus dem Jahr 1988, dirigiert von Nikolaus Harnoncourt, die zugleich Rückblende und Aussicht auf das anstehende 40. Jubiläum des Orchesters im Jahr 2021 sind.

2009 wurde die COE-Academy ins Leben gerufen, die jedes Jahr volle Stipendien an postgraduierte Studenten und junge Musiker mit außergewöhnlich hohem Talent vergibt. Die Akademisten begleiten das Orchester auf einer Tournee und erhalten währenddessen Unterricht bei Solospielern des COE. Das COE ist ein frei finanziertes Orchester und erhält wertvolle Unterstützung von einer Reihe privater Spender sowie der Gatsby Charitable Foundation, ohne die es nicht existieren könnte. Der Konzertmeister-Stuhl und weiteren Solistenstellen werden gefördert von Dasha Shenkman, Sir Siegmund Warburg’s Voluntary Settlement, dem Rupert Hughes Will Trust, den 35th Anniversary Friends, den American Friends und vom Underwood Trust.

Photo: Julia Wesely

hr-Bigband © Dirk Ostermeier
Orchester

hr-Bigband

Die hr-Bigband ist heute eine der weltweit besten Formationen ihrer Art. Ausgehend vom Spielideal des Jazz steht sie für eine große Bandbreite von Stilen und Genres.

Die hr-Bigband ist heute eine der weltweit besten Formationen ihrer Art. Ausgehend vom Spielideal des Jazz steht sie für eine große Bandbreite von Stilen und Genres.

Die hr-Bigband vereint siebzehn hervorragende Musiker, die nicht nur hohes Ansehen als Solisten genießen. Tägliche Proben- oder Konzerttätigkeit sowie höchste künstlerische Ansprüche formen aus ihnen ein Ensemble, das allen Herausforderungen souverän gerecht wird. Regelmäßig lotet die hr-Bigband die Möglichkeiten eines zeitgenössischen Jazzorchesters aus und überwindet stilistische Grenzen – etwa wenn sie neue Projekte entwickelt zusammen mit mongolischen oder nordafrikanischen Musikern, mit Popstars oder mit renommierten Komponisten der Neuen Musik. Zugleich hält sie – jenseits jeder Musealität – die große Tradition des Bigbandjazz lebendig mit Programmen von Jelly Roll Morton über Duke Ellington und Gil Evans bis Peter Herbolzheimer.

Hochkarätige Gäste

Die hr-Bigband lud und lädt Größen der internationalen Jazzszene nach Hessen ein, um ihre Musik im Bigbandformat auf die Bühne zu bringen. Zu fast allen Projekten wird die Musik neu arrangiert oder komponiert. Dazu arbeitet die hr-Bigband mit einer Reihe hochkarätiger Arrangeure und Dirigenten zusammen – allen voran mit ihrem Chefdirigenten Jim McNeely, dessen Arrangements bei Musikern, Kritikern und beim Publikum immer wieder höchste Anerkennung hervorrufen.

Nachwuchsförderung

Um die Flamme des Bigbandjazz weiterzugeben, engagiert sich die hr-Bigband für den Nachwuchs. Zahlreiche Angebote bieten Jugendlichen intensive, hautnahe Musikerlebnisse und motivieren junge Musikerinnen und Musiker, selbst aktiv zu sein.

Mit vielfältigen und auf höchstem Niveau gespielten Konzertprogrammen spricht die hr-Bigband Zuhörer mit verschiedensten Vorlieben an. Alle Konzertprojekte werden für das Radio mitgeschnitten oder auf CDs veröffentlicht.

Photo: hr/Dirk Ostermeier

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